Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg - Newsletter, Ausgabe 2013-09/10

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg. Ein Projekt, welches die Wirtschaftsakteure in der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH unterstützt.

Träger von REACH Hamburg ist ein Netzwerk Hamburger Firmen, Verbände und Behörden, welches sich vierteljährlich trifft um sich zu aktuellen Themen der REACH Umsetzung auszutauschen. Es besteht die Möglichkeit für weitere Firmen nach Voranmeldung an diesen Treffen teilzunehmen und Mitglied des Netzwerkes zu werden. Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist kostenpflichtig.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach-hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:

Neues aus der ECHA

1. ECHA Studie zu Substitutionskosten veröffentlicht

Im Rahmen von Zulassungsanträgen gemäß REACH ist u. a. zu prüfen, in wieweit Alternativen zu den zulassungspflichtigen Stoffen zur Verfügung stehen und ob eine Substitution in der Gesamtbilanz wirtschaftlich vertretbar ist.
In einem Zulassungsantrag geht es zunächst darum, ob Alternativen überhaupt existieren. Danach wird erörtert, inwieweit sie für das Unternehmen, welches den Antrag stellen einsetzbar sind. Alternativen müssen sowohl technisch geeignet sein, als auch wirtschaftlich für das Unternehmen vertretbar. Existieren solche Alternativen, wird ggf. in einer sozioökonomischen Analyse eine gesamtgesellschaftliche Kostenbetrachtung durchgeführt. Dort werden dann auch Effekte mit einbezogen die nicht bei den antragsstellenden Unternehmen selber liegen, sondern bei deren Kunden oder den Verbrauchern. Dadurch kann ggf. eine zwar für das Unternehmen wirtschaftliche und technisch machbare Alternative zum zulassungspflichtigen Stoff verworfen werden, da die gesamtgesellschaftlichen Kosten nicht akzeptabel sind, z. B. durch höher Folgeschäden bei Mensch oder Umwelt oder Auswirkungen auf nachgeschaltete Industrieaktivitäten.
Diese Kosten sind zum Teil schwer zu beziffern, da bestimmte Basisdaten schwer oder nicht verfügbar sind. Im Rahmen einer Studie hat die ECHA nun sechs Fallbeispiele erstellen lassen, bei denen eine Betrachtung der Kosten durchgeführt wurde. Diese sollen zeigen, wie solche ökonomischen Betrachtungen als Entscheidungshilfe bei der Regulation gefährlicher Stoffe herangezogen werden können. So soll ein besseres Verständnis des Instruments der sozioökonomischen Analyse vermittelt werden und Vorlagen für Akteure mit ähnlichen Fragestellungen gegeben werden.
Die Studie findet sich auf der ECHA-Internetseite unter folgendem Link zum Download: http://echa.europa.eu/documents/10162/13580/abatement+costs_report_2013_en.pdf

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2. Aktualisierte Fassung des REACH "Navigators" veröffentlicht

Neben seinen Leitliniendokumenten hat die ECHA auch zur Unterstützung der Akteure unter REACH den sogenannten "Navigator" entwickelt. Dieser ist ein webbasiertes, fragengestütztes, interaktives Tool, welches den Akteuren unter REACH helfen soll die eigenen Pflichten zu identifizieren und den Zugang zu weiteren Informationen erleichtern soll.
Dabei richtet sich das Tool vor allem an den REACH-unerfahrenen Nutzer. Um diesen Einstieg entsprechend niedrigschwellig zu ermöglichen, ist das Tool jetzt in insgesamt 23 EU-Amtssprachen verfügbar. Das Angebot richtet sich verstärkt auch an klein und mittelständische Unternehmen (KMU), für die Sprachbarrieren und der Umfang von REACH in der Vergangenheit als besonderer Hürden bei der Wahrnehmung der REACh-Pflichten identifiziert wurden.
Neben den sprachlichen Anpassungen wurden die gegenwärtigen Auslegungen der REACH- und der CLP-Verordnung in das Tool integriert. Als begleitendes Dokument wurde der sogenannte "Guidance in a Nutshell on Registration", als Kurzleitfaden in allen 23 Sprachen veröffentlicht.
Die jeweils deutsche Version finden Sie unter:
Navigator http://echa.europa.eu/de/support/guidance-on-reach-and-clp-implementation/identify-your-obligations/navigator
Nutshell Leitlinie http://echa.europa.eu/documents/10162/13632/nutshell_guidance_registration_de.pdf
Die ECHA hat zudem begonnen weitere Leitlinien zu überarbeiten, bzw. bereits in Überarbeitung befindliche in die nächste Phase der Konsultationen weiterzuleiten (Entwürfe in Englisch):

* für die REACH- und CLP-Verordnung zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten (Competent Authorities for REACH and the CLP Regulations)

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3.IUCLID Version 5.5.1. veröffentlicht

Als Weiterentwicklung der IT-Tools zur Sammlung von Daten zu Stoffen (IUCLID) und für die Stoffsicherheitsberwertung (CHESAR) hat die ECHA nun eine neue Version von IUCLID veröffentlicht. Diese soll den Datentransfer von IUCLID in das CHESAR erleichtern.
Weiter wurden erweiterte Möglichkeiten zur Verknüpfung von Informationen mit den Dossiers implementiert (vor allem wichtig für die Zusammenarbeit mehrerer Autoren an einem Dossier, also zum Austausch innerhalb des SIEF).
Wichtig ist vor allem, dass nun bestimmte Plattformen unterstützt werden, bzw. nicht mehr unterstützt werden (Release Notes: http://iuclid.eu/download/documents/Releasenotes_IUCLID_551.pdf). Darauf sollte beim Update geachtet werden und geprüft, ob dies zu Konflikten mit alten Versionen und den Bestandsdaten führt. Grundsätzlich weist die ECHA aber darauf hin, dass die Datensätze zwischen Version 5.5.1 und 5.5 bzw. 5.4 kompatibel sind.
Download IUCLID (nach Anmeldung): http://iuclid.eu/
Link zum CHEASR Tool: http://chesar.echa.europa.eu/en

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4. Abschlussbericht zum 2. REACH-EN-Force Projekt veröffentlicht

Der Abschlussbericht zum 2. EU-weiten Vollzugsprojekt der Mitgliedsstaaten zu REACH und CLP wurde im September veröffentlicht*. Seinerzeit wurden schwerpunktmäßig die Pflichten der nachgeschalteten Anwender überprüft. Dabei konzentrierten sich die Besuche der Inspektoren vor allem auf die Formulierer und Pflichten hinsichtlich der Qualität der Sicherheitsdatenblätter.
Im Rahmen des Projekts wurden 1.181 Unternehmen besucht. Bezüglich REACH und CLP bedeutet diese Unternehmensanzahl, dass 6.900 Stoffe, 4.500 Gemische und 4500 Sicherheitsdatenblätter überprüft werden konnten. Dabei wurden in 67 % der Fälle Verstöße gegen eine oder mehrere Pflichten festgestellt. Diese gliedern sich wie folgt auf:

Hinsichtlich der Sicherheitsdatenblätter hatten zwar die meisten Unternehmen diese vorliegen (97 %) aber in 52 % der Besuche wurden in den Datenblättern Fehler gefunden. Verbesserungen stellten die Inspektoren aber bei der Form der Datenblätter fest.
*Inzwischen wurde bereits das 3. Vollzugsprojekt durchgeführt (REACH-EN-Force 3). Hier stand vor allem die Zusammenarbeit der Vollzugsbehörden selber mit dem Zoll im Vordergrund. Die Besuche erfolgten bis zum Sommer 2013 und das Projekt befindet sich nun in der Auswertung. Eine Verlängerung wurde aber bereits beschlossen, um den komplexen Sachverhalt der Alleinvertreter besser beleuchten zu können. Hier gab es vor allem Probleme an Informationen zuglangen, wenn dieser Alleinvertreter in einem EU-Drittland ansässig war.
Der Bericht findet sich im ECHA-Internetauftritt unter: http://echa.europa.eu/documents/10162/13577/forum_report_ref2_en.pdf
Die Vollzugsbehörden der Mitgliedsstaaten von REACH und CLP sind im sogenannten Forum bei der ECHA vertreten. Näheres dazu findet sich unter: http://echa.europa.eu/web/guest/about-us/who-we-are/enforcement-forum

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Neues von nationalen Behörden ,Verbänden, NGOs

1. BAuA aktualisiert Listen mit Dienstleistern zum Gefahrstoffmanagement und zu Sicherheitsdatenblättern

Die BAuA biete seit geraumer Zeit Listen mit Dienstleistern rund um das Thema Gefahrstoffe und Sicherheitsdatenblätter an. Die Listen sollen den Nutzern einen Einstieg bei der Suche nach dem geeigneten Partner für ihre Bedürfnisse dienen.
Wichtig ist zu beachten: Die BAuA überprüft nicht die Qualität der dort verzeichneten Dienstleister! Jedes Unternehmen, welches eine entsprechende Dienstleistung anbietet, kann sich aufnehmen lassen.
Die Listen finden Sie im Internetauftritt der BAuA unter:

 

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Veranstaltungen

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1. Workshop in Helsinki: CSR/ES Roadmap action 1.1

Workshop: Content essentials on use, exposure and risks in Chemical Safety Reports (CSR/ES Roadmap action 1.1)

Eine Veranstaltung der ECHA

Hinweis: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. 

Inhalt: The Workshop kicks of action 1.1 of the CSR/ES Roadmap. The aim of the workshop is to align understanding on the purpose of the various information emelments in the CSR for describing:

  1. the uses of the substance
  2. the operational conditions and risk management measures
  3. the exposure level expected
  4. the resulting risk characterisation

ECHA´s illustrative CSR example and the corresponding information extracts in IUCLID will serve as inputs for the workshop

Termin: 22 und 23.Oktober 2013, ganztägig

Ort: ECHA Conference Centre
European Chemicals Agency
Annankatu 18
00120 Helsinki, Finland

Kontakt:
csr-es-roadmap@echa.europa.eu

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Bereiten Sie sich auf die Meldung an das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis vor!