Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg – Newsletter, Ausgabe 2009-09

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg, ein Projekt, das von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg initiiert wird, um die Wirtschaftsakteure die der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach.hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:

1. REACH Hamburg Netzwerk führt Fach-Workshop zur "Kommunikation in der Lieferkette" am 13. November 09 durch

Das REACH Hamburg Kompetenznetzwerk führt am 13.11.2009 einen Fach-Workshop zum Thema "Kommunikation in der Lieferkette" durch. In dieser Veranstaltung werden Experten aus der Praxis Informationen zum aktuellen Stand der Kommunikation im Rahmen der REACH-Registrierung geben. Dabei bleibt  auch genügend Raum für Fragen, Diskussionen und Erfahrungsaustausch. Im Anschluss können die Teilnehmenden Fragen zur Bestimmung ihrer eigenen Verwendung mit den anwesenden Referenten/Multiplikatoren diskutieren

Zielgruppe: Geschäftsführer von Unternehmen, REACH Beauftragte, die vor allem als Nachgeschaltete Anwender von chemischen Produkten unter REACH betroffen sind.

Zentrale Themen
Fachexperten und Betriebspraktiker geben Informationen zu:

  • Warum ist eine Kommunikation in der Lieferkette über die Verwendung von chemischen Stoffen / Gemischen jetzt nötig?
  • Wie wird in der Lieferkette kommuniziert? Der CEFIC Ansatz zur Strukturierung der Kommunikation?
  • Was wird kommuniziert? Das Use Descriptor System und Mapping von Verwendungen
  • Worüber wird kommuniziert? Expositionsabschätzung und Expositionsszenarien
  • Welche Instrumente stehen zur Verfügung? ECETOC TRA, bereits vorhandene Informationen nutzen
  • Erfahrungen aus der Praxis

Für die Veranstaltung wird ein Teilnehmerbeitrag von 180,-€ pro Teilnehmer erhoben, der vorab zu entrichten ist.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Weitere Informationen

Anmeldung
Per E-Mail an: reach-hamburg@oekopol.de,
bitte Unternehmen, Namen der Teilnehmer und Kontaktadresse angeben.
Für Rückfragen: Silke Detlefs, Heike Lüskow, Ökopol GmbH, 040 - 39 100 20

Ankündigung

Tagesordnung

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2. Umfrage der HK Hamburg zur Kostenbelastung unter REACH

Die Handelskammer Hamburg (HK) führt eine Umfrage zur tatsächlichen Kostenbelastung durch REACH durch. Unternehmen, die chemische Stoffe registrieren müssen können Informationen über die dadurch entstehenden Kosten mitteilen. Die Ergebnisse dieser Umfrage sollen über die Dachorganisation, den DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag), an die Bundesregierung weitergeleitet werden. Ziel ist es, der Politik in Berlin und Brüssel anhand konkreter Zahlen zu verdeutlichen, welche Auswirkungen eine solche Gesetzgebung gerade auf kleine und mittlere Unternehmen hat.
Sie können den Fragebogen hier herunterladen und per Fax bis zum 30. Oktober 2009 an die Nummer 040 / 36 138-269 senden

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3. Kandidatenstoffe und harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung: Neues Konsultationsverfahren bei der ECHA

Die Europäische Chemikalienagentur ECHA hat auf ihrer Internetseite Vorschläge für 15 neue SVHC (Substances of Very High Concern)-Stoffe (Kandidatenstoffe nach Artikel 59(1) für das Zulassungsverfahren) veröffentlicht. Darunter unter anderem zwei keramische Fasern (carcinogen), drei Bleichromate (CMR), mehrere anthrazenhaltige Raffinerieprodukte (PBT) sowie Acrylamid (CMR) und ein weiterer Phthalatweichmacher (CMR). Kommentare dazu können bis zum 15. Oktober 2009 bei der ECHA eingereicht werden. Eine Aufstellung der Begründungen der Einstufung durch die zuständigen Mitgliedstaaten und den Verweisen zur Kommentierung finden Sie unter http://echa.europa.eu/consultations/authorisation/svhc/svhc_cons_en.asp.

Für drei weitere Stoffe schlägt die ECHA eine harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung nach der CLP-Verordnung vor. Die Frist für die Kommentierung dazu ist der 17. Oktober 2009. Begründungen und Links finden Sie unter http://echa.europa.eu/consultations/harmonised_cl_en.asp.

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4. Klärung zu Testanforderungen für Stoffe im Mengenband über 100 t/a

Am 15. September 2009 hat die ECHA erklärt, unter welchen Bedingungen die Ergebnisse für die Studien "28-day repeated dose toxicity study (wiederholte Dosis)" und "screening study for reproductive/-developmental toxicity (Screening Reproduktionstoxizität)" (beide im Anhang VIII enthalten) bei der Einreichung eines Dossiers nicht vorliegen müssen. Eine Auflistung der Voraussetzungen finden Sie in einem Factsheet unter http://echa.europa.eu/doc/reach/reach_factsheet_testing.pdf.
Neben den besonderen Bestimmungen des Anhangs VIII - Spalte 2 werden die Waiving-Regeln (Regeln für den begründeten Verzicht) nach Anhang XI aufgeführt. Darüber hinaus wird klargestellt, dass z. B. ein Screening zur Reproduktionstoxizität nicht vorliegen muss, wenn aufgrund höherer Anforderungen ein Testvorschlag für eine Reproduktionsstudie eingereicht wird. Ziel ist es, Tierversuche soweit wie möglich zu vermeiden.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Entscheidung eine der beiden Studien nicht durchzuführen, Auswirkungen auf den Stoffsicherheitsbericht und die Expositionsbewertung haben kann. Ggf. sind vorläufige Expositionsszenarien zu erstellen, die das Fehlen der Ergebnisse berücksichtigen und entsprechende vorsorgliche Risikomanagementmaßnahmen beinhalten. Damit kann sich die Entscheidung auf die gesamte Lieferkette auswirken.

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5. ECHA überarbeitet Registrierungshandbuch und erweitert die FAQs zur Update-Registrierung von bereits angemeldeten Stoffen

Die Europäische Chemikalien Agentur, ECHA hat am 6. Oktober 2009 eine überarbeitete Version des Handbuchs zur Dossier-Erstellung „Data Submission Manual 5 – How to Complete a Technical Dossier for Registrations and PPORD Notifications“ veröffentlicht.

Die bislang sehr kurz gefassten und häufig unzureichenden Anleitungen, wie die einzelnen Sektionen eines IUCLID5-Dossiers auszufüllen sind, damit dieses als technisch vollständig anerkannt wird, wurden in einigen Punkten noch einmal präzisiert dargestellt. Darüber hinaus wurde das Handbuch um einige Anhänge ergänzt, die darüber Auskunft geben, welche Schritte man beachten sollte, wenn man eine bestehende Anmeldung nach der Richtlinie 67/548/EWG im Sinne einer Update-Registrierung nach der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) auf das nächste Mengenband aufstocken will und wie die Informationen gehandhabt werden, die in der Anmeldung als vertraulich gehandhabt wurden.

Zusätzliche Hilfestellung für Registranten von zuvor angemeldeten Stoffen bietet die ECHA durch einen neuen Fragen und Antworten Katalog (FAQ).

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6. Liste von bereits registrierten Stoffe veröffentlicht

Die ECHA hat am 1. Oktober 2009 eine Liste mit 156 registrierten Stoffen in Form eines pdf-Dokuments veröffentlicht. Für die enthaltenen Stoffe wurde vor dem 24. September 2009 ein vollständiges regsitrierungsdossier eingereicht. Die Liste enthält

  • EC_Name, EC_Nummer und CAS_Nummer für im EINECS-Verzeichnis enthaltene Stoffe (European Inventory of Existing Commercial Substances ).
  • IUPAC_Name und CAS_Nummer, wenn vorhanden; für gefährliche Stoffe.

und kann unter http://echa.europa.eu/chem_data/registered_substances_en.asp heruntergeladen werden.

Bereits notifizierte Neustoffe sind nicht enthalten. Diese finden Sie in der esis-Datenbank .

Die Veröffentlichung in Form dieser pdf-Liste ist eine Zwischenlösung bis die Datenbank Ende 2009 verfügbar ist.

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7. Veranstaltung der ECHA für Leitregistranten

Am 11. September hat die ECHA zusammen mit der Europäischen Kommission eine Informationsveranstaltung für federführende Registranten durchgeführt, an der mehr als 500 Teilnehmer z. T. über eine Liveübertragung im Internet teilgenommen haben. Ziel der Veranstaltung war es, einen Erfahrungsaustausch über das Vorgehen in den SIEFs zu erreichen. Die Sprecher aus Behörde und der Industrie haben eindrücklich an die federführenden Registranten appelliert, die Daten für die gemeinsame Dossiereinreichung schnellstens zu teilen und vor allem das Dossier so frühzeitig wie möglich bei der ECHA einzureichen, d. h. 2 Monate vor Ablauf der Registrierungsfrist.
Neben den Redebeiträgen war auch Raum für Fragen der anwesenden Teilnehmenden.
Für die weitere Unterstützung werden weitere monatliche Webinars angeboten, die Leitregistranten bekommen über eine gesonderten Zugang direkten Kontakt zum ECHA Helpdesk (das Lead Registrant Forum).
Ein weitere Stakeholder Day für alle REACH Akteure ist im November geplant.

Link zur Präsentationen der Veranstaltung

Link zur  Aufzeichnung der Veranstaltung

Informationen zum nächsten Stakeholder Day der ECHA wird demnächst hier zu finden sein:
http://echa.europa.eu/news/events_en.asp

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8. ECHA Leitlinien jetzt teilweise in 22 Sprachen übersetzt

Wichtige Leitlinien der ECHA wurden jetzt in weitere 21 EU Sprachen übersetzt:

  • Leitlinien zu Informationsanforderungen und Stoffsicherheitsbeurteilung
    • Teil A: Einführung
    • Teil D: Expositionsbeurteilung
    • Kapitel R12: Beschreibung der Verwendung

  • Stoffe in Erzeugnissen
  • Registrierung
  • Nachgeschaltete Anwender

Sie erhalten die Leitfäden durch Auswahl der entsprechend gewünschten Sprache auf der Seite
http://guidance.echa.europa.eu/guidance_de.htm

Allerdings ist zu beachten, dass die Leilinien teilweise in der Überarbeitung sind (z. B. zu Stoffen in Erzeugnissen und das Kapitel R 12 des Leitfadens zu Informationsgewinnung uns Stoffbeurteilung.  
Sie geben daher nicht den aktuellen Stand wieder. Die bereits veröffentlichten Entwürfe der Leitlinien finden Sie im Menü "Consultation Procedure" der Seite unter http://guidance.echa.europa.eu/guidance4_en.htm

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