Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg - Newsletter, Ausgabe 2015-02

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg. Ein Projekt, welches die Wirtschaftsakteure in der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH unterstützt.

Träger von REACH Hamburg ist ein Netzwerk Hamburger Firmen, Verbände und Behörden, welches sich vierteljährlich trifft um sich zu aktuellen Themen der REACH Umsetzung auszutauschen. Es besteht die Möglichkeit für weitere Firmen nach Voranmeldung an diesen Treffen teilzunehmen und Mitglied des Netzwerkes zu werden. Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist kostenpflichtig.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach-hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:


Neues aus der ECHA


1. ECHA 2014 Bericht zu den Stoffbewertungen legt Verbesserungen in den Dossiers nahe

Der kürzlich veröffentlichte Bericht der ECHA zu den Dossierbewertungen hat Verbesserungen in der Qualität der geprüften Dossiers nahegelegt. Nach zahlreichen Überprüfungen von beanstandeten Dossiers wurden in 72% der Fälle die geforderten Informationen nachträglich geliefert. Gleichwohl gibt die ECHA in Hinblick auf die weiteren Registrierungen 2014 einige Empfehlungen:

  • Genauigkeit bei der Stoffidentität und Beschreibung der Stoffzusammensetzung
  • Klare Beschreibung der gefährlichen Eigenschaften
  • Verwendung realistischer Annahmen zu Verwendungen und Verwendungsbedingungen in den Stoffsicherheitsberichten
  • Die Verwendung der aktuellen REACH-Leitlinien

Um in Zukunft besser den großen Umfang an Dossierbewertungen abarbeiten zu können, hat die ECHA zudem eine Bewertungsstrategie entwickelt, um gezielter Schwerpunkte setzen zu können. Dabei konzentriert sich der Ansatz vornehmlich auf die hochtonnagigen Stoffe und hier vor allem auf die Informationen zu gefährlichen Eigenschaften und Verwendungen.
Der Bericht ist nachzulesen unter http://echa.europa.eu/documents/10162/13628/evaluation_report_2014_en.pdf
Das Dokument zur Bewertungsstrategie unter http://echa.europa.eu/documents/10162/13608/echa_cch_strategy_en.pdf


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Neues von nationalen Behörden ,Verbänden, NGOs


1. Hintergrundpapier zu HBCD des Umweltbundesamtes

Das Umweltbundesamt hat zum Stoff Hexabromocyclododecan (HBCD) ein Hintergrundpapier veröffentlicht. Es stellt die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Stoff zusammen.
Eine Besonderheit des Stoffes ist, dass er weltweit über das Stockholmer Übereinkommen (in der EU geregelt durch Verordnung EU Nr. 850/2004 – POP-Verordnung) in seiner Verwendung beschränkt ist, bis auf seine Verwendung als Flammschutzmittel in Wärmedämmplatten. Hier sind Ausnahmen möglich. In Europa muss für eine solche Ausnahme jedoch eine Zulassung beantragt werden, da der Stoff gleichzeitig auf dem Anhang XIV der zulassungspflichtigen Stoffe verzeichnet ist. Gerade ist hier die Konsultation zu den ersten Zulassungsanträgen bei der ECHA beendet worden.
Zum Hintergrundpapier des UBA: http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/haufig-gestellte-fragen-antworten-zu (deutsch)
Zu den Ergebnissen der Konsultationen zu Zulassungsanträgen: http://echa.europa.eu/addressing-chemicals-of-concern/authorisation/applications-for-authorisation-previous-consultations


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2. Stellungnahme der Generalanwältin des europäischen Gerichtshofs zur Auslegung der 0,1%-Grenze bei Kandidatenstoffen in Erzeugnissen

Artikel 33 von REACH fordert von Lieferanten von Erzeugnissen die Informationsweitergabe von Stoffen der Kandidatenliste (ECHA: http://echa.europa.eu/candidate-list-table). Strittig ist seit Jahren dabei, ob bei komplexen Erzeugnissen die 0,1% Schwelle auf das ganze Erzeugnis zu beziehen ist oder auf einzelne Teilerzeugnisse (sogenanntes: once an article – always an article). Letzteres wird von einer Minderheit der Mitgliedsstaaten vertreten und auch als Maßgabe für Vollzugsaktivitäten, welche hoheitliche Aufgabe der Mitgliedstaaten ist, verwendet. Diese Länder sind Deutschland, Frankreich, Schweden, Belgien, Österreich und Dänemark (sowie Norwegen als nicht EU-Land). Nun ist dieser Streitfall vor dem europäischen Gerichtshof zur Verhandlung und die Generalanwältin hat ihre Stellungsnahme zu dieser Frage abgegeben. Diese kommt zu dem Schluss, dass die Interpretation der abweichenden Mitgliedsstaaten korrekt ist. Diese Empfehlung ist nicht bindend für das Gericht, ist aber ein Hinweis darauf, wie die Entscheidung sein könnte.
Die Erklärung der Anwältin ist hier einsehbar (in Deutsch, andere Sprachversionen verfügbar) http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=svhc&docid=162239&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1&cid=61745#ctx1


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3. Kommissionsstudie zu den Auswirkungen von REACH gestartet

Die EU-Kommission (Generaldirektion Wachstum) hat eine breit angelegte Studie zu den Auswirkungen von REACH gestartet.
Die Studie umfasst eine weitreichende Befragung von Stakeholdern, welche aus drei Elementen besteht:

  1. Eine breit angelegte Telefonbefragung in zahlreichen europäischen Ländern
  2. Eine offene Online-Umfrage
  3. Einzelinterviews mit Stakeholdern

Ziel der Studie ist es Schwächen in der REACH-Umsetzung offenzulegen und Empfehlungen für Verbesserungen abzuleiten. Die Online-Umfrage ist in acht europäischen Sprachen verfügbar und gliedert sich in 12 Abschnitte zu verschiedenen Themen:

  • Harmonisierung des Binnenmarkts
  • Registrierungen und Auswirkungen auf Chemieunternehmen, nachgeschaltete Anwender sowie Händler
  • Marktchancen und Innovation
  • SIEF und Konsortien
  • Ausblick auf die Registrierungen 2018
  • Auswirkungen auf Formulierer und Erzeugnisproduzenten
  • Unterstützungsangebote
  • Personalentwicklung und Berater
  • Kandidatenliste, Zulassung und Beschränkungen

Die Umfrage ist noch bis zum 10. März geöffnet. Die verschiedenen Versionen sind zu finden unter:

 

Language

Online Version

English (EN)

https://www.surveymonkey.com/s/REACH_Business_survey_EN  

Deutsch (DE)

https://de.surveymonkey.com/s/REACH_Business_survey_DE 

Français (FR)

https://www.surveymonkey.com/s/REACH_Business_survey_FR

Español (ES)

https://es.surveymonkey.com/s/REACH_Business_survey_ES

Italiano (IT)

https://www.surveymonkey.com/s/REACH_Business_survey_IT

Polski (PL)

https://www.surveymonkey.com/s/REACH_Business_survey_PL

Ceština (CZ)

https://www.surveymonkey.com/s/REACH_Business_survey_CZ

Român (RO)

https://www.surveymonkey.com/s/REACH_Business_survey_RO


Die Studie wird durchgeführt von den Unternehmen Centre for Strategy & Evaluation Services (CSES), Risk & Policy Analysts und Ökopol – Institut für Ökologie und Politik.

 


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Veranstaltungen


1. REACH in der Praxis Reihe wird fortgesetzt: REACH - wie geht das?

Informations- und Dialogveranstaltung
Veranstalter: Umweltbundesamt

Termin: 15.04.2015  10-17 Uhr

Veranstaltungsort: Bundespresseamt - Presse- und Besucherzentrum, Reichstagufer 14, 10117 Berlin

Inhalt:
Im Mittelpunkt des Workshops stehen die drei Fragen:

  • Was muss ich für mein Unternehmen bis zur Stoffregistrierung 2018 klären?
  • Wie funktioniert die umweltbezogene Stoffsicherheitsbeurteilung?
  • Welche Unterstützungsangebote gibt es und wie kann ich diese nutzen? 

Vor dem Hintergrund der REACH-Registrierungsphase bis 2018 lernen Sie Schritte kennen, die für eine Re-gistrierung notwendig sind (sowohl inhaltlich als auch organisatorisch). Akteure, die in den letzten Jahren bereits Stoffe registriert haben, werden ihre Erfahrungen vorstellen. Immer unter dem Blickwinkel: Wie können Sie davon profitieren?
Weiterhin werden Ihnen Unterstützungsangebote präsentiert, die Ihnen bei Ihrer Registrierung helfen: Leitli-nien, IT-Tools und Informationsangebote wie Helpdesks und Netzwerke. In den Veranstaltungspausen besteht die Möglichkeit, diese Angebote an Infotischen näher kennenzulernen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung geht es um  grundlegende Aspekte der umweltbezogenen Stoffsicher-heitsbeurteilung. Diese Aufgabe ist für die meisten Unternehmen „Neuland“ - im Gegensatz zum Arbeitsschutz. Auch hier erfahren Sie, was zu tun ist und was die Erfüllung der Aufgaben erleichtern kann.
Praxiserfahrene Referentinnen und Referenten stellen Angebote der Bundesbehörden, der ECHA, von Unter-nehmen und Verbänden und aus der Forschung vor. Sie werden auch bei diesem Workshop die Beiträge des Tages direkt für die Erfüllung Ihrer REACH-Aufgaben nutzen können.

Anmeldung und Programm:
Die Onlineanmeldug und weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: http://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reach/reach-in-der-praxis/reach-workshop-2015


Zielgruppen:
Der Workshop richtet sich vorrangig an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in den nächsten Jahren Stoffregistrierungen (erstmalig) vornehmen werden.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bei der Anmeldung ist die jeweilige Rolle und Größe des teilnehmenden Unternehmens anzugeben. Bei einer zu hohen Zahl von Anmeldungen behalten wir uns vor, entsprechend der Schwerpunktsetzung des Workshops eine Auswahl der Teilnehmer entsprechend ihrer Rolle in REACH vorzunehmen.


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Bereiten Sie sich auf die Meldung an das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis vor!