Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg
Pfad: MaterialienAufgaben und Pflichten / Kommunikation in der Lieferkette

AKTUELL!!!

Diskussionsbeitrag des REACH-Hamburg-Netzwerks zu den Problemen von REACH-Akteuren bei der Kommunikation in den Lieferketten mit erweiterten Sicherheitsdatenblättern

Die Akteure des REACH-Hamburg Netzwerkes haben in zwei Dokumenten ihre Beobachtungen und daraus abgeleitete Empfehlungen für einen besseren Umgang mit erweiterten Sicherheitsdatenblättern in zwei Dokumenten zusammengestellt. Diese sollen als Input in den aktuellen Diskussionen um eine sachgerechte Umsetzung der REACH kommunikationspflichten gemäß Artikel 31 dienen.
In einem ersten Dokument werden Beobachtungen aus dem Tagesgeschäft der Akteure dargestellt und zusammengefasst und die Probleme im Umgang mit der derzeit gängigen Praxis der Kommunikation über erweiterte Sicherheitsdatenblätter dargestellt. Dieses Dokument finden Sie hier.
Das zweite Dokument umfasst eine Reihe von pragmatischen Empfehlungen die nach Ansicht der REACH-Hamburg Akteure zu einer Verbesserung der Situation zur Umsetzung der REACH-Pflichten in Bezug auf die Kommunikation in der Lieferkette mit erweiterten Sicherheitsdatenblättern beitragen könnten. Dieses Dokument ist hier erhältlich.


Nach oben

Kommunikation in der Lieferkette

Eine wichtige Neuerung unter REACH ist, dass verstärkt Elemente enthalten sind, bei denen verschiedene Akteure Aufgaben erhalten und so eine Kommunikation in den Lieferketten nötig wird.
Grundsätzlich fällt dem Registranten eines Stoffes die Aufgabe zu einen Stoff bezüglich seiner von ihm ausgehenden Gefahren zu beurteilen und seine Kunden über die Gefahren und die zu ergreifenden Risikomanagementmaßnahmen zu informieren. Gleichzeitig fällt den gewerblichen Kunden, den Nachgeschalteten Anwendern und Händlern, die Aufgebe zu, Informationen aus der Lieferkette über die Verwendungen der Stoffe und die Eignung der empfohlenen Maßnahmen zum Registranten zu kommunizieren, damit dieser diese berücksichtigen kann.

Im Folgenden werden einige Instrumente der Kommunikation vorgestellt und Informationsquellen zur Vertiefung aufgelistet.


Nach oben

Sicherheitsdatenblätter und Sicherheitshinweise

Sicherheitsdatenblätter mussten bereits vor REACH an Kunden von chemischen Stoffen oder Gemischen übermittelt werden. REACH beschreibt unterschiedliche Auslöser für die Bereitstellung von Sicherheitsdatenblättern.

Obligatorisch bereitzustellen sind sie nach Artikel 31 (1):

Der Lieferant eines Stoffes oder eines Gemisches stellt dem Abnehmer des Stoffes oder des Gemisches ein Sicherheitsdatenblatt nach Anhang II zur Verfügung,

a)    wenn der Stoff oder das Gemisch die Kriterien für die Einstufung als gefährlich gemäß den Richtlinien 67/548/EWG oder 1999/45/EG erfüllt oder

b)     wenn der Stoff persistent, bioakkumulierbar und toxisch oder sehr persistent und sehr bioakkumulierbar gemäß den Kriterien des Anhangs XIII ist oder

c)    wenn der Stoff aus anderen als den in Buchstabe a und Buchstabe b angeführten Gründen in die gemäß Artikel 59 Absatz 1 erstellte Liste aufgenommen wurde.

Auf Anforderung sind sie bereitzustellen nach Artikel 31 (3):

Der Lieferant stellt dem Abnehmer auf Verlangen ein Sicherheitsdatenblatt nach Anhang II zur Verfügung, wenn ein Gemisch die Kriterien für die Einstufung als gefährlich gemäß den Artikeln 5, 6 und 7 der Richtlinie 1999/45/EG zwar nicht erfüllt, aber

a)    bei nichtgasförmigen Gemischen in einer Einzelkonzentration von ≥ 1 Gewichtsprozent und bei gasförmigen Gemischen in einer Einzelkonzentration von ≥ 0,2 Volumenprozent mindestens einen gesundheitsgefährdenden oder umweltgefährlichen Stoff enthält oder

b)    bei nichtgasförmigen Gemischen in einer Einzelkonzentration von ≥ 0,1 Gewichtsprozent mindestens einen persistenten, bioakkumulierbaren und toxischen oder sehr persistenten und sehr bioakkumulierbaren Stoff gemäß den Kriterien nach Anhang XIII enthält oder aus anderen als den in Buchstabe a angeführten Gründen in die gemäß Artikel 59 Absatz 1 erstellte Liste aufgenommen wurde oder

c)    einen Stoff enthält, für den es gemeinschaftliche Grenzwerte für die Exposition am Arbeitsplatz gibt.

Die Struktur des Sicherheitsdatenblatts ist in Anhang II von REACH zu finden. Weiter Hilfestellungen finden sich bei folgenden Institutionen:


Nach oben

REACH Expositionsszenarien

Ein Hersteller oder Importeur, der einen Stoff  in Mengen > 10 t/a herstellt oder importiert, ist verpflichtet einen Stoffsicherheitsbericht zu erstellen. Expositionsszenarien unter REACH sind Bestandteil des Stoffsicherheitsberichts. Wenn der Stoff gefährliche Eigenschaften im Sinne der Richtlinie 67/548/EWG aufweist oder die Kriterien für einen PBT- (Persistent, Bioakkumulierend und Toxisch) oder vPvB-Stoff (sehr persistent und sehr bioakkumulierend) nach Artikel 57 erfüllt, so muss der Registrant auch ein Expositionsszenario anfertigen. In diesem werden für jede, identifizierte und unterstützte Verwendung die Bedingungen beschrieben, für die bei Einhaltung der Maßnahmen eine sichere Verwendung durch den Registranten abgedeckt ist. Das Expositionsszenario enthält sowohl die Beschreibung von technischen Anwendungsbedingungen des Anwendungsprozesses als auch die Risikomanagementmaßnahmen. Für unterschiedliche Verwendungen müssen entsprechend unterschiedliche Expositionsszenarien erstellt werden. Das kann z.B. bedeuten, dass ein Expositionsszenario für die Verwendung bei der Herstellung des Stoffes erstellt werden muss und ein weiteres für die Nutzung des Stoffes in einer Zubereitung bei einem Formulierer down-stream in der Lieferkette. Insgesamt erstellt der Registrant Expositionsszenarien für alle abgedeckten Verwendungen innerhalb des gesamten Lebenszyklus des Stoffes, inklusive seiner Entsorgung.
Über die grundlegenden Anforderungen hinaus (Artikel 14 (4), Anhang I (5.1)) ist die Strukturierung eines Expositionsszenarios freigestellt. Hauptbestandteile eines Expositionsszenarios sind Anwendungsbedingungen und Risikomanagementmaßnahmen (RMM) die gemeinsam eine als "sicher" beurteilte Anwendung gewährleisten. Damit werden die unterschiedlichsten Aspekte adressiert die zur Exposition von Mensch und Umwelt beitragen:

  • Wer darf den Stoff anwenden?
  • Wo darf der Stoff eingesetzt werden?
  • Wie darf der Stoff  angewendet  werden?
  • Wie viel, wie lange und wie oft darf der Stoff angewendet werden?

Das "Wer" soll in diesem Fall den Personenkreis abgrenzen, der mit einem Stoff Umgang haben soll, also z.B. Arbeiter im industriellen Umfeld, gewerbliche Anwender oder Endverbraucher. Das "Wo" bezieht sich auf den Ort der Anwendung (innen - außen – mit Kontakt zur Umwelt), wohingegen das "wie" sich auf die Arbeitsverfahren bezieht (spritzen – tauchen; geschlossenes – offenes System). Das "Wie viel" beschreibt den Umfang in dem ein Stoff unter bestimmten Bedingungen zum Einsatz kommt (g – kg –  t; min – h).
Weitere Informationen zu den Pflichten und Aufgaben des nachgeschalteten Anwenders finden sie im Leitfaden der ECHA Leitfaden für nachgeschaltete Anwender (Guidance for Downstream Users).
Diese Leitlinie liegt auch in deutscher Übersetzung vor.
Näheres zu Struktur und Inhalt des Expositionsszenarios liefert der Leitfaden zur Erstellung eines Expositionsszenarios (Exposure Scenario Building)
Diese Leitlinie liegt auch in deutscher Übersetzung vor.


Nach oben

Verwendung von USE Deskriptoren in der Umweltbewertung

Im Rahmen eines Gutachtens, das die Firma Ökopol für das Umweltbundesamt durchgeführt hat, wurde das Vorgehen verschiedener Industrieverbände zur Entwicklung und Dokumentation von sogenannten "specific environmental release categories" (spERCs) analysiert.
Die spERCs stellen spezifischere  Annahmen dar,  als die sogenannten "environmental release categories" (ERCs) der Use Descriptor Systems zur Beschreibung von Verwendungen unter REACH in der Lieferkette. Neben der puren Beschreibung einer Verwendung sind mit der Verwendung eines ERCs oder auch spERCs Annahmen verbunden, welcher Anteil eines eingesetzten Stoffes über einen bestimmten Pfad (Luft, Wasser, Boden) in die Umwelt abgegeben wird. Dabei stellen die ERCs konservative Abschätzungen dar, die ggf. die realen Verhältnisse deutlich überschätzen. Wird jedoch auf dieser Ebene kein Risiko festgestellt gelten natürlich auch Verwendungen als sicher bei denen weniger von dem Stoff freigesetzt wird. Der spERC gilt als eine Verfeinerung des ERC. Somit werden hier weitergehende Einschränkungen vorgenommen, die dazu führen, dass bei den Berechnungen zur Freisetzung geringere Anteile angenommen werden können. Gründe dafür können zum einen die genauere Beschreibung von Anwendungsbedingungen sein, bei denen weniger freigesetzt wird und zum anderen die Anwendung von Risikomanagementmaßnahmen,  die die Freisetzung herabsetzen.
Dargelegt und veröffentlicht werden diese Verfeinerungen in den sogenannten "fact sheets" zu den spERCs, so dass die getroffenen Annahmen für Registranten transparent sind und im Rahmen der Stoffsicherheitsbewertung berücksichtigt werden können. Desweiteren sollen die "fact sheets" Informationen für die Kommunikation in der Lieferkette enthalten (z.B. Angaben zum scaling)
Im Gutachten wurden übergeordnete Fragestellungen bezüglich der Struktur der Informationen in den "fact Sheets" und der Begründungen zur Ableitung der einzelnen spERCs auf einer allgemeinen Ebene analysiert und beschrieben. Die Prüfung führte zu den folgenden Ergebnissen:
Die spERCs werden seitens der Industrie zwar als Konkretisierung der ERCs verstanden.  Nach Auskunft von befragten Verbandsvertretern ist es jedoch notwendig, dass die Bedingungen der spERCs durch die Registranten angepasst werden müssen auf deren spezifische Bedingungen. D.h. der Registrant muss sich versichern, dass von ihm betrachtete Verwendungen unter Bedingungen stattfinden, die getroffene Annahmen zur Freisetzung rechtfertigen. Dieser Anspruch der Organisationen, die mit der Entwicklung der spERCs befasst waren unterscheidet sich von den allgemeinen Erwartungen der REACH Akteure (Behörden, nachgeschaltete Anwender etc.), die nicht an der Entwicklung der spERCs beteiligt sind in Bezug auf den Grad der Konkretisierung der Informationen zu den Verwendungen. Wichtige Punkte sind:

  • In den "fact Sheets" werden die Verwendungsbedingungen zum Teil sehr allgemein formuliert.
  • Es gibt wenig konkrete Hinweise für den Registranten, welche spezifischen Bedingungen angenommen werden und zu kommunizieren sind.
  • Die Verwendungen selbst sind häufig sehr breit definiert, wobei beschreibende Informationen in den verschiedenen Abschnitten der "fact Sheets" z.T. uneinheitlich präsentiert werden.
  • Die Standardwerte werden aus unterschiedlichen Quellen und mit unterschiedlichen Methoden abgeleitet, vielfach ist allerdings die Begründung für die Werte nicht ausreichend dokumentiert.

Ein zentraler Aspekt für die zukünftige Weiterentwicklung der spERCs ist es, eindeutig abzuleiten und darzulegen, ob Emissionsfaktoren mit oder ohne Risikomanagementmaßnahmen gelten. Dies ist in den "fact Sheets" konsistent und verständlich zu beschreiben. Des Weiteren sollten die Informationen zur Beschreibung der Abdeckung der spERCs kürzer und übersichtlicher strukturiert und präsentiert werden. Die Dokumentation der Begründungen für Werte und Annahmen sollte verbessert werden.
Der Bericht ist erhältlich unter: http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4085.pdf
Die ECHA Leitlinien zur Bewertung der Umwelt R16 erhalten Sie hier: http://echa.europa.eu/documents/10162/13632/information_requirements_r16_en.pdf
Die Leitlinie zu den Use Deskriptoren erhalten Sie hier: http://echa.europa.eu/documents/10162/13632/information_requirements_r12_de.pdf


Nach oben

Konsolidierung von Informationen in den Sicherheitsdatenblättern

Formulierer, die aus Einzelstoffen und/oder Gemischen ein Gemisch herstellen, sind dazu verpflichtet, die erhaltenen stoffbezogenen Informationen bei der Erstellung ihrer (erweiterten) Sicherheitsdatenblätter (eSDS = Sicherheitsdatenblatt plus Expositionsszenario (ES)) zu berücksichtigen. Dieser Schritt wird häufig als „Konsolidierung von Informationen“ bezeichnet und beinhaltet keine Risikobewertung im Sinne eines PEC / PNEC Vergleiches.
Der Formulierer kann die ES von Einzelstoffen unverändert weiterreichen oder sie vor der Weitergabe für das Gemisch konsolidieren und zu einem ES zusammenführen oder die Informationen in das Sicherheitsdatenblatt integrieren. Entscheidend ist, dass die richtigen Informationen ausgewählt, ggf. der spezifischen Verwendungen angepasst und den Anwendern angemessen kommuniziert werden.
CEFIC hat eine Methode zur Konsolidierung der Informationen, die mit als gefährlich eingestuften Gemischen weiter gegeben werden muss, entwickelt, die auf den Prinzipien der Einstufung und Kennzeichnung von Zubereitungen aufbaut (DPD+). Die Methode ist auf besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) nicht anwendbar. Bezüglich der Umwelt werden mit der Methode die Leitsubstanzen, die das Umweltrisiko der Mischung insgesamt bestimmen, anhand der R-Sätze R50 bis R53 ausgewählt.
Im ECHA – Leitfaden für nachgeschaltete Anwender wird ebenfalls ein Vorgehen zur Konsolidierung von Informationen für Gemische vorgeschlagen. Im Unterschied zur DPD+-Methode wird empfohlen, zur Auswahl der „kritischen Komponenten“ in Bezug auf die Umwelt

  • PNECs oder das PEC/PNEC-Verhältnis der Komponenten zu betrachten ohne sie zu verrechnen,
  • auf die Einstufung nur dann zurückzugreifen, wenn PNECs nicht vorliegen,
  • insgesamt 4 Expositionspfade für die Umwelt zu berücksichtigen: Wasser, Boden, Luft und Sedimente

In dem aktuellen Gutachten "Entwicklung von Vorgaben/Kriterien für Industrie und Behörden zur Risikobewertung von Gemischen" (FKZ: 3710 63 403) des Umweltbundesamts hat die Firma Ökopol überprüft, ob bei Verwendung der DPD+-Methode die ausgewählten Anwendungsbedingungen und Risikomanagementmaßnahmen eine sichere Verwendung gewährleisten. Hierbei wurde untersucht, ob bei Verwendung der DPD+-Methode

  • Die erhaltene Information in Sicherheitsdatenblättern, Expositionsszenarien oder nach Artikel 32 durch den Formulierer angemessen berücksichtigt wird.
  • Die weitergegebene Information den Anforderungen an sichere Verwendungsbedingungen unter REACH genügen, also alle relevanten Risiken angemessen beherrscht werden.

Bei der Prüfung wurden die Anforderungen an die Risikobewertung unter REACH als Maßstab angelegt, wobei klar zwischen den rechtlichen Anforderungen und der "besten Praxis" in der Risikobewertung zu unterschieden wurde.

Zentrale Aspekte waren das Vorgehen und die Prinzipien zur Auswahl der Leitsubstanzen (Bildung des Leitsubstanzindikators = LSI), eine Überprüfung der Angemessenheit der per DPD+-Methode ermittelten Verwendungsbedingungen und eine Gesamtbewertung der Methode.
Eine Kurzzusammenfassung der Ergebnisse des Gutachtens finden Sie hier.

Im Rahmen dieses Gutachtens wurden die Möglichkeiten und Grenzen des DPD+-Ansatzes hinsichtlich der Konsolidierung der umweltrelevanten Informationen untersucht und beschrieben. Hierbei sind sowohl methodische Aspekte bzgl. der Umweltrisiken als auch"weiche" Faktoren der Kommunikation und Kooperation in der Wertschöpfungskette identifiziert worden, die in den weiteren Arbeiten zur Methodenentwicklung für die Konsolidierung diskutiert werden sollten.
Das Gutachten ist noch im Entwurfsstadium und vom Umweltbundesamt noch nicht veröffentlicht worden.
Den Berichtsentwurf können Sie hier erhalten.

 

 

 


Nach oben

Kommunikation über Verwendungen in der Lieferkette

REACH sieht vor, dass Registranten in der Registrierung ihrer Stoffe die Verwendungen entlang des Lebensweges bis zur Entsorgung bezüglich ihrer Exposition auf Mensch und Umwelt bewerten. Zu diesem Zweck sieht das Gesetz vor, das Verwendungen von Kunden an die Lieferanten Weitergericht (kommuniziert) werden und so zum Hersteller der Stoffe gelangen, so dass dieser die Bewertung vornehmen kann. Um über eine gemeinsame Sprache bei der Kommunikation entlang der Lieferkette zu verfügen, ist von der ECHA das Konzept des USE Descriptor Systems vorgeschlagen worden (Leitlinie zu den Informationsanforderungen und Erstellung des Stoffsicherheitsberichts, R12) Anhand von fünf beschreibenden Elementen sollen die Verwendungen so abgebildet werden, dass ein Registrant ausreichend Informationen bekommt, um die Verwendung zu bewerten. Die Kategorien sind:

  • Sector of Use (SU)
  • Chemical product category (PC)
  • Process category (Proc)
  • Article category (AC)
  • Environmental release category (ERC)

Das REACH-HH Kompetenznetzwerk hat einen Workshop zum Thema „Kommunikation über Verwendungen in der Lieferkette“ durchgeführt. In den Vorträgen wurden die allgemeinen Pflichten und Rechte bei der Kommunikation in der Lieferkette und Ansätze zur praktischen Umsetzung dargestellt.

Eine Verwendung gilt nur als sicher, wenn eine Exposition (also der Kontakt eines Menschen oder der Umwelt) unterhalb eines als sicher erachteten Wertes bleibt. Für die Verwendungen von gefährlichen Stoffen müssen ggf. Expositionsszenarien erstellt werden. Damit sie dieser Aufgabe nachkommen können, müssen Registranten wissen in welche Verwendungen ihr Stoff geliefert wird.

Um Firmen bestimmter Industriesektoren bei der Erstellung von Expositionsszenarien zu unterstützen, haben deren Verbände sogenannte „Mappings“ von Verwendungen innerhalb einer Branche durchgeführt. Dabei wurden typische Verwendungen eines Sektors zusammengetragen bezüglich ihres Expositionsmusters geordnet und anschließend in die Sprache des USE Descriptor Systems übersetzt. Nutzer dieser Mappings könne nun anhand von Listen für sie relevante Verwendungen auswählen und diese an ihre Lieferanten kommunizieren, bzw. vergleichen welche Verwendungen im Mapping enthalten sind und ob bei ihnen weitere fehlende vorliegen die übermittelt werden müssten. Auch für eine solche Kommunikation sollte immer das USE Descriptor System verwendet werden.

Branchen für die Mappings verfügbar sind:


Nach oben