Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg - Newsletter, Ausgabe 2013-01

Das Team des REACH-Hamburg-Newsletters wünscht allen Abonnenten ein gutes und erfolgreiches Jahr 2013

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg. Ein Projekt, welches die Wirtschaftsakteure in der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH unterstützt.

Träger von REACH Hamburg ist ein Netzwerk Hamburger Firmen, Verbände und Behörden, welches sich vierteljährlich trifft um sich zu aktuellen Themen der REACH Umsetzung auszutauschen. Es besteht die Möglichkeit für weitere Firmen nach Voranmeldung an diesen Treffen teilzunehmen und Mitglied des Netzwerkes zu werden. Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist kostenpflichtig.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach-hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:


Neues aus der ECHA


1. ECHA veröffentlicht Entscheidungen zu Registrierungsdossiers

Seit dem 13. Dezember 2012 veröffentlicht die ECHA ihre Entscheidungen zu den Registrierungsdossiers oder Testvorschlägen. Mit diesem Schritt soll die Transparenz des behördlichen Handelns erhöht werden.
Interessierte Kreise können nun sehen, wie die ECHA bei Entscheidungen zu diesen Sachverhalten vorgeht. Es ist sehr schön zu sehen, wie detailliert die Begründungen für bestimmte Entscheidungen sind und hilft Menschen, die ein solches Entscheidungsdokument noch nicht gesehen haben gleiche Fehler zu vermeiden. Bestimmte Informationen, wie der Stoffname (in einigen Fällen) und die Namen der Einreicher sind geschwärzt. Die Veröffentlichung der Entscheidungen ist unabhängig davon, ob anschließend weitere Aktionen zu einem konkreten Fall stattfanden (z. B. ein Dossierupdate).
Zu finden sind die Dokumente unter http://echa.europa.eu/regulations/reach/evaluation/requests-for-further-information/evaluation-decisions


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2. ECHA Empfehlungen für den Anhang XIV (Zulassung)

Entsprechend den Vorgaben aus REACH Artikel 58 hat die ECHA erneut eine Empfehlung ausgesprochen, 10 Stoffe der Kandidatenliste nun auch auf den Anhang XIV der zulassungspflichtigen Stoffe aufzunehmen. Letztlich wird die EU-Kommission über die Aufnahme entscheiden. Alle ausgewählten Stoffe sind krebserregend oder reproduktionstoxisch und kommen in Verwendungen zum Einsatz, die in Zusammenhang mit einer potenziellen Exposition von Arbeitern stehen. In einer Presseerklärung hat die ECHA eine Liste der Stoffe veröffentlicht, welche Beispiele solcher Verwendungen enthält

  1. Formaldehyd, oligomeres Reaktionsprodukt mit Anilin (technisches MDA) (krebserregend) Härter für Epoxidharze, Vernetzer für Polymere
  2. Arsensäure (krebserregend) Verwendung in der Veränderung von Glaseigenschaften und in der Produktion von Leiterplatten
  3. Dichromtris (chromat) (krebserregend) Antikorrosionsmittel für die Oberflächenbehandlung von Stahl und Aluminium im Baubereich und der Raum/Luftfahrt
  4. Strontiumchromat (krebserregend) Antikorrosionsmittel für die Raum/Luftfahrts-, Bandbeschichtungs- und Fahrzeugbeschichtungssektoren
  5. Kaliumhydroxyoctaoxo-dizinkat-dichromat (krebserregend) Antikorrosionsmittel für die Raum/Luftfahrts- und Fahrzeugbeschichtungssektoren
  6. Pentazinkchromat-octahydroxid (krebserregend) Antikorrosionsmittel für die Raum/Luftfahrts- und Fahrzeugbeschichtungssektoren
  7. Bis (2-methoxyethyl) ether (Diglyme) (reproduktionstoxisch) Vornehmliche Verwendung als Lösemitte für chemische Reaktionen, in Destillationsapparaten, des Weiteren in Batterien und der Herstellung von Kunststoffen
  8. N, N-Dimethylacetamid (DMAC) (reproduktionstoxisch) Lösemittel in Synthesen, der Produktion synthetischer Fasern, der industriellen Beschichtung, der Farbfällung, Isolationspapier, Folien und Membranen
  9. 1,2-Dichlorethan (EDC) (krebserregend) Lösemittel in der Herstellung von Feinchemikalien und Pharmazeutika und in Gemischen für biochemische Anwendungen
  10. 2,2'-Dichlor-4, 4’-methylendianilin (MOCA) (krebserregend)

Vernetzer in Harzen und der Produktion von Kunststofferzeugnissen
Laut eines veröffentlichten Entwurfs der möglichen Änderung des Anhangs XIV beträgt die Frist von der letzten Antragsstellung bis zum jeweiligen Sunset Date 18 Monate. Ausnahmen genereller Natur oder für die angewandte Forschung und Entwicklung wurden nicht vorgesehen. Die Empfehlung ist einzusehen (in Englisch) unter http://echa.europa.eu/documents/10162/13640/4th_a_xiv_recommendation_17jan2013_en.pdf.
Daneben sind unter diesem Link auch weitere Hintergrunddokumente zu jedem einzelnen Stoff einzusehen.


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3. ECHA Aufruf: Daten über Kadmium und Kadmiumverbindungen in Kunststoffen gesucht

Im Rahmen einer möglichen geplanten Ausweitung der bestehenden Beschränkung für Kadmium und Kadmiumverbindungen (siehe auch Verordnung (EU) Nr. 835/2012 http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2012:252:0001:0003:DE:PDF) bittet die ECHA-Stakeholder Informationen beizusteuern, die Erkenntnisse über die Nutzung von Kadmium und Kadmiumverbindungen in zusätzlichen als den dort bereits gelisteten Kunststoffen liefern. Derzeit ist die Nutzung solcher Verbindungen in 16 Polymeren beschränkt:

  • Polymere oder Copolymere aus Vinylchlorid (PVC) [3904 10] [3904 21],
  • Polyurethan (PUR) [3909 50],
  • Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) mit Ausnahme des für die Herstellung von Pigmentpräparationen („master batch“) verwendeten Polyethylens niedriger Dichte [3901 10],
  • Celluloseacetat (CA) [3912 11],
  • Celluloseacetobutyrat (CAB) [3912 11],
  • Epoxydharze [3907 30],
  • Melaminharzformaldehyd (MF) [3909 20],
  • Harnstoffformaldehyd (UF) [3909 10],
  • Ungesättigte Polyester (UP) [3907 91],
  • Polyethylenterephthalat (PET) [3907 60],
  • Polybutylenterephthalat (PBT),
  • Polystyrol glasklar/Standard [3903 11],
  • Acrylnitrilmethylmetacrylat (AMMA),
  • Vernetztes Polyethylen (VPE),
  • Polystyrol, schlagfest (SB),
  • Polypropylen (PP) [3902 10].

Von Interesse sind für die ECHA alle Informationen, die Hinweise auf weitere Materialien und damit verbundene Risiken geben. Weiter sind auch Informationen über ökonomische Auswirkungen einer solchen Ausweitung der Beschränkung von Interesse. Teil eines Beschränkungsvorschlags seitens der Behörden ist auch die sogenannte "sozioökonomische Analyse", in der wirtschaftliche Folgekosten einer Maßnahme mit den intendierten Nutzen verglichen werden.
Interessenten können unter folgender Adresse ihren Input zur Umfrage geben: http://echa.europa.eu/web/guest/addressing-chemicals-of-concern/restriction/call-for-evidence-cadmium
Eine Studie mit detaillierten Hintergrundinformationen zu Kadmium wurde von der Firma RPA erstellt und kann unter http://echa.europa.eu/documents/10162/13641/cadmium_in_plastics_prep_report_en.pdf


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4. Webinare der ECHA 2013

Die ECHA bietet auch im Jahr 2013 zahlreiche Webinare zur Unterstützung der REACH-Akteure an. Zwei davon richten sich noch mal speziell an die Einreicher von Registrierungen zum Juni 2013 (ACHTUNG die Zeiten sind bezogen auf Helsinki Zeit! MEZ beträgt jeweils eine Stunde weniger, also 10:00 – 13:00:

  1. Last minute webinar on submission: Zentraler Inhalt wird sich hierbei ausschließlich an die federführenden Registranten richten. Zeitpunkt 25. Februar 2013, 11:00 – 14:00
  2. How to prepare and submit the member dossier: Einreichung des technischen Dossiers als teilnehmender Akteur einer gemeinsamen Einreichung Zeitpunkt 5. März 2013, 11:00 – 14:00

Weitere inhaltliche Webinare sind zu folgenden Themen im Angebot:

  • How to bring your registration dossier in compliance with REACH – Tips and Hints (part 2): Informationen seitens der ECHA zu den Inhalten der technischen Dossiers (Stoffinformationen) Zeitpunkt 28. Januar 2013, 11:00 – 14:00
  • How and when downstream users need to report to ECHA: Berichtspflichten der nachgeschalteten Anwender und Hinweise für die Erstellung der Stoffsicherheitsberichte des nachgeschalteten Anwenders (Teile 2-5)
    Zeitpunkte
    8. April 2013, 11:00 – 14:00
    16. April 2013, 11:00 – 14:00
    11. September, 11:00 – 14:00
    27. November, 11:00 – 14:00

Weitere Informationen und Aufzeichnungen bereits vergangener Webinare sind zu erhalten unter: http://echa.europa.eu/web/guest/support/training-material/webinars


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Neues von nationalen Behörden ,Verbänden, NGOs


1. BDI veröffentlicht REACH/CLP-Leitfaden

Nachdem der BDI sein spezielles REACH-Helpdesk geschlossen hat (REACH-Hamburg http://www.reach-hamburg.de/index.php?id=151#c1304), hat er nun die Inhalte seiner Hilfestellungen umfassend in einem Dokument zusammengestellt und auf seiner Internetseite veröffentlicht. Erhältlich ist das 170 Seiten umfassende Werk unter: http://www.bdi.eu/images_content/KlimaUndUmwelt/REACH_Broschuere_201212_BDI_3557595.PDF


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2. Analyse zur Kostenbelastung deutscher Unternehmen durch die europäische Chemikalienverordnung REACH

Im November 2012 wurde ein Bericht veröffentlicht, dessen Aufgabe es war, die Ergebnisse einer Analyse zur Belastung deutscher Unternehmen durch REACH zu untersuchen. Erstellt wurde diese Analyse durch den Nationalen Normenkontrollrat, das Bundesministerium für Umwelt Naturschutz und Reaktorsicherheit, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und das Umweltbundesamt sowie der Verband der Chemischen Industrie.
In einer Befragung wurde ermittelt, wie Unternehmen selber ihre Belastungen durch die REACH-Pflichten in der ersten Registrierungsphase einschätzten. Die Fragen erstreckten sich über direkte Kosten der Registrierungen, die für REACH vorgesehenen Mitarbeiterzahlen, Marktentwicklungen bis hin zu Instrumenten der REACH-Umsetzung (Sicherheitsdatenblätter, REACH-IT, IUCLID).
Eine wichtige Erkenntnis des Berichts war, dass eine grundsätzliche Einschränkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen durch REACH bisher nicht zu beobachten war, wenngleich hier die abschließende Bewertung noch nach weiteren Registrierungstranchen erfolgen muss. Gleichwohl sieht der Bericht punktuell Potenzial für Verbesserungen, wie die Optimierung der Informationsstrukturen (Helpdeskangebote, Leitfäden) und der SIEF-Arbeiten, Vereinfachung der Anforderungen in den erweiterten Sicherheitsdatenblättern und Etablierung einer stabilen IT-Struktur zur Umsetzung der REACH-Pflichten. Weiter wird gefordert, eine Reduzierung von Gebühren für KMU in Erwägung zu ziehen und die Definition des KMU auf größere Unternehmen (< 500 Mitarbeiter) auszuweiten.
Der Bericht kann bei Normenkontrollrat unter
http://www.normenkontrollrat.bund.de/Webs/NKR/Content/DE/Publikationen/2012_11_30_abschlussbericht_reach.pdf;jsessionid=5B3FEBAF16A05DBE363741DDC83F3E25.s2t2?__blob=publicationFile
bezogen werden.


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Veranstaltungen


1. Aktuelles zum Gefahrstoffrecht 2013

Eine Veranstaltung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Termin: 20. März 2013, 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr

Ort: BAuA, Friedrich-Henkel-Weg 1-25, 44149 Dortmund

Teilnahmegebühr: 160,00 € inkl. Tagungspauschale

Kontakt: Erhard Krischke
Tel. 0231 9071-2219
Fax 0231 9071-2363
EMail: seminare@baua.bund.de

Inhalt und Tagesordnung: Aktualisierung der Kenntnisse zum Gefahrstoffrecht und zu angrenzenden Rechtsgebieten für betriebliche Verwender und Sicherheitsfachkräfte

  • Neuer Staubgrenzwert
  • Neues aus dem Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS)
  • Anpassung bei der Lagerung (TRGS 510 und ortsfeste Lagerung)
  • Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • Risikomanagementkonzept nach BekGS 910
  • Entwicklungen beim Sicherheitsdatenblatt

Referent: Mitarbeiter des Fachbereichs 4 "Sicherheit und Gesundheit bei chemischen und biologischen Arbeitsstoffen" der BAuA

Zielgruppen: Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Gewerbeaufsichtspersonen, Aufsichtspersonen der Berufsgenossenschaften, Betriebs- und Personalräte, Führungskräfte

 


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2. Neue Einstufungs- und Kennzeichnungsregeln für Chemikalien

Neue Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen

Eine Veranstaltung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Termin: 26. Juni 2013, 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Ort: BAuA, Fabricestraße 8 (vormals Proschhübelstraße), 01099 Dresden

Teilnahmegebühr: Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben

Kontakt: (fachlich)
Ralf John
Tel. 0231 9071-2592
E-Mail:  john.ralf@baua.bund.de
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund

Kontakt: (Organisation)
Regina Thorke
Tel. 0351 5639-5464
Fax 0351 5639-5210
E-Mail:  thorke.regina@baua.bund.de
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Fabricestraße 8 (vormals Proschhübelstraße)
01099 Dresden


Inhalt und Tagesordnung:

  1. Änderung der Kriterien zur Einstufung und neue Kennzeichnung gefährlicher Chemikalien durch die CLP-Verordnung aufgrund des global harmonisierten Systems der Vereinten Nationen (GHS)
  2. Die Gefahrstoffverordnung schreibt eine Kennzeichnung von gefährlichen Stoffen und Gemischen vor, wenn Tätigkeiten mit diesen durchgeführt werden. Bis Mitte 2015 erlaubt die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) die Anwendung der Regeln, die auf Stoff- und Zubereitungs-Richtlinie basieren, für die Kennzeichnung vor. Jedoch ist auch das neue Recht bereits anwendbar. Hilfestellung, wie innerbetrieblich verfahren werden sollte, gibt das technische Regelwerk.

Themen:

  • Die CLP-Verordnung - neue Einstufungs- und Kennzeichnungsregeln
  • Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, die neue TRGS 201

Referent: Herr Ralf John, BAuA

Zielgruppen: Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Gewerbeaufsichtspersonen, Aufsichtspersonen der Berufsgenossenschaften, Betriebs- und Personalräte, Führungskräfte

Hinweis: Anmeldungen unbedingt erforderlich. Nach erfolgter Anmeldung erhalten die Teilnehmer zeitnah eine Einladung zur Veranstaltung.

Online-Anmeldung: https://www.baua.de/de/_Service/Allgemeines_Anmeldeformular/Anmeldeformular_Anmeldung.html?eventId=3485354

 


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Bereiten Sie sich auf die Meldung an das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis vor!