Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg - Newsletter, Ausgabe 2009-11

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg, ein Projekt, das von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg initiiert wird, um die Wirtschaftsakteure die der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach.hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:

1. REACH Hamburg Fachworkshop zu "Kommunikation über Verwendungen in der Lieferkette" durchgeführt

Die Kommunikation über Verwendungen ist zurzeit ein bestimmendes Thema in der Vorbereitung auf die Registrierung von Stoffen zum 30.11.2010. Daher wurde ein breiter Kreis von Unternehmen am 13.11.2009 in einen Fachworkshop des REACH Hamburg Netzwerkes zur Theorie und Praxis der "Kommunikation in der Lieferkette" informiert. In diesem Rahmen gaben Fachexperten und Betriebspraktiker Auskunft darüber, wie, worüber und mit welchen Mitteln jetzt kommuniziert werden sollte. Im Anschluss an die Veranstaltung mit Vorträgen, hatten die Teilnehmenden Gelegenheit sich untereinander und mit den Referenten über ihre individuelle Situation auszutauschen und Fragen zu klären. Aufgrund der positiven Resonanz der Teilnehmenden sollen auch 2010 weitere Fachworkshops dieser Art durchgeführt werden. Themen werden aktuelle Fragen zum Umgang mit Erzeugnissen und zu Expositionsszenarien sein.
Hier geht es zur Dokumentation der Veranstaltung.

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2. Das Umweltbundesamt veröffentlicht eine neue erweiterte Broschüre zum Thema CLP-Verordnung

Das neue Einstufungs- und Kennzeichnungssystem für Chemikalien nach GHS - kurz erklärt.
In einem neuen, 2. Teil werden die Unterschiede zwischen dem alten Einstufungs- und Kennzeichnungssystem nach Stoff- und Zubereitungsrichtlinie und dem neuen nach CLP-Verordnung näher erläutert.
Das Umweltbundesamt hat die Umsetzung der GHS-Verordnung durch ein nationales Forschungsvorhaben begleitet.
Die Broschüre zum Umgang mit dem neuen Einstufungs- und Kennzeichnungssystem können Sie beim Umweltbundesamt anfordern:   info@umweltbundesamt.de

Oder Sie können hier die Broschüre als pdf-Datei herunterladen

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3. UBA Workshop "GHS in der Praxis - Erste Erfahrungen"

Das Umweltbundesamt veranstaltet am 22. Januar 2010 im Bundespresseamt in Berlin den Workshop "GHS in der Praxis - Erste Erfahrungen". Nach einem Jahr CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packing) dient die Konferenz dazu, über den aktuellen Stand der Umsetzung zu informieren. Zudem soll sie vor allem kleine und mittlere Unternehmen unterstützen, die GHS-Standards in der betrieblichen Praxis anzuwenden. Ziel ist es, Unternehmen, Behörden und weitere Akteure zu vernetzen und bisherige Erfahrungen auszutauschen.
 
Weitere Details zur Veranstaltung finden Sie in der Programmübersicht. Die Teilnahme ist unentgeltlich, jedoch auf 220 Plätze begrenzt. Die Anmeldung ist nur elektronisch über www.ghs-in-der-praxis.de möglich. Für organisatorische Fragen steht Ihnen Herr Martin Wolf (ghsworkshop2010@cbe.de) zur Verfügung. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Juliane Koch.

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4. Info-Broschüre Nr. 6 des REACH-CLP Helpdesk der BAuA zu Erzeugnissen erschienen

Das REACH-CLP Helpdesk der BAuA hat in seiner Reihe "REACH-Info" seine 6. Broschüre "Erzeugnisse - Anforderungen an Produzenten, Importeure und Händler" herausgegeben. Auf knapp 30 Seiten wird in Kürze das wichtigste für betroffene Unternehmen zum Thema Erzeugnisse dargestellt. Dabei werden die gesetzlichen Anforderungen anschaulich mit praktischen Beispielen dargestellt. Sie erhalten die Broschüre als Datei zum Download auf der Website des Helpdesk

Alternativ können Sie die Broschüre dort auch in gedruckter Form bestellen.

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5. CONCAWE veröffentlicht Liste zum Mapping von identifizierten Verwendungen

Der Verband der Mineralölindustrie CONCAWE hat zur Unterstützung seiner Mitglieder bei der Registrierung unter REACH typische Stoffgruppen der Branche aufgelistet und in einem Brancheninventar  zusammengefasst. Für diese Stoffe hat der Verband sich zur Aufgabe gemacht, typische Verwendungen zu identifizieren und diese dann sogenannten generischen Expositionsszenarien und entsprechenden Deskriptoren des Use Descriptor Systems  der ECHA REACH Leitlinien zuzuordnen.
Diese Zusammenstellung ist auf der Internetseite des Verbands erhältlich. Registranten und Downstream User können dieses Dokument nutzen, um ein sogenanntes "Mapping" der für sie relevanten Stoffe und Verwendungen durchzuführen. Die Akteure, die mit der Durchführung eines solchen "Mappings" befasst sind, ermitteln darin alle ihnen bekannten Verwendung für ihre Stoffe bei sich und ihren Kunden und vergleichen sie mit der vorliegenden Liste, ob dort bestimmte Verwendungen nicht abgedeckt sind. CONCAWE hat sich dabei bemüht, alle für Mineralölverarbeiter relevante Verwendungen zu ermitteln, so dass möglichst lückenlose Registrierungsdossiers entstehen. Eine Kommunikation ist somit nur in solchen Fällen nötig, in denen ein Nachgeschalteter Anwender oder ein Registrant eine Verwendung identifiziert hat, die er nicht in der Liste findet.
Die Kommunikation über Verwendungen sollte immer auf Basis von Use Descriptoren erfolgen. Dieser Teil der Leitlinien wird gerade überarbeitet (vergl. http://guidance.echa.europa.eu/guidance4_en.htm). Auf eine Verwendung von Freitext sollte möglichst verzichtet werden, da dies den Aufwand für den Empfänger erhöht und in den meisten Fällen keinen zusätzlichen Nutzen generiert.
Zu beachten ist, dass Branchenlisten für das Mapping keinesfalls unreflektiert in die Lieferkette hinein übermittelt werden sollten, um sicherzugehen, dass möglichst alle Verwendungen abgedeckt sind. Man sollte sich ausschließlich auf real vorkommende  Verwendungen beschränken, um einem Lieferanten nur seine eigenen Verwendungen zu übermitteln. Dazu ist ein Auswahlprozess unerlässlich.

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6. "Pest Projekt" zur Unterstützung von Registranten der Kunststoffindustrie ins Leben gerufen

Verbände der Kunststoffindustrie haben zur Unterstützung von Registranten aus dem Bereich der Kunststoffe das sogenannte PEST Projekt ins Leben gerufen (Plastics Exposure Scenario Team). Ziel ist es, generische Expositionsszenarien für typische Verwendungen und Erzeugnisse der Kunststoffverarbeitenden Industrie zu entwickeln und Akteuren dieses Sektors diese Informationen zugänglich zu machen. Dazu wurde eine Projektinternetseite erstellt, auf der ein Nutzer sich kostenfrei anmelden muss, um die Informationen zu erhalten.
In Kürze sollen hier generische Expositionsszenarien verfügbar gemacht werden. Zurzeit kann der Nutzer die Seite schon nutzen, um seine eigenen Verwendungen zu identifizieren entsprechend einer Zuordnung zu den entsprechenden Use Deskriptoren gemäß der Leitlinie zum Stoffsicherheitsbericht, Abschnitt R12, Use Descriptor System.
Für 17 Kunststoffe sind dort die wichtigsten Einsatzmöglichkeiten und Verwendungen hinterlegt und den entsprechenden Use Deskriptoren zugeordnet. Zudem finden sich dort relevante Hintergrundinformationen.

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7. ECHA ruft zur Übermittlung von Daten zu neuer Substanz auf

Die ECHA hat zu einer öffentliche Konsultation zu Tests über einen neu zu registrierenden Stoff ("Polysulfo {5-hydroxy-1-naphthalen-2-yl-[4-[4-(2-sulfatoethyl-sulfonyl)-phenyl]diazenyl]-1H-pyrazole-3-carboxylic acid}, alkali metal) aufgerufen. Interessierte Kreise, die Daten zu dieser Substanz vorliegen haben, sollen diese an ECHA übermitteln, um ggf. Tierversuche zu vermeiden. Der Registrant hat in seinem Registrierungsdossier solche Versuche vorgeschlagen und die ECHA muss nun darüber entscheiden, ob entsprechende Versuche durchgeführt werden dürfen oder unterbleiben können/müssen (ECHA News).

Für alle Registranten von Stoffen ist es noch einmal wichtig zu verinnerlichen, dass vor der Durchführung eines Tierversuchs nach Anhang IX und X immer zunächst nur ein Testvorschlag mit dem Registrierungsdossier übermittelt wird. Erst nach Freigabe durch die ECHA kann der Test durchgeführt werden. Anschließend wird dann das Registrierungsdossier entsprechend angepasst und ggf. auch die Einstufung und Kennzeichnung des Stoffs aktualisiert.

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8. Konferenz zum Chemierecht des lexxion Verlages

Eine Veranstaltung des lexxion Verlages soll mit Referenten aus Regierung und Behörden, Industrie und Anwaltschaft informieren, um bestehende Hürden und neueste Entwicklungen rund um die REACH Verordnung zu diskutieren. 
Themen:

  • Berichte von ECHA, BMU und BAuA über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen
  • Rechtsfragen zur Registrierung
  • Rechtsschutz/Agenturverwaltungshandeln
  • Vollzug und Zoll
  • REACH in den Unternehmen
  • REACH und GHS


Titel: Chemierechtstag 2010: REACH aktuell 
 
Datum: 27.1.2010
 
Ort: Hotel Hessischer Hof, Friedrich-Ebert-Anlage 40,  60325 Frankfurt/Main
www.hessischer-hof.de

Das genaue Programm wird in Kürze erhältlich sein.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des lixxion Verlages


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