Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg - Newsletter, Ausgabe 2011-09

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg. Ein Projekt, welches die Wirtschaftsakteure in der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH unterstützt.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach-hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:

In eigener Sache

REACH-Hamburg Workshop zum Thema Expositionsszenarien


Expositionsszenarien stellen unter REACH ein wichtiges Instrument zur Übermittlung von Informatio¬nen über "sichere" Verwendung und Risikomanagement aus den Stoffsicherheitsbewertungen im Rahmen der Registrierungen hinein in die Lieferkette dar. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass dieses Instrument sowohl bei den Erstellern der Expositionsszenarien als auch bei deren Empfängern einige Probleme macht.
Um die Kenntnisse zu Expositionsszenarien bei den Akteuren der Lieferkette zu etablieren, aber auch die Probleme bei der Einführung aus der Sicht der verschiedenen Rollen unter REACH kennenzuler¬nen, lädt das REACH Hamburg Netzwerk und sein Netzwerkpartner, die Airbus Operations GmbH, Unternehmen in die Produktionsstätte nach Finkenwerder ein, mit Fachexperten und Betriebs¬praktikern das Thema zu diskutieren.
Im Rahmen eines Workshops soll ein grundlegendes Verständnis von Expositionsszenarien und aktuell diskutierten Methoden der Stoffbewertung und zur Konsolidierung geeigneter Informationen in der Lieferkette vermittelt werden. Desweiteren berichten Praktiker aus Unternehmen von den dort ergriffenen Maßnahmen, die von REACH geforderte Kommunikation in der Lieferkette zu organi¬sieren, und über dabei beobachtete Probleme. Am Beispiel der Bau BG soll gezeigt werden, wie branchenspezifische Ansätze Unternehmen bei der Umsetzung von Expositionsszenarien gezielt unterstützen können.
Vorab wird im Rahmen einer Besichtigung der Airbus Produktionsstätten in das Thema Umweltschutz im Flugzeugbau im Allgemeinen und Expositionsszenarien im Speziellen eingeführt.

Ein vorläufiges Programm erhalten sie hier und weitere Informationen auch auf  der REACH-Hamburg Internetseite unter dem Punkt Veranstaltungen regional.

Veranstalter: REACH-Hamburg Netzwerk in Zusammenarbeit mit Airbus Operations GmbH
Wann: 01. November 2011 von 9:30 – 17: 30 Uhr
Veranstaltungsart: Informationsveranstaltung mit Diskussionsanteil
Veranstaltungsort: Airbus Operations GmbH, Hamburg – Finkenwerder, Kreetslag 10, 21129 Hamburg
Info & Anmeldung: Anmeldung unter reach-hamburg@oekopol.de

  • Unternehmen,
  • Namen der Teilnehmer(in),
  • Kontaktadresse
  • Teilnahme an der Airbus Werksführung

Besonderer Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung auf dem gesicherten Werksgelände der Firma Airbus stattfinden wird. Sie müssen sich bei Eintritt auf das Gelände mittels Personalausweis anmelden. Ihr Auto muss außerhalb des Geländes abgestellt werden. Ein Bustransfer zum eigentlichen Veranstal¬tungsgebäude wird organisiert. Einen genauen Anfahrtsplan zu der Veranstaltung erhalten Sie mit der Rechnung.
(bitte beachten Sie: Einlass nur mit gültigem Ausweisdokument – Personalausweis, Reisepass!)
Teilnahmebedingungen: Es wird ein Kostenbeitrag von 75,-€ zzgl. UmSt. pro Teilnehmer(in) erhoben.
Für Rückfragen: Olaf Wirth, Silke Detlefs, Ökopol Institut, 040 39 100 20

 

Nach oben

Neues aus der ECHA

1. ECHA Kampagne "ACT NOW! REACH 2013"

Die ECHA hat infolge der Erfahrungen mit den Registrierungen der ersten Registrierungsphase 2010 Unternehmen der zweiten Registrierungsphase aufgefordert, sich frühzeitig auf den Registrierungs­termin vorzubereiten. In einer Kampagne ACT NOW! REACH 2013, propagiert die ECHA so bald als möglich mit den Vorbereitungen zu beginnen.

Sie hat zur Unterstützung der Akteure eine eigene Internetseite eingerichtet (in Englisch) http://echa.europa.eu/2013_en.asp

Dort wird folgender Zeitverlauf vorgeschlagen um die Registrierung durchzuführen:

  • 3. -4. Quartal 2011: Stoffidentifizierung, Organisation der Datenteilung und Ermittlung der Daten zum Gefahrenpotential
  • 1. -4. Quartal 2012: Stoffsicherheitsbericht
  • 1. Quartal 2013: Dateneinreichung des LEAD Registranten (Lead Submission)
  • 2. Quartal 2013 Dateneinreichung der Teilnehmer der gemeinsamen Registrierung (Member Submission)

Vor allem die Fragen der Stoffidentifizierung sollten von den Unternehmen nicht unterschätzt werden. Es hat sich gezeigt, dass die Qualität gerade dieser Daten in den 2010er Dossiers häufig mangelhaft war. Vor allem ist es auch noch einmal wichtig für die Akteure sich zu vergegenwärtigen, dass die Stoffidentifizierung für die eigenen Stoffe erfolgen muss (also hier keine gemeinsame Datenerstellung erfolgen kann).

Auch die Kommunikation mit den eigenen Kunden ist wichtig. Hier hat die Vergangenheit gezeigt dass, entgegen der eigenen Einschätzung der Registranten, nicht immer alle Verwendungen bekannt und anschließend abgedeckt waren.

Zu verschiedenen Situationen werden auf der Internetseite Hinweise gegeben, welche Aktionen die Akteure durchführen sollten.

Nach oben

2. ECHA Netzwerk zu Expositionsszenarien (ENES)

Die ECHA hat ein neues Netzwerk zum Thema Expositionsszenarien ins Leben gerufen (ENES - Exchange Network on Exposure Scenarios). Das Netzwerk soll Akteure aus allen Ebenen der Lieferkette umfassen, die gemeinsam versuchen, eine angemessene Praxis in Bezug auf die Expositionsszenarien zu etablieren. Dazu sollen unter anderem Beispiele auf einer Internetseite veröffentlicht werden, bei denen die Umsetzung bereits gut vorangeschritten ist. Außerdem soll unter den Teil¬nehmern des Netzwerkes ein Austausch von Informationen und Techniken bei der Erarbeitung der Expositionsszenarien angestrebt werden.
Gegenwärtig wird das Netzwerk von folgenden Organisationen getragen:

ECHA, European Chemical Industry Council (CEFIC), Eurometaux, CONCAWE (Verband der Europäischen Ölfirmen), die European Association of Chemical Distributors (FECC- Verband der Chemikalienhändler) und die International Association for Soaps, Detergents and Maintenance Products (AISE), sowie als Vertreter der Nachgeschalteten Anwender die Organisation DUCC (Downstream Users of Chemicals Coordination Group).

Ein erstes Treffen des Netzwerkes soll am 24. und 25. November 2011 in Brüssel stattfinden. Alle interessierten Kreise werden zu diesem Treffen eingeladen werden.
Näheres findet sich auf den Internetseiten der ECHA unter http://echa.europa.eu/news/na/201109/na_11_44_ENES_en.asp
Als erstes Ergebnis dieses Prozess hat die ECHA zwei Muster von Expositionsszenarien veröffentlicht:

  1. ein Szenario zur Verwendung eines Stoffes in einem Reinigungsprodukt (für den Konsumenten) http://guidance.echa.europa.eu/docs/other_docs/es_for_consumer_20110829.pdf
  2. ein Szenario zur Verwendung eines Stoffes in einer Bodenversiegelung (für den professionellen Nutzer) http://guidance.echa.europa.eu/docs/other_docs/es_professional_use_20110829.pdf

Nach oben

3. ECHA löscht ungültige Vorregistrierungen und veröffentlicht Liste mit nicht registrierten Stoffen

Die ECHA hat in den letzten Monaten die REACH-IT bereinigt und ungültige Vorregistrierungen gelöscht. Außerdem hat sie eine Liste mit Stoffen veröffentlicht, die entgegen der ursprünglichen Ankündigung nicht 2010 registriert wurden. So weit als möglich wurden hierfür versucht Gründe anzugeben.
So sind ein Teil der Stoffe deshalb nicht registriert worden, weil das ursprünglich erwartete Mengenband der Unternehmen nicht erreicht wurde und nun eine spätere Registrierungsfrist zu treffen war. Andere wurden nicht registriert, weil eine Klärung im Rahmen der Vorbereitung der REACH Registrierung ergeben hat, dass hier generelle Ausnahmen von REACH zutreffen (z.B. Fette und Öle nur für die Verwendung als Futtermittel oder auch wenn der Naturstoffbegriff erfüllt wurde). Bei anderen Stoffen haben die Akteure im Rahmen der Stoffidentifizierung festgestellt, dass eine andere EC-Nummer einschlägig wird und dann die Registrierung ihres Produkts unter dieser Nummer durchgeführt.
Nachgeschaltete Anwender, die überprüfen wollen, welchen Status ihr benötigter Stoff hat, sollten diese Liste konsultieren.
Zur Löschung einer Vorregistrierung konnte es in folgenden Fällen kommen:

  • Der Inhaber der Vorregistrierung hat eine Löschung beantragt
  • Die Vorregistrierung gehörte zu einer Ausnahme nach Anhang IV
  • Im Rahmen einer Überprüfung der Behörden in den Mitgliedsstaaten ergab sich, dass die Akteure keinen Vertreter in der EU hatten oder dieser nicht auffindbar war
  • Vorregistrierungen von Legal Entities, deren IT Accounts gesperrt waren, durch und für die niemals wieder ein Antrag auf Freischaltung gestellt wurde

Weiteres dazu bei der ECHA unter: http://echa.europa.eu/news/na/201109/na_11_42_removal_of_pre-registrations_en.asp
und
http://echa.europa.eu/news/na/201109/na_11_41_substances_not_registered_20110921_en.asp

Nach oben

4. Leitlinien zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern und zur Expositionsbewertung veröffentlicht

Anfang September ist die Leitlinie der ECHA zur Erstellung der Sicherheitsdatenblätter veröffentlicht worden. Diese Leitlinie war lange erwartet worden und ist ein wichtiges Hilfsmitte für die Akteure unter REACH und auch CLP. Gegenwärtig gibt es die Leitlinie nur als englische Version.
Die Leitlinie ist erhältlich bei der ECHA unter: http://guidance.echa.europa.eu/docs/guidance_document/sds_en.pdf
Ein weiteres Leitliniendokument, das veröffentlicht wurde, ist die Leitlinie zum Scope der Expositionsbewertung. Darin werden zwei grundlegende Sachverhalte geklärt, welche in der Vergangenheit kontrovers diskutiert wurden:

  1. Die Expositionsbewertung soll sich auf alle Expositionsrouten, toxikologischen Effekte und Umweltschutzziele beziehen, die im Rahmen der Gefahrenbewertung identifiziert wurden.
  2. Die Expositionsbewertung soll alle Gefahren umfassen, nicht nur diejenigen, für die eine Einstu¬fungskategorie besteht oder ein Verhältnis der Dosis/Wirkungsbeziehung zu einer Einstufung führt (also z.B. Gefahren für terrestrische Lebewesen werden beobachtet, diese sind kein Kriterium für eine Einstufung).

Die Leitlinie ist erhältlich unter:
guidance.echa.europa.eu/docs/guidance_document/information_requirements_part_b_en.pdf

Nach oben

Neues von nationalen Behörden ,Verbänden, NGOs

1. REACH-CLP Helpdesk veröffentlicht Fragen und Antworten zu Beschränkungen unter Anhang XVII REACH

Der deutsche REACH-CLP Helpdesk hat eine Sammlung von häufig gestellten Fragen zu den Beschränkungen des Anhang XVII auf Deutsch veröffentlicht. Die Arbeiten wurden zuvor auf internationaler Ebene zwischen ECHA und Behörden der Mitgliedstaaten abgestimmt und sollen die Akteure unter REACH bei der Umsetzung der Beschränkungen unterstützen.
Die Fragen und Antworten sind im Internet beim REACH-CLP Helpdesk verfügbar unter: http://www.reach-clp-helpdesk.de/reach/de/Downloads/Uebersetzung-FAQ-Beschraenkung.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Nach oben

2. CEFIC aktualisiert und ergänzt zahlreiche Unterstützungsmaterialien für die 2013 Registrierungsphase:

Der Verband der chemischen Industrie CEFIC hat mit Hinblick auf den nächsten Registrierungs-stichtag eine Anzahl neuer Dokumente veröffentlicht, um die Akteure bei der Organisation ihrer Arbeit in den SIEFs zu unterstützen. Diese sind:

Viele dieser Dokumente wurden bereits in der vorigen Registrierungsphase eingesetzt und haben sich dort bewährt und sind allgemein akzeptierte Basis der SIEF Arbeiten geworden. Von daher empfiehlt es sich, sich mit diesen Dokumenten vertraut zu machen. Ein weiteres weit verbreitetes Dokument ist eine Vorlage für eine Vereinbarung innerhalb des SIEF, die so oder in leicht abgewandelter Form vielfach eingesetzt wurde. Diese wurde bereits auf die 2. Registrierungsphase angepasst:
http://www.cefic.org/Documents/IndustrySupport/Cefic_model_consortium_new%20consortia2regphase_final160711.doc

Nach oben

Bereiten Sie sich auf die Meldung an das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis vor!