Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg - Newsletter, Ausgabe 2018-11

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Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg. Ein Projekt, welches die Wirtschaftsakteure in der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH unterstützt.

Träger von REACH Hamburg ist ein Netzwerk Hamburger Firmen, Verbände und Behörden, welches sich vierteljährlich trifft um sich zu aktuellen Themen der REACH Umsetzung auszutauschen. Es besteht die Möglichkeit für weitere Firmen nach Voranmeldung an diesen Treffen teilzunehmen und Mitglied des Netzwerkes zu werden. Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist kostenpflichtig.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach-hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.


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Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem 25. Mai 2018 ist die Datenschutzgrundverordnung auf europäischer Ebene verbindlich.
Die Ökopol GmbH hat schon immer großen Wert auf Datenschutz gelegt.
Mit der Einführung der neuen Datenschutzbestimmungen wollen wir die Gelegenheit nutzen,
Ihnen zu versichern, dass wir auch weiterhin vertrauensvoll mit Ihren Kontaktdaten umgehen werden
und die Sicherheit der uns überlassenen Informationen auch technisch bestmöglich gewährleisten.

Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier 

Wir haben Ihnen bislang regelmäßig unseren Reach-Hamburg Newsletter übersandt.
Von dieser Möglichkeit werden wir auch weiterhin gern Gebrauch machen.
Sollten Sie das zukünftig nicht mehr wünschen, dann können Sie unseren Newsletter abbestellen:

 


Die aktuellen Meldungen im Überblick:


Neues aus der ECHA


1. Neue Datenbank bis 2021 zu Stoffen auf der Kandidatenliste, die in Erzeugnissen enthalten sind

Die Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) wird für Betreiber und Verbraucher von Abfallbehandlungsanlagen eine neue Datenbank erstellen. Diese neue Datenbank über Stoffe auf der Kandidatenliste, die in Erzeugnissen enthalten sind, soll bis 5. Januar 2020 eingerichtet werden.

Die relevanten Informationen müssen der ECHA bis zum 5. Januar 2021 von Herstellern, Importeuren, Vertreibern, Lieferanten etc. von solchen Erzeugnissen, die im Erzeugnis bzw. Teil-Erzeugnis über 0,1 Masseprozent eines SVHC-Stoffes enthalten, zur Verfügung gestellt werden. Sie sind dazu nach Art. 33, Nr. und Art. 33, Abs. 1 der REACH-Verordnung verpflichtet.

Diese Verpflichtung basiert auf der überarbeiteten Abfallrahmenrichtlinie (EU-Richtlinie 2018/851 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2018 zur Änderung der Richtlinie 2008/98/EG über Abfälle, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32018L0851), die im Juli 2018 in Kraft getreten ist. Sie ist Teil des EU-Abfallgesetzgebungspakets, das zur Kreislaufwirtschaftspolitik der EU beiträgt. Die Richtlinie muss von den jeweiligen Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden.

Die so zusammengestellten Informationen werden den Betreibern und Verbrauchern von Abfallbehandlungsanlagen helfen, Abfall- und Recyclingmaterialien zu behandeln. Ziel ist es, das Risikomanagement von Chemikalien bei der Verwertung von Abfällen zu verbessern und ungiftige Stoffkreisläufe zu fördern.

Die Datenbank soll zudem Verbraucher darin unterstützen, durchdachte Entscheidungen für sicherere Produkte zu treffen. Dies wird auch den Druck erhöhen, bedenkliche Stoffe zu ersetzen.

Diese in REACH vorgesehene neue Aufgabe stärkt die Notwendigkeit einer guten Kommunikation zwischen den Beteiligten in der Lieferkette. Die Informationspflicht der ECHA über Stoffe auf der Kandidatenliste in Erzeugnissen wird somit erfüllt.

Quelle: https://echa.europa.eu/de/-/new-database-on-candidate-list-substances-in-articles-by-2021


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2. ECHA schlägt 18 Stoffe für Zulassungspflicht vor

Eine geplante Beschränkung von Di-Isocyanathaltigen Produkten wird möglicherweise künftig neue 

Bis zum 5. Dezember 2018 ist es möglich, die nächsten Empfehlungen der ECHA für die Fortschreibung des Anhangs XIV zu kommentieren. 

Die öffentliche Konsultation der Agentur für eine Empfehlungsaufnahme findet in der Regel einmal im Jahr statt. Die Auswahl der Substanzen für die Kandidatenliste erfolgt in erster Linie auf Basis von Informationen zur Verwendungen und Mengen des Stoffes, die in Registrierungsdossiers im Rahmen der Zulassung gesammelt werden.

Die ECHA empfiehlt, 18 Stoffe in den Anhang XIV aufzunehmen. Darunter sind mehrere Stoffe mit reproduktionstoxischen Eigenschaften:

  1. Bisphenol A: ein endokriner Disruptor mit Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, wird in Epoxidharzhärter verwendet;
  2. 2-ethylhexyl 10-Ethyl-4,4-Dioctyl-7-oxo-8-oxa-3,5-dithia4-stannatetradecanoate (DOTE): Stabilisator in Polymeren;
  3. Reaktionsmasse von 2-ethylhexyl 10-Ethyl-4,4-Dioctyl-7-oxo8-oxa-3,5-dithia-4-stannatetradecanoate und 2-Ethylhexyl-10-ethyl-4 - [[2 - [(2-ethylhexyl ) oxy] -2-oxoethyl] thio] -4- octyl-7-oxo-8-oxa-3,5-dithia-4-stannatetradecanoate (Reaktionsmasse DOTE und MOTE): Stabilisator in Polymeren;
  4. Dioxobis (stearato) trilead: Stabilisator in PVC;
  5. Fettsäuren, C16-18, Bleisalze: Stabilisator in PVC;
  6. Trilead dioxid Phosphonat: Stabilisator in PVC, Gummi-Produktion, Spiegel Rückseite;
  7. Schweflige Säure, Bleisalz, zweibasischer: Stabilisator in PVC, Spiegel Rückseite;
  8. [Phthalato (2 -)] dioxotrilead: Stabilisator in PVC;
  9. Trilead bis (carbonat) dihydroxid: Künstlerfarben;
  10. Bleioxid Sulfat: Spiegel Rückseite;
  11. Tetraethylblei: Zusatzstoff in Flugbenzin;
  12. 2-Methoxyethanol: Lösungsmittel und
  13. 2-Ethoxyethanol: Lösungsmittel.

Zwei Substanzen haben respiratorisch sensibilisierende Eigenschaften. Sie werden in Epoxidharzhärter verwendet:

  • 14. Cyclohexan-1,2-dicarbonsäureanhydrid [1],
    cis-Cyclohexan-1,2-dicarbonsäureanhydrid [2],
    trans-Cyclohexan-1,2-dicarbonsäureanhydrid [3] (HHPA) und
  • 15. Hexahydromethylphthalic Anhydrid [1],
    Hexahydro-4-Methylphthalsäureanhydrid [2],
    Hexahydro-1-Methylphthalsäureanhydrid [3], 
    Hexahydro-3-Methylphthalsäureanhydrid [4] (MHHPA).

Die ECHA empfiehlt, auch den sehr persistenten und sehr bioakkumulativen (vPvB) Stoff Dechlorane Plus (16. Stoff), der als Flammschutzmittel in Klebstoffen und Polymeren verwendet wird, in den Anhang XIV aufzunehmen.

Zusätzlich wird die Agentur Reaktionsprodukte von 1,3,4-Thiadiazolidin-2,5-dithion, Formaldehyd und 4-Heptylphenol, verzweigte und lineare (RP-HP) mit ≥0.1 % w / w 4-Heptylphenol, verzweigte und linearer (4-Hbl) (17. Stoffgruppe) berücksichtigen. Es sind endokrine Disruptoren mit Auswirkungen auf die Umwelt und sie werden in Schmierstoffen und Fetten eingesetzt.

ECHA empfiehlt ebenfalls die Aufnahme von 4,4'-Bis (dimethylamino) -4 '' - (methylamino) Tritylalkohol mit ≥ 0,1 % Michlers Keton (EC-Nr. 202-027-5) oder Michlers Base (EC-Nr. 202 -959-2) (18. Stoff), der in Druckfarben verwendet wird und karzinogene Eigenschaften hat.

Die Agentur fordert Kommentare und weitere Informationen über die Verwendung der oben genannten Stoffe und mögliche Ausnahmen von der Zulassungspflicht sowie Informationen über die Struktur und Komplexität der Lieferketten.

Parallel zur ECHA-Konsultation werden von der Europäischen Kommission Informationen über die möglichen sozioökonomischen Folgen der Aufnahme dieser 18 Substanzen in den Anhang XIV gesammelt. Die erhaltenen Informationen werden direkt an die Kommission weitergeleitet.

Quelle: https://echa.europa.eu/de/-/public-consultation-on-18-substances-proposed-for-authorisation-under-reach

Direkter link zur Abgabe von Kommentaren: https://echa.europa.eu/de/recommendation-for-inclusion-in-the-authorisation-list


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Neues von nationalen Behörden ,Verbänden, NGOs


1. REACH-Kongress 2018

Der REACH-Kongress 2018 wird diesmal bei der BAuA in Dortmund durchgeführt. Dieser 4. REACH-Kongress wird am 6. und 7. Dezember 2018 stattfinden.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie die Tagesordnung finden Sie hier.

Link zur Online-Anmeldung: https://www.baua.de/DE/Angebote/Veranstaltungen/Termine/2018/Anmeldung-REACH-Kongress/Anmeldung_node.html

Die Anmeldefrist läuft am 09.11.2018 ab.


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Neues vom Europäischen Parlament


1. EU-Parlament macht Druck bei Stoffen in Erzeugnissen

Das Europäische Parlament verabschiedete eine Entschließung zum Thema „Umsetzung des Pakets zur Kreislaufwirtschaft: Optionen zur Regelung der Schnittstelle zwischen Chemikalien-, Produkt- und Abfallrecht“ (2018/2589(RSP)) am 13. September 2018.

Im 7. Umweltaktionsprogramm der EU wird die Entwicklung einer Unionsstrategie für eine nichttoxische Umwelt vorgesehen. Mit dieser soll sichergestellt werden, dass die Belastung durch Chemikalien in Produkten – auch in eingeführten Produkten – minimiert wird. Daneben sollen schadstofffreie Materialkreisläufe gefördert werden, damit rezyklierte Abfälle als wichtige und zuverlässige Rohstoffquelle der Union verwendet werden können. Das Parlament erwartet, dass im Rahmen des Programms rasch Maßnahmen ergriffen werden, um „Schnittstellenprobleme“ anzugehen.

Als primäre Ziele seiner Entschließung nennt das EU-Parlaments das rasche Handeln der EU-Kommission in drei Bereichen. Diese solle verhindern, dass gefährliche Chemikalien in den Materialkreislauf gelangen, eine vollständige Kohärenz der Rechtsvorschriften zur Umsetzung der Abfall- und Chemikalienpolitik herstellen und eine bessere Durchführung der derzeitigen Rechtsvorschriften sicherstellen.

Das Parlament fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, in enger Zusammenarbeit mit der ECHA, ihre jeweiligen regulatorischen Tätigkeiten zu intensivieren, um die Substitution besonders besorgniserregender Stoffe (SVHC) zu fördern und die Verwendung von Stoffen im Rahmen der REACH-Verordnung und weiterer spezifischer Rechtsvorschriften zu beschränken, sodass rezyklierte Abfälle in der Union als wichtige und zuverlässige Rohstoffquelle verwendet werden können.

Das Parlament betont, dass es von größter Bedeutung ist, die Transparenz bezüglich des Vorhandenseins oder nicht Vorhandenseins von besorgniserregenden Stoffen in Verbraucherprodukten zu erhöhen, damit die Öffentlichkeit Vertrauen in die Sicherheit von Sekundärrohstoffen fasst. Es weist darauf hin, dass sich durch eine erhöhte Transparenz der Anreiz verstärken würde, auf die Verwendung besorgniserregender Stoffe zu verzichten.