Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg - Newsletter, Ausgabe 2011-12

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg. Ein Projekt, welches die Wirtschaftsakteure in der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH unterstützt.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach-hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Mit dieser letzten Ausgabe im Jahr 2011 wünschen wir Ihnen eine schöne, besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012!

Die aktuellen Meldungen im Überblick:

Neues aus der ECHA

1. ECHA mit neuem Internetauftritt

Die ECHA hat einen neuen Internetauftritt. Dies soll für die Nutzer eine bessere Auffindbarkeit der Inhalte gewährleisten. Weiterhin sind jedoch nicht alle Inhalte in mehreren Sprachen verfügbar. Die Hauptsprache der Seite bleibt Englisch. Künftig erreichen Sie die Startseite unter: http://echa.europa.eu/  

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2. Neue Stoffe auf die Kandidatenliste aufgenommen

Das Mitgliedsstaatenkomitee hat einstimmig beschlossen weitere Stoffe auf die Kandidatenliste aufzunehmen. Darunter befindet sich auch Octylphenol, welches als erster Stoff nach Artikel 57 (f) als gleichermaßen besorgniserregender Stoff aufgenommen wird. Es befindet sich unter anderem in Klebstoffen.
Insgesamt werden 20 neue Stoffe auf die Liste aufgenommen. Bei einem Teil der Stoffe musste das Komitee nicht abstimmen, da keine Kommentare eingegangen waren, was zu einer automatischen Aufnahme der Stoffe führt. Die Aktualisierung der Liste wird in Kürze erfolgen.
Zu finden ist sie künftig unter: http://echa.europa.eu/web/guest/candidate-list-table
Die neu aufgenommen Stoffe werden sein:

Stoffname

EC Nummer

CAS Nummer

Grund für die Aufnahme

Verwendung

Calciumarsenat (Ca3As2O8)

231-904-5

7778-44-1

CMR

Fällungsreagenz in der Kupferverhüttung, Herstellung von Arsentrioxid (As2O3)

2-Methoxyanilin (o-Anisidin, C7H9NO)

201-963-1

90-04-0

CMR

Farb- und Pigmentherstellung (Azo- und Naphtholfarbstoffe); als Prozesshilfsmittel; außerhalb der EU möglicherweise auch zur Herstellung von Vanillin

Phenolphthalein

201-004-7

77-09-8

CMR

Weite Verbreitung als Laborreagenz (pH-Indikator); seltener pharmazeutische Erzeugnisse und Kosmetik

N,N-Dimethylacetamid (DMAC)

204-826-4

127-19-5

CMR

Lösungsmittel in der Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen, Polymeren, Agrarchemikalien, Textilen, auch Laboranwendungen

Zirkonoxidaluminiumoxid-Keramikfasern (Zirconia Aluminosilicat Refractory Ceramic Fibres (Zr-RCF))

-

-

CMR

Feuerfeste Hochleistungskeramikfasern

Pentazinkchromatoktahydroxid, Tetrahydroxozinkchromat, Alkalifreies Zinkgelb,  CrH8O12Zn5

256-418-0

49663-84-5

CMR

Gehört zur Zinkchromat-Substanzfamilie; gelbes Pigment, Korrosionsschutz, als Haftgrundmittel

Bleistyphnat, Blei-2,4,6-trinitroresorcinat (C6HN3O8Pb)

239-290-0

15245-44-0

CMR

Als Initialsprengstoffin Zündkapseln für Pyrotechnik sowie in ziviler und militärischer Munition

Bleidipicrat, 2,4,6-Trinitrophenolblei (C12H4N6O14Pb)

229-335-2

6477-64-1

CMR

Stoßempfindlicher Initialsprengstoff, mittlerweile oft durch Bleistyphnat ersetzt

Blei(II)-arsenat, (Pb3(AsO4)2)

222-979-5

3687-31-8

CMR

Herstellung von Arsentrioxid (As2O3)

Diethylenglykoldimethylether
Bis(2-methoxyethyl)ether, Diglyme
,
DEGDME (C6H14O3)

203-924-4

111-96-6

CMR

Labor-Lösungsmittel; pharmazeutischer Inhaltsstoff; Additiv in Kraftstoffen; Herstellung von Halbleiter-Chips, Photolithographie

Formaldehyde, oligomeric reaction products with aniline (technical MDA = technisches Methylendianilin)

500-036-1

25214-70-4

CMR

Als Härter in der Herstellung von Epoxidahrzen, Klebstoffen und Gußformen, Hochleistungspolymere; Vorstufe von Methylendiphenyldiisocyanat

(MDI)

Kaliumhydroxyoctaoxodizincatdichromat , Zinkkaliumchromat , Zinkgelb (HCr2KO9Zn2)

234-329-8

11103-86-9

CMR

Gehört zur Zinkchromat-Substanzfamilie, ähnliche Verwendung wie Strontiumchromat, als Korrosionsschutz, als Haftgrundmittel

Chrom(III)-chromat, (Cr5O12)

246-356-2

24613-89-6

CMR

Verwendung in der zivilen und militärischen Luft-und Raumfahrt, Stahlproduktion

Bis(2-methoxyethyl)phthalat
Phthalsäuredimethoxyethylester , DMEP (C14H18O6)

204-212-6

117-82-8

CMR

Weichmacher in Kunststoffen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen

Alumosilicat-Keramikfasern (Aluminosilicate Refractory Ceramic Fibres (RCF))

-

-

CMR

Analoge Verwendung wie Zr-RCF als feuerfeste Hochleistungskeramikfasern

2,2'-Dichlor-4,4'-methylendianilin (MOCA, C13H12Cl2N2)

202-918-9

101-14-4

CMR

Hauptsächlich zur Produktion von Polyurethanen z.B. als Härter oder Vernetzer; Laborchemikalie

1,2-Dichlorethan (C2 H4Cl2)

203-458-1

107-06-2

CMR

Produktion von Vinylchlorid als Vorstufe für PVC; Lösungsmittel

Bleiazid, Bleidiazid (PbN6)

236-542-1

13424-46-9

CMR

Initialsprengstoff in pyrotechnischen Elementen, sowie für zivile und militärische Sprengkapseln

Arsensäure (H3AsO4)

231-901-9

7778-39-4

CMR

Als Klärmittel in der Glasverhüttung; in der Produktion von Kupferfolie zur Herstellung von Platinen

4-tert-Octylphenol, 4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol (C14H22O)

205-426-2

140-66-9

equivalent concern

Zur Herstellung von Phenolharzen (Kunststoff) u.a. für Beschichtungen, Farben, Lacke und Klebstoffe; als Vorstufe für die Herstellung von Octylphenolethoxylaten (nicht-ionische Tenside)

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3. ECHA veröffentlicht die Leitlinie zur Gefahrenbewertung in 22 EU Sprachen

Die ECHA hat nun den Teil der Leitlinie zur Erstellung des Stoffsicherheitsberichtes (Teil B): Gefahrenbewertung (hazard assessment) in die 22 EU-Sprachen übersetzt.
Dieser Teil der Leitlinie wurde im Sommer 2011 überarbeitet und stellt einen der Übersichtsteile dieser Leitlinien dar. Zu bestimmten Themen gibt es weitere Detailleitlinien. Wichtige inhaltliche Punkte sind:

  • Informationsanforderungen zu den intrinsischen gefährlichen Eigenschaften
  • Informationssammlung
  • Non-Testing Methoden
  • Integrierter Testansatz
  • Charakterisierung von Gefahren und Ableitung von Schwellenwerten (menschliche Gesundheit: Derived No Effect Level – DNEL und Umwelt: Predicted No Effect Concentration – PNEC)

Die Leitlinie erhalten Sie hier.

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4. ECHA weitet Ausbildungsprogramm für angehende Chemikalienregulatoren aus

Die ECHA hat ein Ausbildungsprogramm ins Leben gerufen, welches zum Ziel hat, qualifiziertes Personal für Behörden und die Industrie bereit zu stellen, um den Aufgaben der Chemikalienregulierung gerecht zu werden.
Zu diesem Zweck hat die ECHA jetzt die Anzahl der Traineeplätze auf 40 ausgeweitet. Das Programm beinhaltet einen Aufenthalt der Trainees von etwa sechs Monaten bei der ECHA und wurde gemeinsam mit der EU Kommission entwickelt.
Die Informationsseiten der ECHA zu diesem Programm sind hier zu finden: http://echa.europa.eu/opportunities/graduate_scheme_en.asp

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5. REACH 2013 Webinar Programm

Zur Unterstützung der Registranten in der zweiten Registrierungsphase 2013 bietet die ECHA erneut zahlreiche sogenannte Webinare an. In diesen Webinaren werden Zusammenhänge für REACH Akteure multimedial online erklärt. Dabei werden in der Regel spezifische Teilaspekte von Aufgaben unter REACH behandelt. Eine Übersicht über die geplanten Aktivitäten findet sich unten stehend. Einige der Angebote richten sich ausschließlich an Lead Registranten, während andere offen für alle Akteure sind. Die Lead Registranten müssen sich vorab als solche bei der ECHA über das Internet anmelden: https://comments.echa.europa.eu/Comments/LeadRegistrantNotification.aspx
Für die offenen Angebote werden mit den Programmen Links zur Anmeldung veröffentlicht. Die Webinare werden aufgezeichnet und später der Allgemeinheit verfügbar gemacht.
Themenschwerpunkt für das Jahr 2012 wird vor allem die Vorbereitung auf Aufgaben im Rahmen der Registrierungen 2013 sein.
http://echa.europa.eu/news/webinars_en.asp

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Neues von nationalen Behörden ,Verbänden, NGOs

1. Auswirkungen von REACH auf die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie und den Binnenmarkt (Konferenz vom 06.12.)

Am 6. 12. hat auf Einladung der EU-Kommission (Generaldirektion Unternehmen & Industrie) eine Konferenz zu den Auswirkungen von REACH auf die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie und den Binnenmarkt stattgefunden. Den Ablauf und die einzelnen Präsentationen der Veranstaltung können Sie hier finden http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/chemicals/reach/events/#h2-1.
Die Veranstaltung diente einem Austausch über die ersten vorläufigen Erkenntnisse einer Studie zu dem Thema, die die KOM bei dem britischen Beratungsunternehmen CSES Ltd in Auftrag gegeben hat. Von besonderem Interesse dürfte daher die Präsentation des CSES-Mitarbeiters Tsamis sein, die u.a. folgende vorläufige Erkenntnisse enthält:

  • Die meisten Rückmeldungen auf die Unternehmensbefragung kamen aus Italien und Deutschland.
  • Der Anteil der Registrierungskosten macht bei 60 % der befragten Unternehmen einen Anteil von weniger als 0,5 % des Jahresumsatzes aus, fällt aber höher aus als ursprünglich angenommen, wobei die Kosten für den "letter of access" besonders ins Gewicht fallen. Überproportional belastet sind KMU (Kostenanteil liegt bei 35 % der befragten KMU über 1 % des Jahresumsatzes).
  • Jedes zweite betroffene Unternehmen (60 % der großen, 40 % der kleinen) hat eine REACH-Unit mit durchschnittlich 2 Vollzeitkräften eingerichtet.  
  • 50 – 60 % der Unternehmen geben die Kosten nicht an ihre Kunden weiter sondern reduzieren ihre Gewinnmarge.
  • 16 % der Hersteller und 37 % der Importeure haben ihr Produktportfolio, andere haben die Anzahl ihrer Zulieferer reduziert.
  • Es sind keine spürbaren Auswirkungen auf den innereuropäischen und den internationalen Handel erkennbar.
  • Die Registrierung hat bislang nur begrenzte neue Erkenntnisse über Substanzen und deren Verwendung erbracht (hängt damit zusammen, dass erste Registrierungsphase hauptsächlich gut bekannte Substanzen betraf).
  • Es wurde keine spürbare positive Auswirkung auf das Vertrauen der Verbraucher festgestellt.
  • Positiv: der Prozess hat die Kommunikation und Kooperation innerhalb der Liefer- und Wertschöpfungskette erhöht.
  • Erkenntnisse über den REACH-Mechanismus: SIEF’s eher von geringem Nutzen; SDS’s eher problematisch; ECHA und nationale Helpdesks werden vorsichtig positiv bewertet.


Weder Hr. Tsamis noch die Vertreter der Industrieverbände sehen einen radikalen Änderungsbedarf. Solche würden nur Verwirrung stiften und die bisherige Lernkurve im Umgang mit der REACH-VO unterbrechen. Der Fokus in der 2. und 3. Periode sollte auf die Bedürfnisse von KMU gelegt werden: Ausbau IT-basierte Hilfeleistungen, nationale Helpdesks. Von Gewerkschaftsseite (Martin Wolters, Europäische Föderation der Bergbau-, Chemie-  und Energiegewerkschaften) wurde eine EU-Kreditfazilität für KMU zur Finanzierung der Registrierungskosten gefordert (Er erwähnte den Fall eines Hamburger Unternehmens, das für die Registrierung von 3 Substanzen 30.000,- € aufwenden müsse, für die Finanzierung dieses Betrages aber keinen Kredit zu annehmbaren Zinsen auf dem Markt erhalte).

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2. REACH Hamburg Workshop zum Thema Expositionsszenarien

Am 01. November 2011 fand in den Räumen der Firma Airbus in Hamburg ein Workshop zum Thema Sicherheitsdatenblätter (SDB) und Expositionsszenarien (ES) statt.
Der Workshop hatte zum Ziel, gemeinsam mit allen Beteiligten ein gemeinsames Bild vom Stand der Umsetzung der Lieferkettenkommunikation zu entwickeln. Inhaltlicher Input zum Thema kam vom der ECHA und Unternehmen der Lieferkette (Importeure, Nachgeschaltete Verwender der 1. Stufe – Formulierer und der 2. Stufe – Endanwender) sowie einer Beispielsbranche für eine mögliche weitere Umsetzung verfügbarer Informationen.
Das Thema wurde sehr kontrovers diskutiert. Dabei wurden starke Bedenken geäußert inwieweit der derzeitige Stand das Ziel von REACH, eine bessere Kommunikation zu gefährlichen Eigenschaften und Hinweisen über eine sichere Verwendung zu übermitteln, erfüllt.
Einige häufig geäußerte Kritikpunkte waren:

  • Die Ausgestaltung von ES ist häufig lediglich formal richtig (Erfüllung rechtlicher Vorgaben), Inhalte bleiben hinter diesem Anspruch vielfach zurück (was konkrete Angaben aber auch Richtigkeit betrifft).
  • Das formal notwendige „Weiterreichen“ von ES in der Kette hilft den Empfängern der Dokumente nicht. Vielfach erzeugt diese Praxis eine sogar gegenteilige Situation, da die Empfänger die für sie wichtigen Informationen nicht mehr filtern können.
  • Aus pragmatischer Sicht halten es zahlreiche Unternehmen gegenwärtig für vorteilhafter, keine ES an ihre Kunden zu übermitteln, bis bessere inhaltliche Beschreibungen und formal einheitliche Standards verfügbar sind, um ES zu übermitteln.
  • Vielfach bestehen ungeklärte implizite Anforderungen an Konsolidierung von Informationen, welche keine direkte REACH Pflicht darstellen und eher als gute Branchenpraxis etabliert werden müssten. Das trifft vor allem dann zu, wenn allgemein gebräuchliche Stoffe zum Einsatz kommen, die im Rahmen der Registrierung mit sehr generischen ES registriert werden. Hier haben die Formulierer von branchen- oder anwendungsspezifischen Gemischen vielfach wesentlich bessere Informationen zu Anwendungsbedingungen und etablierten Risikomanagementmaßnahmen, müssen aber gemäß REACH keine Konsolidierung der erhaltenen ES verpflichtend durchführen.

Die vollständigen Vortragsfolien und eine ausführlichere Workshopbeschreibung finden Sie hier

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3. Die Chemische Industrie und die Nachgeschalteten Anwender erörtern die Kommunikation zur sicheren Verwendung im Rahmen von REACH

Cefic und ein Zusammenschluss aus verschiedenen Verbänden der nachgeschalteten Anwender (Downstream Users of Chemicals Co-ordination Group – DUCC) organisierten am 21 Oktober 2011 einen gemeinsamen Workshop, um Firmen über das Instrument der Expositionsszenarien unter REACH zu informieren. Wichtige Themen des Workshops waren unter anderen:

  • Welche Fragen sollten DU stellen wenn sie erweiterte Sicherheitsdatenblätter erhalten?
  • Wie kann der DU seine eigenen Anwendungen in den neuen SDB erkennen?
  • Welche Möglichkeiten der Reaktion empfehlen sich, wenn eine Verwendung nicht abgedeckt ist?

Hier wurde nochmals betont, dass neben den Herstellern und Importeuren auch den Nachgeschalteten Anwendern wichtige Aufgaben in der Arbeit unter REACH zukommen. Es ist demnach wichtig, dass sich die Nachgeschalteten Anwender an der Erfassung der Verwendungen von Stoffen beteiligen, damit diese im Rahmen der Registrierung bewertet werden können. Zudem wurde die Notwendigkeit von standardisierter Informationsweitergabe hervorgehoben. Es sei wichtig, klare und konsistente Informationen an die Kunden weiterzureichen. Dabei ist es wichtig, dass der gesamte Lebenszyklus eines Stoffes abgedeckt wird (inklusive der Benutzung durch die privaten Endverbraucher).
Neben diesen für die Entwicklung von ES wichtigen Fragestellungen wurden auch die notwendigen Umsetzungsschritte bei den Nachgeschalteten Anwendern thematisiert, die aus dem Erhalt von ES resultieren. So ist es z.B. für den Nachgeschalteten Anwender entscheidend, dass er das für ihn relevante ES identifizieren kann und ermessen kann, ob seine spezifischen Bedingungen innerhalb oder außerhalb der geforderten Verwendungsbedingungen liegen.
Die beteiligten Verbände gaben zum Ausdruck, dass sie eine wichtige Rolle in der Umsetzung der Aufgaben in der Wirtschaft hätten und diese wahrnehmen wollen.
Die Vortragsunterlagen lassen sich einsehen unter: http://www.cefic.org/Industry-support/Implementing-reach/Workshops1/Cefic--DUCC-Workshop/
Weitere Informationen unter: http://www.cefic.org/Media-Centre/2011/Chemical-industry-and-downstream-users-work-together-on-safe-use-communication-under-REACH/

 

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4. BAuA Veröffentlicht neue Dokumente zum Umgang mit Gefahrstoffen

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat zwei Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) neu überarbeitet. Dabei handelt es sich um die:

und die

Erstere regelt dabei die Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und Zubereitungen im Sinne des alten EU-Chemikalienrechts von RL 67/548/EWG (Stoffrichtlinie) und RL. 999/45/EG (Zubereitungsrichtlinie) bis zu deren endgültiger Außerkraftsetzung am 01 Juni 2015. Bis zu diesem Zeitpunkt ist eine Einstufung von Zubereitungen (oder in der Begrifflichkeit der CLP-Verordnung "Gemische") nach diesen Regeln noch erlaubt. Anschließen muss nach den Regeln von CLP eingestuft werden.
Die Zweite TRGS konkretisiert die Vorgaben für die Tätigkeiten in einem Betrieb. Es werden z.B. Vorgehensweisen beschrieben, wie die Informationsermittlung zu erfolgen hat oder bestimmte Einrichtungen gekennzeichnet sein sollten.
Weiter wurden verschiedene Listen mit Anbietern von Dienstleistungen rund um das Thema Sicherheitsdatenblätter aktualisiert und veröffentlicht:

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Veranstaltungen

1. ECHA: Informationsveranstaltung für neue LEAD Registranten (2-3 Februar 2012)

Eine Veranstaltung der ECHA

Termin: 02.-03. Februar 2012
Ort: ECHA Veranstaltungscenter Helsinki
Info & Anmeldung: Weitere Informationen zum Workshop und der Anmeldung gibt es unter http://echa.europa.eu/news/events/lead_registrant_workshop_2012_en.asp  (Teilnehmerzahl ist auf 300 begrenzt)
Veranstaltungsart: Informationsveranstaltung mit Raum für Dialoge

Inhalt der Veranstaltung:
In der ersten Registrierungsphase wurden zahlreiche Stoffe in sehr großen Mengenbändern registriert. Vielfach fungierten bei solchen Registrierungen große Unternehmen als Lead-Registranten, die über entsprechende personelle und fachliche Ressourcen verfügen. Im Rahmen der Registrierungsphase bis Juni 2013 wird erwartet, dass auch vermehrt Stoffe registriert werden, bei denen kleinere Unternehmen die Rolle der Lead-Registranten übernehmen werden.

Aus diesem Grund plant die ECHA als Unterstützung für neue Lead-Registranten einen Workshop  anzubieten. Unternehmen sollen die Gelegenheit bekommen, in die Aufgaben des Lead Registranten eingeführt zu werden und aus den Erfahrungen der ersten Registrierungsphase 2010 zu lernen. Die Themen werden in der Übersicht sein:

  • Lessons learnt Erfahrungen der ECHA 2010
  • Aktuelle Themen aus Industriesicht
  • Herausforderungen aus Sicht erfahrener Lead-Registranten

Daneben wird es Beiträge zu den IT Tools und der Organisation von SIEF geben. Zur Vertiefung einiger Inhalte wird es abends 1:1 Gespräche mit ECHA Angehörigen und Experten geben.

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2. Chemierechtstag 2012

Eine Veranstaltung des Lexxion Verlags in Kooperation mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) unter dem Titel:

Aktuelle Rechtsfragen zur REACH-Verordnung

Termin: 25.01.2012 
Ort: Hotel Hessischer Hof, Friedrich-Ebert-Anlage 40, 60325 Frankfurt am Main
Info & Anmeldung: Informationen zur Anmeldung finden Sie unter http://www.lexxion.de/de/verlagsprogramm-konferenzen/anstehende-konferenzen.html . Der Anmeldeschluss ist der 11. Januar 2012
Veranstaltungsart: Informationsveranstaltung
Zielgruppe: Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Gewerbeaufsichtspersonen, Aufsichtspersonen der BG´s, Betriebs- und Personalräte, Führungskräfte
Teilnahmebedingungen: Die Teilnahmegebühr beträgt 585 € regulär. Ermäßigt für Abonnenten der Zeitschrift StoffR sowie Mitglieder des VCI: € 495,-
ermäßigt für Angehörige einer Behörde bzw. Hochschule: € 415,-
Preise jeweils zzgl. MwSt., Sonderraten für Studenten auf Anfrage

Inhalt:
Welche (Rechts-)Fragen sind seit der ersten Registrierungsfrist bei der Umsetzung der REACH-Verordnung aufgekommen oder werden mit Blick auf die nächste Frist relevant? Welche Probleme und Entwicklungen sieht die ECHA? Wie wird REACH in den Unternehmen umgesetzt und wie erfolgt die Kommunikation in der Lieferkette?
Praxisnahe Antworten auf diese und weitere aktuelle Rechtsfragen zur REACH-Verordnung geben Experten aus Behörden und Verwaltung, Industrie und Anwaltschaft auf dem Chemierechtstag 2012 am 25. Januar, Frankfurt/Main.
 
Diese Konferenz, eine Veranstaltung des Lexxion Verlags in Kooperation mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI), bietet außerdem wieder zahlreiche Gelegenheiten zu regen Diskussionen und intensivem Meinungsaustausch zwischen den Referenten und Teilnehmern, um Wissen zu vertiefen und neue Lösungsansätze zu finden.
 
Themen:
- REACH aus Sicht der Behörden
- REACH nach der Einreichung des Dossiers
- REACH – Rechtsschutz und Rechtsstreit
- Weitere Fragen zu REACH und Chemierecht
 
Bei Fragen oder Anmerkungen wenden Sie sich auch gern direkt an
Cathrin Schramm

Assistentin Konferenzen
Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Güntzelstraße 63
10717 Berlin
Tel.: +49-30-814 506-28
Fax: +49-30-814 506-22
E-Mail: schramm@lexxion.de

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3. REACH-WORKSHOP: Daten- und Kostenteilung im SIEF nach Ablauf der ersten Registrierungsfrist

Eine Veranstaltung des Bundesanzeiger Verlag in Kooperation mit dem BDI

Termin: 09. Februar 2012
Ort: Bundesanzeiger Verlag, Konferenzzone 4. Etage, Amsterdamer Str. 19
50735 Köln
Info & Anmeldung: Sie können sich unter: http://www.betrifft-gefahrgut.de/reach-workshop/anmeldung.html anmelden . Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Ihre Ansprechpartnerin:
Gaby Schieferecke Tel.:     (0221) 9 76 68- 281 Fax:    (0221) 9 76 68- 288
gabriele.schieferecke@bundesanzeiger.de
Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eintreffens berücksichtigt.
Veranstaltungsart: Informationsveranstaltung
Teilnahmebedingungen: Die Teilnahmegebühr beträgt 580,- Euro/480,- Euro für Abonnenten des Informationsdienstes REACH- &
CLP-Navigator und des Loseblattwerks Gefahrstoffrecht
Anreise:Eine ausführliche Wegbeschreibung für alle Verkehrsmittel finden Sie hier: http://www.bundesanzeiger-verlag.de/spezial/service/kontakt.html

Inhalt:
Für mehr als 4.000 Stoffe wurden zum 30.11.2010 Registrierungen durchgeführt. Die zweite Registrierungsfrist läuft am 31.5.2013 ab. Eine große Zahl von Herstellern/Importeuren muss jetzt mit der Vorbereitung der Registrierung dieser und insbesondere auch weiterer Phase-In-Stoffe beginnen. Die REACH-Verordnung schreibt dafür eine Joint Submission sowie die Kooperation in den SIEF (Substance Information Exchange Forum) mit dem Ziel der Datenteilung vor.

In den SIEF treffen unterschiedliche Interessen aufeinander: Einerseits die der Inhaber von Daten (insbesondere der Inhaber der bereits eingereichten Dossiers – oft Konsortien) und andererseits die der potentiellen Registranten, die Daten benötigen und verpflichtet sind, an einer Joint Submission teilzunehmen. Beide Seiten haben naturgemäß sehr verschiedene Vorstellungen im Hinblick auf die Kostenteilung, die nach Art. 30 Abs. 1 REACH-VO fair, transparent und nicht diskriminierend sein muss.Dieser Interessengegensatz kann mit den Vorgaben der REACH-VO nur schwer gelöst werden.

In dem Workshop werden beide Seiten – Dateninhaber und Datennachfrager – ihre gegensätzlichen Standpunkte darstellen und diskutieren. Dies dient dem Ziel, Kompromisse und Lösungswege aufzuzeigen, und die komplexe Thematik für neue Akteure im Registrierungsprozess – insbesondere auch KMUs – praxisnah aufzubereiten.

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Bereiten Sie sich auf die Meldung an das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis vor!