Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg - Sonder-Newsletter, Ausgabe 2011-10a

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg. Ein Projekt, welches die Wirtschaftsakteure in der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH unterstützt.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach-hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

In eigener Sache, hier ein Sonder-Newsletter für die REACH-Hamburg Veranstaltung : REACH –  Sicherheitsdatenblätter und Expositionsszenarien

Es sind noch Restplätze frei!


Der Workshop

REACH –  Sicherheitsdatenblätter und Expositionsszenarien
Fachworkshop

Hamburg ist in diesem Jahr die Umwelthauptstadt Europas. REACH, das neue europäische Chemikaliengesetz, wurde erlassen um Mensch und Umwelt besser vor den Gefahren im Umgang mit chemischen Stoffen zu schützen. Vor diesem Hintergrund nimmt auch die Hamburger Wirtschaft ihre Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft ganz besonders wahr und möchte Verantwortliche aus Unternehmen der Herstellung, des Handels und der Anwendung von chemischen Stoffen über die derzeitigen Entwicklungen auf dem Feld der Informationsweitergabe zu diesen Stoffen informieren.
Aus diesem Grund lädt Sie AIRBUS und das REACH-Hamburg Netzwerk zu einem Workshop auf dem Airbus Produktionsgelände in Finkenwerder ein. Lernen Sie mehr zum Thema Exposition gegenüber Chemikalien bei einer Besichtigung der Flugzeugproduktionsstätten. Folgen Sie anschließend den Fachvorträgen der Experten und lernen Sie den aktuellen Stand der Umsetzung bezüglich der Weiter¬gabe von Informationen in der Lieferkette kennen.
AIRBUS und das REACH Hamburg Netzwerk würden sich freuen Sie zu dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen.


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Der Hintergrund

REACH hat das Ziel die Handhabung gefährlicher Stoffe in der gesamten Lieferkette sicherer für Mensch und Umwelt zu machen. Dazu verpflichtet es die Registranten chemischer Stoffe mit gefährlichen Merkmalen ab einem Herstellungs-/Importvolumen von mehr als 10 Tonnen pro Akteur und Jahr eine Stoffsicherheitsbeurteilung (Chemical Safety Assessment – CSA) durchzuführen.
Im CSA soll anhand von bekannten Daten zu den Stoffeigenschaften und einer Beschreibung der Verwendungsbedingungen (sogenannte „operational conditions“ – OC) bewertet werden, ob eine solche Verwendung sicher ist. Nur wenn das Ergebnis dieser Bewertung lautet: ‚Ja, die Verwendung ist sicher‘, darf sie als solche weiter durchgeführt werden. Sind Verwendungen nicht sicher, kann der Registrant zusätzliche Risikominderungsmaßnahmen (RMM) in seine Betrachtungen einbeziehen und diese den Anwendern empfehlen. Die Gesamtheit der OC und der RMM unter denen der Stoff sicher verwendet werden kann, werden „Conditions of Safe Use“ genannt. Der CSA wird im Stoffsicherheits¬bericht (Chemical Safety Report – CSR) dokumentiert und im Rahmen der Registrierung bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA eingereicht.
Neben den bisher dargestellten Pflichten der Registranten bei der Registrierung formuliert REACH auch Anforderungen bei der Kommunikation der „Conditions of Safe Use“ an die Nachgeschalteten Anwender.
Die klassische Kommunikation von gefährlichen Eigenschaften chemischer Stoffe erfolgt mit dem Sicherheitsdatenblatt (SDB). Das ist auch unter REACH nach wie vor so. Darüber hinaus legt REACH fest, dass in Fällen, in denen ein CSR erstellt werden muss, die Informationen daraus in der Liefer¬kette kommuniziert werden müssen. Das Format, in dem dies geschieht, ist das sogenannte Expositionsszenario (ES). Das ES enthält die „Conditions of Safe Use“ und die Vorgehensweise bei der Bewertung für eine Verwendung bzw. Verwendungskategorien. Die ES werden dem SDB angehängt, es wird so zu einem sogenannten erweiterten SDB oder eSDB.
REACH soll die gesamte Lieferkette umfassen. Daher müssen auch Empfänger von eSDB die erhaltenen Informationen in ihren Betrieben berücksichtigen und außerdem die Informationen weitergeben, soweit sie wiederum für ihre Kunden Relevanz haben. Wie sie dies tun, in Form von weiterreichen der erhaltenen ES, einer Konsolidierung der erhaltenen ES zu einem für ein Gemisch oder die Integration der Informationen in die Kapitel des SDB ist stark von der Rolle des Akteurs in der Lieferkette abhängig.
Neben diesen eher inhaltlichen Fragestellungen beinhaltet die Übermittlung von Informationen natürlich auch immer technische Aspekte. So setzt die bisher übliche Form der Bereitstellung von SDB in Papierform oder elektronisch als PDF ein hohes Maß an manueller Bearbeitung von Informationen voraus. Hier bringt die zunehmende Informationsfülle, welche REACH liefert, einen zunehmenden Wunsch nach EDV gestützter Datenverarbeitung mit sich.
Alle diese Themen wurden in den letzten Monaten von zahlreichen Akteuren in Industrie und Behör¬den fortentwickelt und es wurde versucht Lösungen für die Praxis zu implementieren. Der Stand dieser Bemühungen soll in diesem Workshop vorgestellt werden.


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Das Programm

Vorläufiges Programm
Moderation: Dirk Jepsen, Ökopol GmbH

9:30 – 9:45    Begrüßung und Einführung
Joachim Sauer, Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor von Airbus Operations GmbH
9.45 – 10.00    Präsentation Umweltschutz im Flugzeugbau
Dr. Bernd Kisilowski, Head of Environment Airbus Operations GmbH und Head of Industrial Operations
9:45 – 12:00    Expositionsszenarien in der Praxis: Werksführung durch die Produktionsstätte in Finkenwerder Fokus Umweltschutz im Flugzeugbau
12:00 – 12:45    Mittagsimbiss
12:45 – 13:00    Erläuterung zum Ablauf
Dirk Jepsen, Ökopol GmbH, Hamburg
13:00 – 13:30    Einführung in die Grundlagen REACH – Sicherheitsdatenblätter, Expositionsszenarien
Olaf Wirth, Ökopol GmbH, Hamburg
13:30 – 14:15    Zweck und Aufgabe des Expositionsszenarios im Kontext von REACH
Andreas Ahrens angefragt, ECHA, Helsinki
14:15 – 15:05    Erstellung von Expositionsszenarien – Erfahrungsberichte aus der Praxis

  • Informationsweitergabe aus der REACH Registrierung bei einem Chemikalienhändler
    Peter Brandhofer, Helm AG
  • Informationsweitergabe aus der REACH Registrierung bei einem KMU Dr. Heiko Thoms/ Jana Bewersdorff, Lehmann & Voss

15:05 – 15:20    Kaffeepause
15:20 – 16:10    Informationen auf der Stufe des Nachgeschalteten Anwenders

  • Informationen in der Lieferkette aus Sicht des Formulierers
    Kerstin Heitmann, UMCO
  • Der Endanwender - Umsetzung von Informationen aus der Lieferkette Janna Schröder, Lufthansa Technik

16:10 – 16:50    Methoden der Bewertung von Gemischen und der Informationsweitergabe in der Wertschöpfungskette
Antonia Reihlen, Ökopol GmbH, Hamburg
16:50 – 17:30    Endanwender und Expositionsszenarien - Umsetzung von Expositionsinformationen mittels Branchenlösungen am Beispiel des Bausektors
Norbert Kluger, BG Bau
17:30    Abschluss des Workshops


Die Veranstaltungsinformationen

Termin:
01. November 2011, 9:30 bis 17:30 Uhr; Airbus, Kreetslag 10, 21129 Hamburg
Veranstalter:
REACH Hamburg Kompetenznetzwerk (siehe auch: www.reach.hamburg.de)
Netzwerk aus Hamburger Unternehmen, Behörden, Verbänden, und Fachexperten zur kooperativen Unterstützung bei der Umsetzung der Anforderungen von REACH.
In Kooperation mit der AIRBUS Operations GmbH
Veranstaltungstyp:
Informationsveranstaltung mit Raum für Fragen, Diskussionen und Erfahrungsaustausch
Zielgruppe:
Fachbereiche und Entscheidungsverantwortliche sowie REACH Beauftragte aus Unternehmen (Lieferanten chemischer Stoffe und Nachgeschaltete Anwender), die mit der Erstellung von Sicherheitsdatenblättern und/oder der Umsetzung der Anforderungen aus Sicherheitsdatenblättern und Expositionsszenarien befasst sind.
Selbstverständlich steht auch Nicht-HamburgerUnternehmen die Teilnahme an dem Workshop frei!
Den Teilnehmenden sollten nach Möglichkeit bereits mit den grundlegenden REACH Mechanismen vertraut sein.
Zentrale Themen:
Fachexperten und Betriebspraktiker geben Informationen zu:

  • Grundlagen zu Kommunikation in der Lieferkette unter REACH
    REACH erfordert die Erstellung neuer Instrumente wie die Expositionsszenarien – wann und zu welchem Zeitpunkt ein solches Expositionsszenarium erstellt werden muss ist jedoch nicht immer klar zu beantworten und bedarf der Kenntnis der REACH Rollen und Zeitläufe
  • Anforderungen an die Weitergabe von Informationen für Gemische in der Lieferkette
    Wie müssen Informationen in der Lieferkette weitergegeben werden, welche Möglichkeiten zur Aufbereitung von Informationen fordert REACH?
  • Praktische Aspekte
    Erfahrungen mit der Erstellung, Weitergabe und Umsetzung von Expositionsszenarien
  • Erfahrungsaustausch
    Erste Berichte zu den aktuellen Diskussionen in der Praxis


Anmeldung
:
Per E-Mail an: reach-hamburg@oekopol.de
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, bitte

  • Unternehmen,
  • Namen der Teilnehmer(in),
  • Kontaktadresse
  • Teilnahme an der Airbus Werksführung

bei der Anmeldung angeben.
Es wird ein Kostenbeitrag von 75,-€ zzgl. UmSt. pro Teilnehmer(in) erhoben .
Für Rückfragen:
Olaf Wirth, Dirk Jepsen, Silke Detlefs, Ökopol Institut, 040 39 100 20

Besonderer Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung auf dem gesicherten Werksgelände der Firma Airbus stattfinden wird. Sie müssen sich bei Eintritt auf das Gelände mittels gültigem Personalausweis identifizieren. Ihr Auto muss außerhalb des Geländes abgestellt werden. Ein Bustransfer zum eigentlichen Veranstaltungsgebäude wird organisiert.


Bereiten Sie sich auf die Meldung an das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis vor!