Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg - Newsletter, Ausgabe 2014-12

AKTUELL In eigener Sache -

Liebe Leser und Leserinnen des REACH-Hamburg Newsletters,Ich möchte mich für eine weiteres Jahr treuer Leserschaft bedanken und freue mich über die weiterhin wachsende Abonenntengemeinde. Wir, das Team von REACH-Hamburg, hoffen, Ihnen auch in diesem Jahr wieder ein bisschen bei Ihren REACH-Fragen geholfen zu haben und wünschen Ihnen ein paar erholsame Feiertage.Im Jahr 2015 werden wir wieder frisch ans Werk gehen und weiter interessiert Fragen zu aktuellen Chemikaliensicherheitsdebatten verfolgen.In diesem Sinne mit besten Grüßen, für das REACH-Hamburg TeamOlaf Wirth (Ökopol GmbH , www.oekopol.de)

 

*für Anregungen, Kritik oder Lob nutzen Sie auch gerne unsere Feedbackseite http://www.reach-hamburg.de/index.php?id=kontakt 

 


Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg. Ein Projekt, welches die Wirtschaftsakteure in der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH unterstützt.

Träger von REACH Hamburg ist ein Netzwerk Hamburger Firmen, Verbände und Behörden, welches sich vierteljährlich trifft um sich zu aktuellen Themen der REACH Umsetzung auszutauschen. Es besteht die Möglichkeit für weitere Firmen nach Voranmeldung an diesen Treffen teilzunehmen und Mitglied des Netzwerkes zu werden. Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist kostenpflichtig.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach-hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:


Neues aus der ECHA


1. Kandidatenliste um sechs neue Stoffe erweitert

Am 17. Dezember 2014 wurde die Kandidatenliste der ECHA um sechs neue Stoffe auf nunmehr 161 Stoffe erweitert.
Bei den Stoffen handelt es sich um folgende Substanzen:

  • Cadmium Fluorid, EC 232-222-0, CAS 7790-79-6 CMR sowie Artikel 57f: Besorgnis ernsthafte Gesundheitsschäden beim Menschen auszulösen
  • Cadmium Sulphat, EC 233-331-6, CAS 10124-36-4; 31119-53-6, CMR sowie Artikel 57f: Besorgnis ernsthafte Gesundheitsschäden beim Menschen auszulösen
  • 2-benzotriazol-2-yl-4,6-di-tert-butylphenol (UV-320), EC 223-346-6, CAS 3846-71-7, PBT und vPvB
  • 2-(2H-benzotriazol-2-yl)-4,6-ditertpentylphenol (UV-328), EC 247-384-8, CAS 25973-55-1, PBT und vPvB
  • 2-ethylhexyl 10-ethyl-4,4-dioctyl-7-oxo-8-oxa-3,5-dithia-4-stannatetradecanoate (DOTE), EC 239-622-4, CAS 15571-58-1, Reproduktionstoxisch
  • Reaktionsprodukt aus 2-ethylhexyl 10-ethyl-4,4-dioctyl-7-oxo-8-oxa-3,5-dithia-4-stannatetradecanoate und 2-ethylhexyl 10-ethyl-4-[[2-[(2-ethylhexyl)oxy]-2-oxoethyl]thio]-4-octyl-7-oxo-8-oxa-3,5-dithia-4-stannatetradecanoate (reaction mass of DOTE and MOTE), EC - , CAS -, Reproduktionstoxisch

Aus der Aufnahme in die Kandidatenliste gibt es für diese Stoffe einige Pflichten unter REACH. Informieren können Sie sich darüber bei REACH-Hamburg http://www.reach-hamburg.de/index.php?id=114 sowie im Informationsportal des deutschen REACH/CLP Helpdesk der Bundesbehörden http://www.reach-clp-biozid-helpdesk.de/de/REACH/Kandidatenliste/Kandidatenliste-Einfuehrung.html


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2. ECHA Klarstellung zur Zulassung: Abgrenzung, Ausnahmen

Die Zulassung unter REACH ist für viele Marktakteure unter REACH ein relativ neues Instrument und bezieht vor allem auch die Nutzer von chemischen Stoffen mit ein, die im Rahmen der Stoffregistrierungen als sogenannte "nachgeschaltete Anwender" vergleichsweise überschaubare Pflichten haben.
Im Rahmen mehrerer Fragen und Antworten hat die ECHA nun einige zentrale immer wieder auftretende Aspekte behandelt, um Akteuren zu verdeutlichen, in welchen Fällen sie von der Zulassung betroffen sind und wann nicht. Der zentrale Aspekt, der in diesen Antworten eine Rolle spielt, ist die Feststellung der ECHA, dass in Fällen, in denen die finale Anwendung eines Stoffes von der Zulassung ausgenommen ist, auch alle vorbereitenden Tätigkeiten (Verwendungen) ausgenommen sind.
Das heißt konkret: wird ein Stoff z.B. in der wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung eingesetzt, sind auch vorbereitende Schritte, wie z.B. die Formulierung eines Laborreagenz, von der Zulassung ausgenommen, und es muss kein Zulassungsantrag gestellt werden. Das gilt auch, wenn die Formulierung von einem anderen Akteur durchgeführt wurde, als demjenigen, der die Endanwendung durchführt.
Andere Fragen stehen in Zusammenhang mit der Stellung von Stoffen als Biozid in der Verwendung von Medizinprodukten, Kosmetikanwendungen, etc.
Die Fragen und Antworten finden Sie unter http://www.echa.europa.eu/qa-display/-/qadisplay/5s1R/view/ids/1027-1028-1029-1030-1031


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3. CORAP 2015 bis 2017

Der fortlaufende Arbeitsplan der EU-Mitgliedstaaten (Community Rolling Action Plan – CoRAP) wurde nun um neue Stoffe ergänzt und der Plan bis 2017 fortgeschrieben und bei der ECHA veröffentlicht: http://echa.europa.eu/documents/10162/13628/corap_2015_2017_en.pdf
In dem Plan melden Mitgliedstaaten Behörden ihre geplanten Aktivitäten zu Stoffen im Rahmen ihrer Bewertungsaktivitäten, mit dem Ziel, die Arbeiten zu koordinieren (untereinander) und für die REACH-Akteure Transparenz hinsichtlich dieser Arbeiten herzustellen.
Die CORAP-Seiten sind erreichbar unter http://echa.europa.eu/de/information-on-chemicals/evaluation/community-rolling-action-plan/corap-table


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4. Vollzugsprogamm für die Jahre 2014 bis 2018 veröffentlicht

Das Gremium der Vollzugsbehörden der Mitgliedstaaten bei der ECHA, genannt Forum, hat sich auf die gemeinsamen Arbeitsschwerpunkte der Jahre 2014 bis 2018 geeinigt und diese in einem Arbeitsplan festgeschrieben. Der Arbeitsplan umfasst neben den Regelungen zur REACH-Verordnung auch die Regeln aus der Verordnung zur Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und Gemischen (CLP) und der Verordnung zur Informationsübermittlung beim Export bestimmter Stoffe zwischen Staaten (prior informed consent – PIC), welche ebenfalls beide auch im Aufgabenbereich der ECHA liegen.
Daneben enthält der Arbeitsplan auch einige Arbeitsaufträge für die Mitgliedstaatenbehörden, wie Harmonisierung des Vollzugs, Schaffung gemeinsamer Instrumente Standards und IT-Tools für den Vollzug und Dokumentation von Vollzugserfahrungsberichten.
Inhaltlich werden verstärkt neue Pflichten von Registranten und nachgeschalteten Anwendern im Fokus stehen. Dabei soll es auch um die Verbesserungs des Zugangs zu Registrieungs- und Notifizierungsdaten der Behörden gehen. Weitere konkrete Aktivitäten sind in den einzelnen Kapiteln des 59 Seiten umfassenden Dokuments genannt, wie z.B. der Vollzug zu Beschränkungen, SVHC und nach wie vor Sicherheitsdatenblättern, so dass auch Industrieakteure gute Hinweise bekommen können, um welche Felder sie sich vorrangig kümmern sollten. Natürlich heißt dies keineswegs, dass andere Aspekte nicht auch im Rahmen der Überwachung erfasst werden könnten.
Den Arbeitsplan finden Sie unter https://echa.europa.eu/documents/10162/13577/forum_MAWP_14_18_en.pdf


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5. Aktualisierte Kandidatenliste: sieben neue Stoffe

Die ECHA hat die Kandidatenliste der Stoffe für das Zulassungsverfahren aktualisiert. Eine Aufnahme in diese Liste ist der erste Schritt hin zu einer möglichen späteren Zulassungspflicht. Bereits mit der Aufnahme in diese Liste sind Pflichten für Ersteller von Sicherheitsdatenblättern und Inverkehrbringer von Erzeugnissen verbunden. Eine Darstellung dieser Pflichten finden Sie unter REACH-Hamburg http://www.reach-hamburg.de/index.php?id=114
Bei den neuen Stoffen handelt es sich um:

  • Cadmiumsulfid,
    EC-Nr. 215-147-8, CAS 306-23-6 (krebserregend, gleichermaßen besorgniserregend für die menschliche Gesundheit)
  • C.I. Direct Red 28 -
    Dinatrium-3,3'-[[1,1'-biphenyl]-4,4'-diylbis(azo)]bis(4-aminonaphthalin-1-sulfonat),
    EC-Nr. 209-358-4, CAS 573-58-0 (krebserregend)
  • C.I. Direct Black 38 -
    Dinatrium-4-amino-3-[[4'-[(2,4-diaminophenyl)azo][1,1'-biphenyl]-4-yl]azo]-5-hydroxy-6-(phenylazo)naphthalin-2,7-disulfonat,
    EC-Nr. 217-710-3, CAS 1937-37-7 (krebserregend)
  • Dihexylphthalat
    EC-Nr. 217-710-3, CAS 1937-37-7 (fortpflanzungsgefährdend)
  • Imidazolidin-2-thion
    EC-Nr. 202-506-9, CAS 96-45-7 (fortpflanzungsgefährdend)
  • Bleidi(acetat)
    EC-Nr. 206-104-4, CAS 301-04-2 (fortpflanzungsgefährdend)
  • Trixylylphosphat
    EC-Nr. 246-677-8, CAS 25155-23-1 (fortpflanzungsgefährdend)

Die Liste erfasst damit 151 Stoffe.


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Neues von nationalen Behörden ,Verbänden, NGOs


1. Deutsche Behörden starten erste öffentliche Konsultationen zu Stoffen im Rahmen der RMOA

Die sogenannte Risk Management Option Analysis (Risikomanagement-Optionenanalyse – RMOA) dient den Behörden als Instrument zur Analyse, welche Maßnahme zur Beherrschung von Stoffrisiken am bestsen geeignet ist. Das Instrument ist erst relativ neu und wurde im Rahmen der SVHC Roadmap 2020 entwickelt (siehe auch REACH Hamburg http://www.reach-hamburg.de/index.php?id=187&no_cache=1&sword_list%5B%5D=RMOA#c1740).
Die deutschen Behörden haben im Rahmen der Umsetzung der Aktivitäten beschlossen, fehlende Informationen im Rahmen einer öffentlichen Konsultation am Anfang des Prozess zu sammeln, um so die Informationslage zu verbessern. In der Vergangenheit wurde seitens zahlreicher Industrieakteure bemängelt, dass Entscheidungen zugunsten des Zulassungsverfahrens unter REACH häufig auf Basis falscher Annahmen getroffen wurden und ohne Berücksichtigung "vohersehbarer" Effekte auf die Industrie  getroffen wurden (von vorn herein klar, dass keine Alternativen verfügbar sind oder mögliche Substituitionen als Ziel des Zulassungsverfahrens nicht machbar sind und zu massiven Marktverwerfungen führen könnten – lediglich wirtschaftliche Belastung durch Antagstellung bei Zulassung ohne die Möglichkeit, das Verfahren zum Ausstieg zu nutzen). Gleichwohl muss die RMOA aber als Chance zur Mitwirkung verstanden werden und soll kein Parallelverfahren zu den eigentlichen REACH-Prozessen aufwerfen. Von daher haben die deutschen Behörden die Möglichkeit zu Mitwirkung durch die Industrie stark begrenzt und ein eigenes Internetportal im Auftritt des REACH-CLP Netzwerks aufgebaut. Dieses enthält eine genaue Übersicht, an welchen Stoffen die Behörden gerade arbeiten (analog zum mitgliedstaatenübergreifenden Portal PACT – s. Link oben) und der Möglichkeit, zu den Konsultationen zu gelangen.
Derzeit werden Konsultationen zu folgenden sieben Stoffen durchgeführt:

  • 2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-4-methylphenol (UV-P) EC2440-22-4, CAS 219-470-5, Verdacht persistent, bioakkumulierend und toxisch
  • 2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-4,6-bis(1-methyl-1-phenylethyl)phenol (UV-234), EC70321-86-7, CAS 274-570-6, Verdacht sehr persistent und sehr bioakkumulierend
  • 2-(2'-Hydroxy-3'-tert-butyl-5'-methylphenyl)-5-chlorobenzotriazol (UV-326), EC 3896-11-5, CAS 223-445-4, Verdacht persistent, bioakkumulierend und toxisch
  • 2,4-Di-tert-butyl-6-(5-chlorobenzotriazol-2-yl)phenol (UV-327), EC 3864-99-1, CAS 223-383-8, Verdacht sehr persistent und sehr bioakkumulierend
  • 2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetra-methylbutyl)phenol (UV-329), EC 3147-75-9, CAS 221-573-5, Verdacht persistent, bioakkumulierend und toxisch
  • 2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-4-(tert-butyl)-6-(sec-butyl)-pheno phenol (UV-350), EC 36437-37-3, CAS 253-037-1, Verdacht sehr persistent und sehr bioakkumulierend

Die Konsultation läuft noch bis Anfang Februar 2015 und ist hier zu finden: http://www.reach-clp-biozid-helpdesk.de/de/REACH/SVHC-Roadmap/DE_RMOA-Liste/DE_Stoffliste.html.
In wieweit gleichartige Konsultationen in anderen Mitgliedstaaten durchgeführt werden, ist unklar. Bekannt ist dies aber von anderen Staaten ebenfalls, zumindest auf informeller Ebene. Im Pact der ECHA ist dies leider im Augenblick noch nicht abgebildet.


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2. 7. Treffen des ECHA/Stakeholder-Netzwerks zu Expositionsszenarien ENES

Das Netzwerk zu Expositionsszenarien (ECHA-Stakeholder Exchange Network on Exposure Scenarios ENES), befasst sich seit 2011 mit der REACH-Umsetzung hinsichtlich der Expositionsszenarien und versucht dort, angemessene und sachgerechte Standards mit diesem neuen Instrument in der Bewertung und Kommunikation von Chemikalienrisiken zu etablieren.
Die Arbeit befasst sich dabei nicht nur mit den eigentlichen Expositionsszenarien als Dokument oder Format, sondern bezieht auch Aspekte ein, die weitestgehend mit dem Expositionsszenario als Konzept in Verbindung gebracht werden. So befasste sich auch das nunmehr 7. Netzwerktreffen u.A. mit Fragen zur Gemischetoxizität, Annahmen für die Stoffbewertung (z.B. Parameter zur Abschätzung der Emission von Stoffen bei der Umweltbewertung, den spERCs oder auch Instrumenten zur standardisierten Kommunikation).
Die Übersicht der Vortäge (auf Englisch) und die Links zum Download finden Sie unter folgendem Link: http://echa.europa.eu/web/guest/view-article/-/journal_content/title/seventh-meeting-of-the-echa-stakeholder-exchange-network-on-exposure-scenarios-enes-7- .
Eine Übersicht der Vorangegangenen Treffen und Links zu den Vorträgen und Inhalten dieser Veranstaltungen finden Sie unter http://echa.europa.eu/about-us/exchange-network-on-exposure-scenarios .


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3. Umweltbundesamt veröffentlicht Studie über die Möglichkeit einer Ausweitung der Zulassungspflicht unter REACH

Die REACH-Verordnung sieht vor, dass Stoffe, die Besonders Besorgniserregende Eigenschaften besitzen, in Verwendungen, die in der EU durchgeführt werden, nach und nach substituiert werden sollen. Diese Substitution kann sowohl durch weniger gefährliche Stoffe erfolgen als auch technisch durch alternative Verfahren. Nur in Ausnahmefällen ist nach eingehender Prüfung und Nachweis der Abwesenheit oder Wirtschaftlichkeit solcher Alternativen eine Erteilung einer verwendungsspezifischen Zulassung möglich. Erste Fälle von Zulassungsanträgen durch Stoffnutzer wurden bereits entschieden und für das nächste Jahr werden erneut zahlreiche Entscheidungen und neue Anträge erwartet (siehe auch ECHA-Informationsportal zu Zulassungsanträgen http://echa.europa.eu/addressing-chemicals-of-concern/applications-for-authorisation).
Ein Kritikpunkt am Zulassungsverfahren ist immer wieder, dass es derzeit nur Anwendung auf Verwendungen in der EU ermöglicht. Der Import eines Stoffs in einem Erzeugnis, welches von außerhalb der EU importiert wird, ist nicht erfasst. Hier ist es notwendig, ggf. daraus entstehende Riskien über eine zusätzliche Beschränkung zu regeln.
Aus Unternehmenssicht liegt ein Kritikpunkt dieses Konstrukts häufig darin, dass Unternehmen außerhalb der EU den Stoff weiterhin zur Herstellung von Erzeugnissen nutzen können und von Regulierungen zunächst zumindest nicht erfasst werden, also für deren Produkte zumindest bis zum Erlass einer zusätzlichen Beschränkung ein Wettbewerbsvorteil entstehen könne.
Für Behörden besteht das Problem eher darin, Zeit und Ressourcen für zusätzliche Recherche und die Erstellung von Beschränkungsvorschlägen aufwenden zu müssen, um potentielle Regelungslücken zu schließen und einen vollständigen Schutz von Menschen und Umwelt vor Besonders Besorgniserregenden Stoffen zu gewährleisten.
Aus diesen Gründen hat das deutsche Umweltbundesamt eine Studie in Auftrag gegeben, in wieweit eine Ausweitung der Zulassungspflicht auf den Import von Stoffen in Erzeugnissen mit WTO-Handelsrecht vereinbar ist, um ggf. auch hier die Zulassung anwenden zu können und die Beweislast auf die Importeure übertragen zu können. Die Ergebnisse der Studie wurden auf einem Workshop im Oktober in Brüssel vorgestellt. Die Vorträge sind auf den Internetseiten des Studienerstellers, Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse – sofia, unter http://sofia-darmstadt.de/index.php?id=604 einzusehen. Die Studie selbst besteht aus einem Bericht mit der Analyse und Empfehlungen (auf Englisch http://www.reach-info.de/dokumente/report_imported_articles.pdf) und einem deutschsprachigen Teil mit unterstützenden Fallstudien http://www.reach-info.de/dokumente/bericht_fallstudien.pdf.
Insgesamt ist das Fazit der Studie, dass eine Ausweitung der Zulassungspflicht auf importierte Erzeugnisse eine Verbesserung im REACH-System mit sich bringen würde und keinesfalls mit dem Handelsrecht der WTO  in Konflikt treten würde. Derzeit gibt es allerdings wohl noch keine Planungen die REACH-Verordnung dahingehend, jetzt schon anzupassen, zumal ja auch die klare Linie aller Akteure die ist, keine Änderungen am Rechtstext vorzunehmen.


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4. Forschunsginstitut der EU-Kommission veröffentlicht Bericht zur Bwertung von Gemischen

Das Joint Research Centre (JRC), das wissenschaftliche Forschungsinstitut der Eu-Kommission, hat einen Bericht veröffentlicht, der sich mit der Frage befasst, welche unterschiedlichen Ansätze es in der Bewertung von chemischen Gemischen gibt.
Dabei beschränkt sich die Studie nicht auf Konzepte, wie sie z.B. der VCI für die Konsolidierung von Informationen unter REACH vorschlägt (vergl. Auch 7. ENES-Netzwerktreffen bei der ECHA, Präsentation CEFIC/VCI Session 3 http://echa.europa.eu/web/guest/view-article/-/journal_content/title/seventh-meeting-of-the-echa-stakeholder-exchange-network-on-exposure-scenarios-enes-7-), sondern wirft auch einen Blick in andere Rechtsbereiche, wie z.B. die Biozide, den Pflanzenschutz oder sieht sich Bewertungsschemata des Anlagenrechts oder der Kosmetikgesetzgebung an. Daneben beleuchtet die Studie auch Regelungen in anderen Teilen der Welt, jüngste Aktivitäten aus den USA, Kanada und Ansätze auf der UN-Ebene.
Die Studie ist ist frei verfügbar unter http://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/bitstream/111111111/33253/1/lbna26675enn.pdf


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Veranstaltungen


1. "Grundlagenwissen REACH und CLP" und "CLP in der Praxis - Was kommt auf Ihr Unternehmen zu"

Das Netzwerk REACH@Baden-Württemberg bietet regelmäßig Informationveranstaltungen zu den Themen REACH und CLP an.
Neben den Veranstaltungen zu Schwerpunktthemen finden auch regelmäßig Veranstaltungen zu den Grundlagen von REACH und CLP statt.
Die Informationsveranstaltungen richten sich in erster Linie an die von REACH und CLP betroffenen Unternehmen.

Nächste Veranstaltungen

1. "Grundlagenwissen REACH und CLP"
Informationsveranstaltung des Netzwerks REACH@Baden-Württemberg
Termin:    28. Januar 2015
Ort:    Innenministerium Stuttgart
Veranstalter:    Netzwerk REACH@Baden-Württemberg
   

Hier finden Sie den Flyer zur Veranstaltung.


2. "CLP in der Praxis - Was kommt auf Ihr Unternehmen zu?"
Informationsveranstaltung des Netzwerks REACH@Baden-Württemberg
Termin:     24. Februar 2015
Ort:     Novotel, Karlsruhe
Veranstalter:     Netzwerk REACH@Baden-Württemberg
     

Hier finden Sie den Flyer zur Veranstaltung.


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2. Chemierechtstag 2015 am 28. Januar 2015

Auf dem Chemierechtstag 2015, den der Lexxion Verlag in Kooperation mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) ausrichtet, beleuchten Fachleute aus Behörden, Industrie und Anwaltschaft die aktuellen Entwicklungen zu REACH und die daraus folgenden Rechtsfragen und Anforderungen an Unternehmen.
Auf der Agenda stehen:
I.   REACH aus Sicht der Behörden
-    Aktuelle Entwicklungen aus Sicht der ECHA
-    REACH-Vollzug aus Sicht der Länder
II.  Fragen der Zulassung
-    Aktuelle Entwicklungen im Zulassungsverfahren
-    Registrierungsfrist 2018 – Herausforderungen für KMU
III. REACH – Rechtsschutz
-    Erhebung von Gebühren und Entgelten durch die ECHA
-    Entscheidungen des Board of Appeal der ECH
IV. Stoffrecht außerhalb der EU
-    Mögliche Auswirkungen des Freihandelsabkommens TTIP
-    K-REACH – REACH in Korea

In verschiedenen Vorträgen von Experten aus Behörden, Anwaltschaft und Industrie werden diese Themen im Detail vorgestellt und erörtert.
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Die Themen
• REACH aus Sicht der Behörden - ein Update
• Rechtsprechung und ECHA-Entscheidungen
• REACH in der Praxis
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Die Zielgruppe
Der Chemierechtstag 2015 richtet sich in erster Linie an Mitarbeiter von
Rechtsabteilungen der chemischen Industrie und nachgeschalteten Anwendern sowie
Rechtsanwälte mit einem besonderen Fokus auf chemierechtliche Themen.
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Ihr persönlicher Nutzen
- Durch die REACH-Verordnung entstandene (Rechts-)Fragen werden von
  Experten aus erster Hand beantwortet.

- Die vielfältigen Tätigkeitsfelder der Referenten erlauben tiefe Einblicke in
  das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven.

- Der Chemierechtstag 2015 bietet viel Raum für Erfahrungsaustausch und
  Diskussionen.

Weitere Informationen sowie das aktuelle Prgramm finden Sie unter:
http://www.lexxion.de/de/verlagsprogramm-konferenzen/stoffrecht/chemierechtstag-2015.html


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Bereiten Sie sich auf die Meldung an das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis vor!