Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg - Newsletter, Ausgabe 2012-03

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg. Ein Projekt, welches die Wirtschaftsakteure in der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH unterstützt.

Träger von REACH Hamburg ist ein Netzwerk Hamburger Firmen, Verbände und Behörden, welches sich vierteljährlich trifft um sich zu aktuellen Themen der REACH Umsetzung auszutauschen. Es besteht die Möglichkeit für weitere Firmen nach Voranmeldung an diesen Treffen teilzunehmen und Mitglied des Netzwerkes zu werden. Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist kostenpflichtig.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach-hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:

Neues aus der ECHA

1. OECD veröffentlicht neue QSAR Toolbox

QSAR (engl. Quantitative Structure-Activity Relationship) ist eine Methode, Informationen über wahrscheinliche Eigenschaften eines chemischen Stoffs zu gewinnen, ohne diese selber in einem Test überprüft zu haben. Dabei macht man sich zu nutze, dass chemische Verbindung ähnliche Strukturen haben können, die ähnliche oder die gleichen physiologischen Effekte in Lebewesen auslösen können (z.B. durch Bindung an einen Rezeptor).
REACH sieht ausdrücklich die Nutzung solcher sogenannter Nicht-Test Methoden vor, da ein Ziel der Verordnung auch ist, Versuche und vor allem Tierversuche möglichst zu minimieren. Gleichwohl ist die Verwendung von QSAR ein Ansatz, der definitiv Spezialwissen erfordert und nicht ohne hinreichende Begründung und Dokumentation in Registrierungen verwendet werden sollte. Gerade in der ersten Registrierungsphase hat sich gezeigt, dass hier zahlreiche Mängel in den Dossiers auftreten. Vor allem für Langzeittests mit wiederholter Exposition zur Überprüfung von CMR Eigenschaften stellt dieser Ansatz keine 1:1 Ersatzmethode dar. Dieses Ergebnis ist dokumentiert im "REACH Evaluation Progress Report der ECHA" http://echa.europa.eu/documents/10162/13628/evaluation_report_summary_en.pdf.
Gleichwohl hat die ECHA eine sogenannte QSAR Toolbox veröffentlicht und diese gegenwärtig aktualisiert. Die Verwendung der Toolbox gewährleistet den Nutzern zumindest ein einheitliches Outputformat, welches anschließend strukturiert in das Registrierungsdossier eingebaut werden kann. Dennoch entbindet dies nicht den Nutzer die Eignung des QSAR zuvor eigenverantwortlich zu bewerten.
Die QSAR Toolbox Version 2.3 kann bei der OECD auf einer speziellen Internetseite direkt umsonst bezogen werden: http://www.qsartoolbox.org/

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2. Öffentliche Konsultation zu Chrom VI in Leder

Dänemark hat einen EU-weiten Beschränkungsvorschlag für Lederprodukte eingereicht, der die Marktfähigkeit dieser Produkte beschränkt, wenn sie Chrom VI oberhalb eines Grenzwerts enthalten.
Chrom VI wird zwar nicht absichtlich in Leder zugesetzt, verbleibt aber oft als Rest aus der Lederherstellung. Vorgeschlagen ist ein Grenzwert von 3 mg/kg, was nach Recherchen der dänischen Behörden mehr als 30 % der in der EU in Umlauf gebrachten Ledererzeugnisse entsprechen würde.
Interessierte Kreise können nun in den nächsten sechs Monaten ihre Kommentare zu dem unterbreiteten Vorschlag abgeben. Dies geschieht online über ein Webformular bei der ECHA. Ein Hintergrundbericht zum Vorschlag kann bei der ECHA heruntergeladen werden unter http://echa.europa.eu/de/web/guest/restrictions-under-consideration/-/substance/413/search/%20/term
Der Link zum Webformular lautet: https://comments.echa.europa.eu/comments_cms/AnnexXVRestrictionDossier.aspx?substancename=Chromium%20VI%20in%20leather%20articles&ecnumber=not%20applicable&casnumber=18540-29-9
Die Deadline für die Kommentierung ist der 16. September 2012.

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Neues von nationalen Behörden ,Verbänden, NGOs

1. EU-Kommission: Konferenz zu REACH und CLP Vollzug

Die EU-Kommission hat am 01 März 2012 zu einer Konferenz der Vollzugsbehörden für REACH und CLP der Mitgliedsstaaten (MS) nach Brüssel eingeladen, um den derzeitigen Stand der Umsetzung des Vollzugs vorzustellen. Dazu stellten Vertreter verschiedener MS beispielhaft den momentanen Stand der Umsetzung in den jeweiligen Ländern vor. Auf der EU-Ebene wurde zur Koordination der MS bei der ECHA das sogenannte "Forum" oder "Enforcement Forum" eingerichtet (siehe: http://echa.europa.eu/web/guest/about-us/who-we-are/enforcement-forum)
Stellvertretend für Deutschland stellte eine Vertreterin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) das deutsche System vor, in dem vornehmlich die Bundesländer für den chemikalienrechtlichen Vollzug verantwortlich sind. Es wurde die Rolle der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Chemikaliensicherheit (BLAC) als Gremium der Umweltministerkonferenz vorgestellt. Ziel des BLAC ist unter anderem die Vorbereitung eines einheitlichen Verwaltungsvollzugs. Drüber hinaus wurde auch auf die stark verzweigten Zuständigkeiten in Deutschland eingegangen. Der BLAC führt zudem die Ergebnisse der REACH-EN-Force Projekte zusammen und leitet die Ergebnisse an die ECHA weiter.
Neben Deutschland wurden auch die Organisation und Erfahrungen des Vollzugs anderer MS wie Zypern, Rumänien oder Bulgarien genauer vorgestellt. Einen weiteren Block im Rahmen der Veranstaltung bildeten Erfahrungsberichte zu einzelnen Vollzugsthemen. So berichtete die Verbraucherorganisation BEUC (Bureau Européen des Unions de Consommateurs) über Erfahrungen mit dem Verbraucherinformationsrecht gemäß Artikel 33 von REACH, nach dem Verbraucher innerhalb von 45 Tagen auf Anfrage Informationen über das Vorhandensein von Stoffen der Kandidatenliste erhalten können (vgl. REACH Hamburg: http://www.reach-hamburg.de/index.php?id=114).
Ein Vertreter des Chemieverbands CEFIC berichtete über erste Vollzugserfahrungen der Industrie. Dabei verwies er grundsätzlich auf positive Erfahrungen mit den Vollzugsbehörden. Er hob jedoch die Wichtigkeit hervor, dass Besuche von Vollzugsbeamten gut vorbereitet sein müssten, um anhand der komplexen Materie zielführend zu sein (Ankündigung von Besuchen, Bezug von Fragen zu eindeutigen REACH Artikeln). Zudem thematisierte er jedoch kritisch die teilweise schwierige Rolle des Zolls, welcher vereinzelt Lieferungen an den Grenzen zurückgehalten hatte, da keine Registrierungsnummern vorhanden waren. Da dies kein eindeutiges Zeichen für die Markfähigkeit einer Chemikalie sei, wies er diese Praxis als unangemessen zurück.
Einige Herstellerverbände und Verbände der Nachgeschalteten Anwender haben dazu auch ein gemeinsames Industriepapier veröffentlicht, erhältlich bei CEFIC unter http://www.cefic.org/Documents/IndustrySupport/Joint_statement_REACH_Enforcement_010312_final3.pdf
Die vollständige Workshopdokumentation finden Sie im Internetauftritt der EU-Kommission unter: http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/chemicals/reach/events/index_en.htm

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2. Umweltbundesamt überprüft im Rahmen der Stoffbewertung Bisphenol A, das fluorierte Kältemittel (R1234yf) und den Gummizusatzstoff PAN

Das Umweltbundesamt (UBA) hat in seiner Rolle als zuständige Behörde unter REACH im Bereich der Umwelt mit der Stoffbewertung zweier Chemikalien begonnen. Im Rahmen der Stoffbewertung unter REACH wird für ausgewählte Stoffe untersucht, inwieweit Risiken von diesen Stoffen ausgehen (über das Maß, welches die Registranten im Rahmen ihrer Registrierung bewertet haben). Die EU-Mitgliedstaaten und die ECHA können Stoffe auswählen und bewerten, wenn Hinweise auf Risiken für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt* vorliegen. Stoffe die in diesem Verfahren untersucht werden sollen werden im sogenannten Community Rolling Action Plan (CoRAP) gelistet.  Der gemeinsame Aktionsplan wird immer für drei Jahre aufgestellt und enthält die Stoffe, die die ECHA und die Mitgliedstaaten prüfen wollen. Er wird jährlich aktualisiert. Zu finden ist diese Liste bei der ECHA inklusive der für die Bewertung zuständigen Behörden unter http://echa.europa.eu/documents/10162/13628/corap_2012_en.pdf. Gegenwärtig enthält er 90 Stoffe.
Bisphenol A – chemischer Name 4,4’-Isopropylidenediphenol (EC-Nr. 201-245-8, CAS-Nr. 80-05-7), wird in zahlreichen Verbraucherprodukten eingesetzt (z.B. Thermopapier, CD-Rohlingen sowie als Baustein von Polycarbonat u.a. in Gehäusen von hochwertigen Elektrogeräten. Gemäß Anhang VI der CLP Verordnung besteht eine harmonisierte Einstufung für Bisphenol A bezüglich seiner Endpunkte als hautsensibilisierend Kategorie 1(H317), Augen schädigend Kategorie1 (H318), spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition) Kategorie 3 (H335) sowie Reproduktionstoxisch Kategorie 2 (H361f). Laut Aussagen des UBA steht der Stoff zudem in Verdacht möglicherweise Schädigungen des Hormonsystems zu verursachen. Dieser Frage soll nun genauer nachgegangen werden und anhand der Ergebnisse soll eine neue Bewertung des Umweltrisikos durch diesen Stoff erfolgen.
Ein weiterer Stoff in der Bewertung hinsichtlich seiner Risiken auf die Umwelt ist das fluorhaltige Kältemittel
R-1234yf – chemisch Tetrafluorpropen oder Polyhaloalkene (EC-Nr. 468-710-7, CAS-Nr. 754-12-1). Dieser Stoff kommt in Klimaanlagen von Automobilen zum Einsatz und wird laut Informationen des UBA seit 2011 verstärkt in neuen Fahrzeugtypen auch deutscher Automobilbauer eingesetzt.
PAN - N-1-Naphthylaniline, (EC-Nr. 201-983-0, CAS-Nr. 90-30-2) wird in Gummiprodukten und in Schmierstoffen als Additiv eingesetzt und steht im Verdacht die Anforderungen eines persistenten, bio akkumulierenden und toxischen Stoffs (PBT) zu erfüllen. Die Kriterien für einen solchen Stoff sind in Anhang XIII von REACH verankert. Solche Stoffe gehören zu den besonders besorgniserregenden Stoffen unter REACH und sind Kandidaten für die Zulassung unter REACH (vgl. REACH Hamburg: http://www.reach-hamburg.de/index.php?id=86).
Zu Bisphenol A und R-1234yf hat das UBA jeweils ein Hintergrundpapier veröffentlicht.
Das UBA-Hintergrundpapier zu Bisphenol A finden Sie unter:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/3782.html
Das Hintergrundpapier zum Kältemittel für Pkw-Klimaanlagen befindet sich unter:
http://www.uba.de/uba-info-medien/4055.html
Neben diesen drei Stoffen, die durch das UBA bewertet werden, werden noch weitere Stoffe von deutschen Behörden bearbeitet werden:

  • n-Hexan (EC-Nr. 203-777-6, CAS-Nr. 110-54-3): Schwerpunkt menschliche Gesundheit mit Verdacht krebserregend, reproduktionstoxisch oder mutagen (engl. CMR) zu sein und weit verbreiteten Anwendungen mit einer hohen Tonnage (insgesamt) verwendet zu werden.
  • 2,2'-Iminodiethanol (EC-Nr. 203-868-0, CAS-Nr. 111-42-2): Schwerpunkt menschliche Gesundheit mit Verdacht krebserregend, reproduktionstoxisch oder mutagen (engl. CMR) und nervenschädigend zu sein und weit verbreiteten Anwendungen mit einer hohen Tonnage (insgesamt) verwendet zu werden.

Die CORAP Gesamtliste findet man bei der ECHA unter: http://echa.europa.eu/de/web/guest/regulations/reach/evaluation/substance-evaluation/community-rolling-action-plan
*Für die Gesamtkoordination der Aktivitäten sowie die Bewertung im Bereich des Arbeitsschutzes ist die BAuA zuständig. Für den Verbraucherschutz das Bundesamt für Risikobewertung (BfR)


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3. "REACH in der Praxis"- Workshops des UBA – Festlegung weiterer Termine für das Jahr 2012

In der Veranstaltungsreiche REACH in der Praxis stehen nun alle Termine für das Jahr 2012 fest.
Die Termine und Themen lauten:

  • 3. Fachworkshop – Umweltbezogene Expositionsbewertung (6. Juni 2012, Berlin)
  • 4. Fachworkshop – Instrumente zur Risikobewertung (25. Sep. 2012, Berlin)
  • 5. Fachworkshop – Kommunikation in der Lieferkette (04. Dez. 2012, Berlin)

Für den dritten Fachworkshop am 06. Juni ist eine Anmeldung bereits möglich unter www.reach-konferenz.de.  
Auf dieser Internetseite können zudem Informationen zu vergangenen Workshops gefunden werden. Jeder Workshop besteht dabei aus drei Teilen, einem Vorbereitungspapier, den Vortragsfolien und einer anschließend erstellten Dokumentation.
Zum Auftaktworkshop finden sie bereits die Dokumentation und die Vorträge (ein Vorbereitungspapier wurde hier nicht erstellt). Zu Workshop 2 vom 21. März finden Sie in Kürze die kompletten Unterlagen.
Außerdem können sie die Unterlagen der kompletten Vorgängerreihe im Archiv finden oder auf der REACH-Info Seite des UBA http://www.reach-info.de/reach_in_der_praxis.htm

4. BAuA veröffentlicht Bekanntmachungen zu REACH und CLP

Die BAuA hat einige Bekanntmachungen zum Thema REACH und CLP veröffentlich. Insgesamt wurden drei Dokumente aktualisiert oder neu veröffentlicht:

Bekanntmachung 409 behandelt vor allem die neuen Informationen, welche unter REACH den Unternehmen als Empfänger von Gefahrstoffen zur Verfügung stehen (wie z.B. dem DNEL) und wie diese bei der Gefährdungsbeurteilung genutzt werden können.
Bekanntmachung 408 geht vor auf die neue Einstufung und Kennzeichnung ein, die durch in Kraft treten der CLP Verordnung Vorschrift geworden ist oder noch wird.
Bekanntmachung 911 beinhaltet eine Sammlung von Fragen und Antworten zum Risikokonzept der BAuA beim Umgang mit CMR Stoffen. Das Risikokonzept ist ein Ansatz, mit dem die Gefährdungsbeurteilung auch für Stoffe durchgeführt werden kann für die keine klare Dosis-Wirkungsbeziehung hergestellt werden kann und somit kein Schwellenwert für einen sicheren Umgang abgeleitet werden kann (z.B. ein DNEL oder ein Arbeitsplatzgrenzwert- AGW). Dieser wird in dem Konzept durch ein tolerierbares Risiko ersetzt (z.B. wie unter REACH mit dem vorgeschlagenen Konzept des DMEL – engl.: ("derived minimal effect level"). Die Bekanntmachung 910 sowie ein weiteres Dokument zur Expositions-Wirkungsbeziehung ist zu finden bei der BAuA unter: http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/TRGS/Bekanntmachung-910.html

5. CEFIC veröffentlicht Leitfaden für Empfänger von Sicherheitsdatenblättern und Expositionsszenarien

Der europäische Chemikalienverband CEFIC hat ein Leitfadendokument für die Empfänger sogenannter erweiterter Sicherheitsdatenblätter unter REACH erstellt. Darin wird dargelegt, was der Empfänger nach dem Erhalt tun soll und wie er einen ersten Qualitätscheck der erhaltenen Dokumente vornehmen kann. Der Leitfaden erhält eine Sammlung von Fragen und Antworten zu möglichen auftretenden Problemen und einen Anhang mit möglichen Folgehandlungen, die aus den vorgenommenen Prüfungen hervorgehen. Der Leitfaden ist erhältlich unter (Englisch): http://www.cefic.org/Documents/IndustrySupport/REACH%20Implementation/Guidance_on_processes_in_companies_after_receiving_an_extended_SDSl.pdf

6. VCI veröffentlicht Klarstellung zum neuen CLP Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis

Mit der Veröffentlichung des neuen Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnisses durch die ECHA http://echa.europa.eu/de/information-on-chemicals/cl-inventory hat sich bei den Nutzern in der Öffentlichkeit ein hohes Maß an Verwirrung breit gemacht. Teilweise gibt es eine hohe Anzahl gleicher oder verschiedener Einträge für denselben Stoff. Gesteigert wird dieses noch, wenn für den Stoff ein harmonisierter Eintrag im Anhang VI der CLP-Verordnung besteht. Der Nutzer steht nun vor der Situation, sich die Frage zu stellen: Welcher Eintrag ist richtig?
Dazu ist es wichtig zu verstehen, was das Verzeichnis leisten soll und was es enthält. Aus diesem Grund hat der VCI ein Dokument veröffentlicht, das den Untertitel trägt "Missverständnisse vermeiden".
Die wichtigsten Punkte dieses Papiers sind in Kürze:

  • Liste von nicht rechtlich bindenden Einstufungen mit Ausnahme der harmonisierten Einstufungen der CLP Verordnung Anhang VI (neben diesen dort genannten Endpunkten kann ein Stoff aber sehr wohl noch andere relevante Einstufungen besitzen)
  • Das Verzeichnis dient lediglich als unverbindliche Informationsquelle über die gemeldeten Einstufungen. Die der Einstufung zugrundeliegende Datenbasis ist nicht Gegenstand des Verzeichnisses (man kann also nicht sehen, ob eine bestimmte Reinheit oder Verunreinigung zu einer Einstufung führt oder bestimmte Daten nicht verfügbar waren). Eine Bewertung durch Außenstehende ist somit nur bedingt möglich. Für die Einstufung sind deshalb nach wie vor die Angaben in den Lieferanten-Sicherheitsdatenblättern maßgebend.
  • Die als "nicht gefährlich" eingestuften registrierungspflichtigen Stoffe sind in der derzeitigen Fassung des Verzeichnisses noch nicht enthalten. Man kann also nicht sehen, ob es auch Meldungen für einen Stoff gegeben hat, die den Stoff als ungefährlich einstufen.
  • Die ECHA nimmt keine Änderungen oder Korrekturen an den Einträgen vor, sondern verwaltet lediglich das Verzeichnis.

Das vollständige Papier ist beim VCI erhältlich unter: https://www.vci.de/Themen/Chemikaliensicherheit/REACH/Seiten/Kennzeichnungen-von-Stoffen-nach-CLP-Verordnung.aspx

Veranstaltungen

1. Informationsveranstaltung der BAuA "REACH: Erfolgreich registrieren 2013"

Eine Veranstaltung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Termin: 04.06.2012   10:30 Uhr - 16:00 Uhr
Ort: DASA Arbeitswelt Ausstellung, Friedrich Henkel Weg 1-25, 44149 Dortmund
Info & Anmeldung: Das Programm der Veranstaltung (PDF-Datei, 422 KB) kann hier heruntergeladen werden.

Teilnahmegebühr: 70 € je Teilnehmer (incl. Informationsmaterial, Teilnahmebescheinigung und Catering). Der Beitrag ist vorab per Überweisung zu entrichten. Die Kontodaten erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung.

Kontakt (fachlich):
Dr. Claus Haas, Tel. 0231 9071-2541
E-Mail:  reach-clp@baua.bund.de

Kontakt (Organisation):
Martina Michels-Kalina,Tel. 0231 9071-2323,Fax 0231 9071-2679
E-Mail:  reach-clp@baua.bund.de
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund

Anmeldefrist: 02.05.2012

Zielgruppe: Unternehmen, die zum 31.05. 2013 eine Registrierung im Rahmen von REACH durchführen.


Inhalt: 

Das neue europäische Chemikalienrecht REACH will Beschäftigte, Verbraucher und Umwelt besser schützen. Eines der Kernelemente stellt dabei die Registrierung von chemischen Stoffen dar. Mit Ablauf der ersten von drei Registrierungsfristen für Phase-in Stoffe am 30. November 2010 wurden etwa 3.400 Stoffe in ca. 25.000 Dossiers EU-weit registriert. Die zweite Frist endet am 31. Mai 2013. Es ist zu erwarten, dass die Anzahl der neu zu registrierenden Stoffe fast genauso hoch ist wie 2010. Darüber hinaus ist mit einer gestiegenen Zahl an Registrierungen durch Anschluss an ein bereits bestehendes Dossier (Mitgliedsregistrierung) zu rechnen.

In vielen der betroffenen Unternehmen laufen daher zurzeit die Vorbereitungen für 2013 auf vollen Touren. Der Anteil der beteiligten mittelständischen und kleinen Unternehmen (KMU) ist dabei aufgrund der niedrigeren Tonnagen in dieser Registrierungsphase voraussichtlich deutlich höher als 2010.

Mit der Veranstaltung "Erfolgreich registrieren 2013!" möchte der REACH-CLP Helpdesk bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) vor allem die KMUs bei der Vorbereitung auf die Registrierung aktiv unterstützen. Dabei werden zunächst der Ablauf einer Registrierung Schritt für Schritt beleuchtet und die Grundsätze für die Datenteilung vorgestellt. Im weiteren Verlauf wird das Hauptaugenmerk dann auf den Erfahrungen aus bereits abgeschlossenen Registrierungen liegen, und zwar sowohl aus dem Blickwinkel der Registranten als auch aus dem der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA). Die Veranstaltung soll dazu beitragen, aus den bisherigen Erfahrungen zu lernen, um 2013 erfolgreich zu registrieren.

 

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Bereiten Sie sich auf die Meldung an das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis vor!