Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg - Newsletter, Ausgabe 2011-07

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg. Ein Projekt, welches die Wirtschaftsakteure in der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH unterstützt.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach-hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:


Neues aus der ECHA


1. "Stoffe in Erzeugnissen" als einfacher Kurzleitfaden

Zur besseren Information der Erzeugnisproduzenten und Importeure hat die europäischen Chemikalienagentur (ECHA) nun die Leitlinie zu Stoffen in Erzeugnissen in Form eines Kurzleitfadens heraus gebracht.
Darin werden komprimiert auf 17 Seiten die REACH-Regeln für Stoffe in Erzeugnissen dargestellt. Zudem ist der Leitfaden in den 22 EU- Sprachen erhältlich.
Man bekommt den Leitfaden unter folgendem Link bei der ECHA (in Deutsch): http://guidance.echa.europa.eu/docs/guidance_document/nutshell_guidance_articles2_de.pdf
Auch die Langversion der Leitlinie ist jetzt in allen 22 Sprachen erhältlich. Die deutsche Fassung ist hier zu bekommen: http://guidance.echa.europa.eu/public-2/getdoc.php?file=articles_de


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2. Leitlinie zu Sicherheitsdatenblättern an CARACAL weitergeleitet

Die Leitlinie zur sachgemäßen Erstellung von Sicherheitsdatenblättern nach den Vorgaben von REACH ist in die nächste Stufe der Abstimmung gelangt. Es ist bereits der vierte Entwurf dieser Leitlinie, was auf die Komplexität der Thematik hindeutet.
Der Entwurf wird nun durch das CARACAL, den Ausschuss der Vollzugsbehörden der Mitgliedsstaaten überprüft und kommentiert. Zahlreiche Fragen werden immer noch im Detail diskutiert, wie auch die vorherigen Beratungsrunden mit den veröffentlichten Kommentaren zeigen.
Den derzeitigen Stand der Diskussion finden Sie unter folgender Webadresse: http://guidance.echa.europa.eu/docs/draft_documents/fourth_draft_sds_Guidance_july_2011.pdf
Die vorangegangenen Kommentare hier: http://guidance.echa.europa.eu/docs/draft_documents/sds_guidance_msc_and_forum_comments_july_2011.xls


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3. Neue Vorschläge für Kandidatenliste zu Anfang August erwartet

Mit Beginn des Monats August werden zahlreiche neue Vorschläge der ECHA und der Mitgliedstaaten für die Aufnahme neuer Stoffe auf die Kandidatenliste erwartet. Insgesamt werden auf der sogenannten "Registry of intentions" zwanzig Dossiers zu neuen Stoffen angekündigt, die dann nach der Konsultationsphase bei einer Aktualisierung auf die Kandidatenliste aufgenommen werden können.
Die "Registry of intentions" ist eine Liste in der die Mitgliedsstaaten und die ECHA ankündigen, zu welchen Stoffen gerade Dossiers erstellt werden. Hier kann man sich frühzeitig informieren, ob gerade Aktivitäten zu einem bestimmten Stoff laufen. Solche Aktivitäten können sein:

  • Erstellung eines Dossiers für eine harmonisierte Einstufung & Kennzeichnung nach der CLP-Verordnung
  • Aufnahme eines Stoffes in die Kandidatenliste
  • Beschränkung eines Stoffes nach den Regeln von REACH (Aufnahme in Anhang XVII)

Bei allen Stoffen, bis auf einen, handelt es sich um CMR-Stoffe (krebserregend, mutagen und reproduktionstoxisch). Erstmalig soll ein Stoff nach Artikel 57 (f) auf die Liste aufgenommen werden. Das umfasst alle Stoffe, die keinem der feststehenden Kriterien CMR oder PBT (persistent, bioakkumulierend, toxisch) oder vPvB (sehr persistent, sehr bioakkumulierend) entsprechen, die aber dennoch gleichermaßen Anlass zur Besorgnis geben. Bei dem Stoff handelt es sich um 4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)phenol oder 4-tert-Octylphenol. Das Dossier wird von den deutschen Behörden erarbeitet.
Das "Registry of intentions" ist zu finden unter: http://echa.europa.eu/chem_data/reg_int_tables/reg_int_en.asp?sortby=Expected_submission_date&substance_type=SVHC&substance_state=current


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Neues von nationalen Behörden ,Verbänden, NGOs


1. REACH CLP Helpdesk veröffentlicht Übersicht der Länderzuständigkeiten für REACH

Das nationale REACH-CLP Helpdesk Deutschlands hat eine Übersicht der Länderzuständigkeiten für den REACH Vollzug bezogen auf die Pflichten zu Kandidatenstoffen in Erzeugnissen veröffentlicht. Zum Teil werden direkt Behörden mit Kontaktdaten benannt, zum Teil werden aber auch Vorgehensweisen für die Ermittlung Behörde für einen konkreten Fall beschrieben.

Die aufgeführten Stellen sind Ansprechpartner, wenn Unternehmen oder Verbraucher anzeigen wollen, dass ein Erzeugnis ohne entsprechende Information geliefert wurde (bei Verbrauchern muss zuvor eine Anfrage an den Lieferanten gestellt worden sein) und im Verdacht steht, einen Stoff der Kandidatenliste zu enthalten.

Hintergrund der verschiedenen Vorgehensweisen ist, dass die EU den Vollzug der REACH-Pflichten in die Hände der Mitgliedsstaaten gelegt hat und in Deutschland die Pflichten von Länderbehörden erfüllt werden. Hier bestehen aber unterschiedliche Zuschnitte der Verantwortlichkeiten und auch der Vollzugsebenen.

Die Übersicht ist zu finden im REACH-CLP Helpdesk der BAuA unter: http://www.reach-clp-helpdesk.de/reach/de/Themen/Auskunftsrecht/Auskunftsrecht.html


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2. Verband der europäischen Automobilhersteller veröffentlicht aktualisierten REACH Leitfaden

Der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) hat eine neue Version seines branchenspezifischen Leitfadens veröffentlicht.

Der Leitfaden hat seinen Schwerpunkt auf Fragen zu Stoffen in Erzeugnissen und Management der Informationen in der Lieferkette, sowie in den Pflichten Nachgeschalteter Anwender. Daneben enthält das Paket Musterbriefe zur Kommunikation zu Stoffen in Erzeugnissen, Musterblätter mit Informationen nationaler Verbände oder zu Pflichten bezüglich der Sicherheitsdatenblätter und Ähnliches, mit dem man seine Lieferanten oder Kunden über einzelne REACH Aktivitäten informieren kann.

Der Leitfaden ist gegenwärtig nur in Englisch erhältlich, es ist aber eine Übersetzung in Deutsch, Französisch, Japanisch, Chinesisch und Koreanisch angestrebt, um die Informationen auch in anderen Ländern mit großen Automobilindustrien verbreiten zu können.

Den Leitfaden erhalten sie hier: www.acea.be/news/news_detail/reach_guideline/


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3. CEFIC: Reach Implementation Workshop IX

Im Juni dieses Jahres hat der Industrieverband CEFIC unter Beteiligung eigener Experten, Vertreter der ECHA und anderer Verbände und Unternehmen einen Workshop mit aktuellen Themen abgehalten. Unter anderem wurden die Themen Zulassung, Zwischenprodukte und Sicherheitsdatenblätter angesprochen.
Daneben gab es Berichte über Aktivitäten, die sich an die erste Registrierungsphase angeschlossen haben. Dazu hielten Vertreter der ECHA, der Registranten, des Verbandes der Nachgeschalteten Anwender und der Metallhersteller Vorträge.
Die Vortragsunterlagen sind bei der CEFIC erhältlich unter: http://www.cefic.org/Industry-support/Implementing-reach/REACH-Workshops/Reach-Implementation-Workshop-IX---Presentations/


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4. CEFIC Standardbrief für die Anfrage nach der vollständigen Registrierungsnummer im Sicherheitsdatenblatt

REACH fordert von Lieferanten von gefährlichen Stoffen und Gemischen ein Sicherheitsdatenblatt.
Die Registrierungsnummer muss bei registrierungspflichtigen Stoffen im Sicherheitsdatenblatt angegeben werden (Abschnitt 1 des Sicherheitsdatenblatts). Es darf jedoch der firmenspezifische Teil (die letzten vier Ziffern) der Nummer weggelassen werden (Abschnitt 1.1, Absatz 5).
Weiter muss jedoch sichergestellt sein, dass der Ersteller des Sicherheitsdatenblatts gegenüber Behörden jederzeit Auskunft über die vollständige Registrierungsnummer geben kann.
Er kann diese Informationen entweder selber vorhalten oder, sollten der Lieferant sie ihm nicht mitgeteilt haben, die behördliche Anfrage an seinen Lieferanten weiterleiten. Die Informationen des Lieferanten müssen innerhalb von 7 Tagen übermittelt werden. Liegen auch dem Lieferanten die Informationen nicht vor, wird die Anfrage in der Kette weitergereicht und die Behörde informiert. Diese Pflicht besteht auch für registrierte Stoffe in Gemischen. Um diese Kommunikation zu standardisieren hat der CEFIC ein Musterschreiben veröffentlicht.
Dieses ist unter folgendem Link erhältlich: http://www.cefic.org/Documents/IndustrySupport/Standard%20letter%20request%20full%20registration%20numbers_060711disclaimer.doc

Aufbau der Registrierungsnummer
Zweistellige Typnummer: 01 steht für Registrierung (05 stand für die Vorregistrierungen)
Zehnstellige Grundnummer
Zweistellige Prüfnummer
vierstellige Nummer für die Teilnehmer einer gemeinsamen Dossiereinreichung – firmenspezifische Nummer
Beispiel:
01-0000000044-88-0000


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Veranstaltungen


1. Sustainable Chemistry – a Challenge and an Opportunity for International Chemicals Management

Veranstalter: UBA, OECD, GIZ und UNIDO
Termin: 06. und 07. Oktober 2011, Start 9.30 - Ende am 08.10. 15.30 Uhr
Ort: Reichstagufer 14, 10117 Berlin
Info & Anmeldung:
Auf dieser Webseite finden Sie weitere Informationen über Kosten, Anmeldung und Ablauf der Konferenz. Die Webseite ist nur auf englisch verfügbar
Zentrale Themen:
Auf der Konferenz sollen neue Entwicklungen und Trends in der nachhaltigen Chemie zu umweltverträglichen und gleichzeitig wirtschaftlich lohnenden Anwendungen, Instrumenten und Konzepten vorgestellt werden.

 


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