Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg - Newsletter, Ausgabe 2017-12

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Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg. Ein Projekt, welches die Wirtschaftsakteure in der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH unterstützt.

Träger von REACH Hamburg ist ein Netzwerk Hamburger Firmen, Verbände und Behörden, welches sich vierteljährlich trifft um sich zu aktuellen Themen der REACH Umsetzung auszutauschen. Es besteht die Möglichkeit für weitere Firmen nach Voranmeldung an diesen Treffen teilzunehmen und Mitglied des Netzwerkes zu werden. Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist kostenpflichtig.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach-hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:


Neues aus dem REACH-Hamburg-Netzwerk


1. REACH 2018: Keine Registrierung aber trotzdem rechtskonform?

Zum 31. Mai 2018 läuft die letzte Frist für die Registrierung nach REACH ab. Zahlreiche Akteure sind dabei letzte Vorbereitungen für ihre notwendigen Registrierungen zu treffen. Z.B. Labore zu organisieren, mit den federführenden Registranten zu verhandeln oder ihre Dossiers in der IUCLID zusammenzustellen. Aber was ist zu beachten, wenn Stoffe nicht registriert werden sollen, weil Unternehmen sich z.B. aus ökonomischen Gründen entschieden haben, von einer Registrierung abzusehen?

Die Akteure des REACH-Hamburg-Netzwerks haben für diese Situation relevante Informationen in einem Infoflyer zusammengestellt und möchte diesen auf diesem Wege ankündigen. Er kann kostenfrei auf der Webseite des Netzwerks heruntergeladen werden und soll Marktakteure dabei unterstützen, einen sauberen Abschluss zu ermöglichen, wenn der Import oder die Herstellung von Stoffen geplant ist.

Der Link zum Infoflyer ist diesem Newsletter im folgenden Punkt beigefügt.

 



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1.1. REACH 2018: Keine Registrierung aber trotzdem rechtskonform? - Infoflyer

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Neues aus der ECHA


1. REACH 2018: Letzte Deadline zur Registrierung von Stoffen – Sind sie vorbereitet?

 

 

Auch bei der ECHA steht derzeit alles unter dem Stichwort „REACH 2018“. Nach dem 31.Mai 2018 müssen alle Stoffe vor dem Inverkehrbringen auf dem EU-Markt registriert (angemeldet) sein, sofern sie die Tonnage von 1 Tonne je Marktakteur überstiegen haben. Sind sie das nicht, stellt das einen Verstoß gegen die REACH-Regeln dar, der ggf. strafrechtlich geahndet werden kann, bzw. muss.

Akteure, die immer noch unsicher sind, ob sie hätten handeln müssen, können sich bei der ECHA mittels einfach aufbereiteten Informationen schnell und unbürokratisch Informieren.

Allgemeine Informationen zu REACH, den Rollen und Pflichten können Sie hier einsehen (in Deutsch!, alternative Europäische Sprachen verfügbar) https://echa.europa.eu/support/getting-started

Wollen sie konkrete Anleitungen, was für eine Registrierung zu tun ist, können sie auch auf eine "Schritt für Schritt" Hilfestellung der ECHA zurückgreifen. https://echa.europa.eu/reach-2018. Diese ist ebenfalls weitgehend in Deutsch verfügbar und hilft Ihnen Schritt für Schritt den Weg zu einer erfolgreichen Registrierung zu finden. Unterstützt wird das u.a. durch kurze animierte YouTube Filme, welche die einzelnen Schritte veranschaulichen sollen (z.B. hier der Schritt 1 https://www.youtube.com/watch?v=R-ydVeXlY80)

Daneben ermöglicht es die ECHA jetzt, Registrierungen komplett online durchzuführen. Sie müssen also ggf. nicht einmal mehr zusätzliche Software installieren, sondern können (unter bestimmten Voraussetzungen) das gesamte Dossier online erstellen (in der sogenannten „ECHA Cloud“ Anleitung unter: https://echa.europa.eu/de/support/registration/creating-your-registration-dossier/how-to-create-your-registration-dossier-with-iuclid-cloud

sowie https://echa.europa.eu/de/support/dossier-submission-tools/echa-cloud-services

YouTube Film zur Cloud youtu.be/kXaDjajaDOU


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2. Verlängerung der Kommentierungsfrist zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung

Wie der deutsche REACH/CLP Helpdesk der Bundesstelle für Chemikalien vermeldet, soll sich die Kommentierungsfrist für harmonisierte Einstufungen und Kennzeichnungen künftig von 45 Tagen auf 60 Tage verlängern, um Marktakteuren mehr Zeit zu gewähren, ihre Kommentare einzureichen.

Weitere Informationen zur harmonisierten Einstufung im Rahmen der CLP-Verordnung finden sie hier https://echa.europa.eu/de/regulations/clp/harmonised-classification-and-labelling

 


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3. Erwartete Beschränkung zu Di-Isocyanaten wird neue Anforderungen an Nutzer mit sich bringen

Eine geplante Beschränkung von Di-Isocyanathaltigen Produkten wird möglicherweise künftig neue Anforderungen sowohl für Inverkehrbringer der Produkte als auch für deren Anwender mit sich bringen. Es ist geplant, über die Beschränkung den Kontakt mit den atemwegssensibilisierenden Stoffen möglichst weit zu reduzieren. Daher ist geplant, dass die Produkte künftig so gestaltet werden müssen, dass bestimmte Kontaktschwellen nicht überschritten werden können. Alternativ ist vorgesehen, dass der Inverkehrbringer von Produkten Schulungsmaßnahmen für die Nutzer anbieten müssen, die diese vor dem Umgang mit Di-Isocyanat-haltigen Produkten künftig vor einer Nutzung durchlaufen haben müssen.

Di-Isocyanate sind z.B. enthalten in Bauschäumen, Polyurethanlacken, Vergussmassen für den Elektrobereich etc. – es können also auch zahlreiche klein und mittelständische Unternehmen (z.B. Handwerksbetriebe) von der geplanten Beschränkung betroffen sein.

Weitere Informationen zum Stand des Beschränkungsverfahrens zu Di-Isocyanaten erhalten sie hier https://echa.europa.eu/de/restrictions-under-consideration/-/substance-rev/16120/term


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Neues von nationalen Behörden ,Verbänden, NGOs


1. Forum sieht operative Phase des Großprojektes REACH-EN-FORCE-6 (REF-6) zur Einstufung und Kennzeichnung von Gemischen in 2018 vor.

Das Forum der ECHA für den Austausch von Informationen über die Durchsetzung (Forum) hat am 8. bis 10. November 2016 in seinem 25. Plenum zugestimmt, nunmehr das sechste größere koordinierte Durchsetzungsprojekt REACH-EN-FORCE-6 (REF-6) durchzuführen.

Das Projekt, an dem sich auch das Amt für Arbeitsschutz Hamburg wieder beteiligen wird, konzentriert sich auf die Einstufung und Kennzeichnung von Gemischen einschließlich der Prüfung relevanter Teile des Sicherheitsdatenblattes (SDB).

Das Projekt wird außerdem über optionale Module verfügen, die es den nationalen Durchsetzungsbehörden (NEA) ermöglichen, eine Reihe anderer CLP-Verpflichtungen zu überprüfen.

  • dazu gehören Pflichten im Zusammenhang mit der Meldung der Einstufung in das C & L-Inventar (Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis),
  • die Pflicht zur Anwendung einer harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung,
  • die Anwendung von Kennzeichnungs- und Verpackungsbefreiungen sowie
  • neue Vorschriften für die Verpackung von Flüssigwaschmittelkappen.

Der Projektumfang wurde auf der Grundlage von Vorschlägen aus den Mitgliedstaaten, akkreditierten Interessengruppen, der Europäischen Kommission und der ECHA entwickelt.

Das Projekt wird 2017 vorbereitet und die Inspektionen sind für 2018 vorgesehen.

Die Veröffentlichung des Berichts wird gegen Ende 2019 erwartet.

echa.europa.eu/de/-/forum-launches-major-project-on-labelling-of-mixtures


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