Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg - Newsletter, Ausgabe 2010-02

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg, ein Projekt, das von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg initiiert wird, um die Wirtschaftsakteure die der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach.hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:

1. Neues aus der ECHA

Umstellung von IUCLID Version 5.0 und 5.1 auf Version 5.2 und Update der REACH-IT

Alle Verwender von IUCLID 5.0 und 5.1 müssen ab dem 01.März 2010 die neue Version IUCLID 5.2 für die Übermittlung ihrer Daten benutzen. Ab diesem Termin können die Daten nur noch mit dieser neuen Version übertragen werden, da die ECHA ein zeitgleiches Update der REACH-IT vornimmt. Dieser Zeitplan steht noch ein wenig unter Vorbehalt, da die ECHA die letztendliche Terminbestätigung zur Umstellung noch nicht gegeben hat. Dennoch sollten sich alle Nutzer von IUCLID frühzeitig auf eine Umstellung vorbereiten.

Die neue Version von IUCLID ist ab dem 15.Februar 2010 erhältlich http://iuclid.eu/ .
Bei der Installation soll die Möglichkeit bestehen, Daten aus den Versionen 5.0 und 5.1 automatisch zu übertragen. Achtung:
Bis zur Umstellung der REACH-IT müssen noch die alten Versionen verwendet werden!
Die wichtigsten Neuerungen in REACH-IT sind:

  • Anpassung der Meldungen zur Einstufung und Kennzeichnung (C&L)
  • Möglichkeit zur Übermittlung von Gruppenmeldungen zu C&L (Bulk C&L Notifications)
  • Änderung der Legal Entity
  • Meldungen zur Einstellung der Produktion


Leitfäden in der Überarbeitung

Folgende Leitfäden finden sich zurzeit in der Überarbeitung:

  • R 12 Use Descriptor System (Fassung 03.02.2010)
  • Expositionsbewertung Umwelt (Fassung 27.01.2010)
  • Stoffe in Erzeugnissen (Fassung 09.02.2010)
  • Kapitel R 8 Ableitung von DNEL/DMELs für Humandaten (Fassung 11.02.2010)


Die Leitfäden und die Kommentare dazu finden Sie unter:
http://guidance.echa.europa.eu/guidance4_en.htm

Klarstellung zur Anwendung des Begriffs „Intermediate“ unter REACH

Auf Basis eines Arbeitspapiers von ECHA und EU Kommission, haben die EU Mitgliedsstaaten auf ihrem Treffen das Konzept der „Intermediates“ (Zwischenprodukte, Definition Artikel 3(15)) diskutiert.
Nach den Artikeln 17 und 18 von REACH benötigen Registranten von Zwischenprodukten unter bestimmten Voraussetzungen deutlich weniger Daten, als bei einer vollständigen Registrierung nötig wäre. Das Papier konkretisiert die Bedingungen unter denen ein Stoff als Zwischenprodukt gelten kann und gibt Beispiele wie der Begriff angewendet werden soll.
Die zentralen Aussagen, die aus dem Dokument abgeleitet werden, sind:

  • Der Stoff wird in der Absicht hergestellt, in einen anderen Stoff umgewandelt zu werden. Dieser Vorgang geschieht in einer industriellen Anlage.
  • Das Ergebnis des Prozesses ist ein anderer hergestellter Stoff, aber kein Stoff in einem Erzeugnis

Einige Verwendungen des Begriffes werden in dem Dokument eindeutig ausgeschlossen, als da sind:

  • Katalysatoren (da hier keine Stoffumwandlung stattfindet)
  • Reaktionshilfsstoffe (diese Stoffe wurden nicht hergestellt, um einen neuen Stoff herzustellen (in diesen umgewandelt zu werden))
  • Härter z.B. in Klebstoffen (da hier keine Stoffumwandlung als solche geschieht, sondern eine Veränderung des physikalischen Zustands eines Gemischs)
  • Stoffe zur Oberflächenbehandlung (da hier kein Stoff als solcher hergestellt wird, sondern zur physikalisch-chemischen Veränderung einer Oberfläche, Achtung: hier ist nicht zwingendermaßen eine Registrierung notwendig, da ggf. von einer Ausnahme nach Anhang V Punkt 4 gebrauch gemacht werden kann)
  • Trocknungsmittel (hier findet zwar eine chemische Umwandlung statt, jedoch nicht mit dem Ziel einen neuen Stoff herzustellen)

Über die Umsetzung dieser Interpretation wird in der nächsten Zeit von den Stakeholdern eine Diskussion geführt werden, da diese eine engere Auslegung des Begriffes darstellt, als bisher allgemein angenommen. Das gesamte Dokument ist hier zu finden.

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2. Neuigkeiten von der CEFIC

Cefic Empfehlungen zum "Letter of Access"

Die Cefic hat ein Dokument veröffentlicht, das beschreibt, welche Regelungen und Inhalte ein "Letter of Access" (LoA) umfasst, bzw. umfassen kann.
Das Dokument beschreibt die verschiedenen Ausprägungen und mit dem LoA verbundenen Rechte und Einschränkungen im SIEF.
Es werden Empfehlungen gegeben worauf der SIEF-Teilnehmer beim Erwerb eines LoA achten soll und welche Rechte keinesfalls fehlen sollten. Es wird deutlich darauf hingewiesen, dass der Datenzugang zumindest die bezahlten Endpunkte und Zusammenfassungen der Studien erhalten.

(…) As a minimum, SIEF members should have access to the information submitted by the LR on behalf of the Joint Submission members (article 11(1) paragraph 2). This means that by paying a LoA in order to participate to the Joint Submission, the SIEF members should have access to the endpoints results for which they have paid for as well as a copy of the robust study summaries, and study summaries if available, unless flagged as confidential. In this case, only the result will be made available. (…)

Das ganze Dokument ist hier zu finden.
http://cefic.be/Files/Publications/Cefic_recommendation_draft_letter_of_access_FINAL.pdf


Cefic Übersicht von Verbandsaktivitäten zur Unterstützung von REACH Kommunikationspflichten in den Lieferketten

Die Cefic hat eine Übersicht von Verbänden und deren Aktivitäten zur Unterstützung ihrer Mitglieder in der Lieferkettenkommunikation erstellt, wie z.B. der Zusammenstellung branchentypischer Verwendungen (Use Mapping). Das Excel Sheet mit der Auflistung ist hier erhältlich. Insgesamt sind augenblicklich 28 verschiedene Branchen abgebildet.
http://cefic.be/files/downloads/Overview_associations_activities_TO_PUBLISH_21012010.xls

Verbände die sich in die Liste aufnehmen lassen möchten werden gebeten sich an die Cefic zu wenden. Kontakt: Clarissa Spencer csp@cefic.be


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3. Aktivitäten von NGOs

SinList erlangt Aufmerksamkeit der nordischen Regierungen

Die gemeinsame Plattform der Regierungen Dänemarks, Finnlands, Islands, Norwegens und Schwedens - das Nordic Council - hat gefordert die sogenannte SinList künftig bei der öffentlichen Beschaffung zu berücksichtigen.
Produkte, die gefährliche Stoffe z.B. der SinList enthalten, sollen künftig bei bestehenden Alternativen nicht mehr beschafft werden.
Die SinList ist eine Liste der NGO Vertretung "The International Chemical Secretariat (Chemsec)", die Stoffe enthält, welche aus Sicht der Organisation die Anforderungen nach REACH an einen besonders besorgniserregenden Stoff (SVHC) erfüllen.
Diese Stoffe sollten nach Ansicht von Chemsec möglichst bald auf der Kandidatenliste unter REACH verzeichnet werden und damit weiterführende REACH-Pflichten für Hersteller und Nutzer auslösen.

Die SinList umfasst gegenwärtig 356 Stoffe (Stand Oktober 2009). http://www.chemsec.org/list/sin-database .
Die Kandidatenliste enthält 29 Stoffe (Stand Januar 2010) http://echa.europa.eu/chem_data/authorisation_process/candidate_list_table_en.asp .

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4. Aktivitäten der deutschen Behörden

Der bei der Bundeanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)  angesiedelte Ausschuss für Gefahrstoffe hat zwei neue Bekanntmachungen herausgegeben.
Die Bekanntmachung 408 stellt Bezüge von der neuen CLP Verordnung, zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, zu den nationalen Regeln zum Umgang mit Gefahrstoffen, der Gefahrstoffverordnung und weiterführenden technischen Regeln (TRGS) her.
Die Bekanntmachung hat folgende Gliederung:

  • Anwendungsbereich
  • Begriffsbestimmungen
  • Informationen zu Auswirkungen der CLP-Verordnung
  • Auswirkungen auf Aspekte des Arbeitsschutzes
  • Anlage 1 Beispiele für Einstufung und Kennzeichnung
  • Anlage 2 Gefahrenklassen- und Gefahrenkategorie-Codes
  • Anlage 3 Gefahrenpiktogramme mit Piktogramm-Nummern und Bezeichnungen

Die Bekanntmachung ist hier zu finden
http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/TRGS/Bekanntmachung-408.html?__nnn=true

Die Bekanntmachung 409 behandelt die Schnittstelle von REACH und  Anwendungsbereich

  • Übersicht über die Fragen
  • Das Sicherheitsdatenblatt (SDB) als zentrales Instrument der Informationsübermittlung unter REACH
  • Informationen des (erweiterten) Sicherheitsdatenblatts für den Arbeitsschutz: Gefährdungsbeurteilung und Ableitung von Schutzmaßnahmen
  • Verhältnis DNEL zu AGW
  • Risikomanagementmaßnahmen gemäß Sicherheitsdatenblatt und Schutzmaß-nahmen gemäß Gefährdungsbeurteilung
  • Sonstige Informationen unter REACH
  • Zulassung, Substitution, Beschränkung
  • Anlage 1 Abkürzungen und Begriffe
  • Anlage 2 Checkliste der TRGS 400"Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen" zur Anwendung mitgelieferter Gefährdungsbeurteilungen nach § 7 Abs. 7 GefStoffV, erweitert um Spalte "Kapitel im SDB oder ES"

Der Leser erhält die Informationen in der Form einer Sammlung von Fragen mit zugehörigen Antworten. Bei der Bekanntmachung 409 handelt es sich um eine Vorabveröffentlichung. Die endgültige Version ist die im "Gemeinsamen Ministerialblatt" (GMBl) veröffentlichte (noch nicht erfolgt).
Die Bekanntmachung ist hier zu finden
http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/AGS/Neues-vom-AGS.html?__nnn=true

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5. Fachkonferenz: Implementing the GHS (in Englisch)

Termin:   26. + 27 April 2010  

Start 08:50 Uhr am 26.04.
Ende 14.45 Uhr am 27.04.2010
 
Veranstaltungsort:

Köln: Park Inn Köln City-West, Innere Kanalstr. 15, 50823 Köln

Anmeldung unter:

http://www.akademie-fresenius.de/konferenz/output.php?thema=4&kurs=212

Art der Veranstaltung:

Fachkonferenz (Sprache englisch)

Themen:

  • Transition to the new EU legislation
    • CLP Regulation from the Commission´s viewpoint
    • ECHA experiences in handling dossiers and explanation of the ECHA
    • IT reporting tool
    • Changes in the way hazards are classified

  •  Practical issues
    • Practical solutions to a global problem
    • experiences from industry
    • Notification requirements (content, process, timing)
    • Impact on the transport of dangerous goods
    • IT systems  regulatory change management

  •  Impact on the consumer sector
    • Consequences of detergents and mainenance products
    • The battle for space on the label in the coatings and printing ink industry

  • Update on the Global GHS situation GHS implementation in Southeast Asia and North America
    • UNECE future plans for GHS






 

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