Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg – Newsletter, Ausgabe 2008-10

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg, ein Projekt, das von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg initiiert wird, um die Wirtschaftsakteure die der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach.hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:

1.Kandidatenliste zur Aufnahme von besonders Besorgnis erregenden Stoffen (Substances of very high concern, SVHC) in den Anhang XIV (Zulassung)

Am 28. Oktober 2008 hat die ECHA eine erste Kandidatenliste mit 15 SVHC Stoffen veröffentlicht. Damit ergeben sich für Hersteller von Stoffen, Zubereitungen und Erzeugnissen einige neue Verpflichtungen, die zum Teil am Tag der Veröffentlichung wirksam werden.

Pflichten Erzeugnisse:

  • Ab dem 28. Oktober 2008 müssen alle Hersteller oder Importeure von Erzeugnissen, die einen Stoff der Kandidatenliste in Mengen größer 0,1 % (w/w) enthalten hinreichende Informationen bereitstellen, an

    a.    gewerbliche Abnehmer,
    b.    auf Anfrage an Endverbraucher, innerhalb von 45 Tagen nach Eingang der Anfrage. Diese müssen Angaben zur sicheren Handhabung des Erzeugnisses und zumindest den Namen des Stoffs beinhalten. 
  • Ab dem 01. Juni 2011 müssen alle Hersteller oder Importeure von Erzeugnissen eine Notifizierung an die ECHA richten, wenn ihre Erzeugnisse Stoffe der Kandidatenliste enthalten. Diese Notifizierung ist an zwei Bedingungen geknüpft.

    a.    Das importierte Erzeugnis enthält den Stoff in Mengen > 0,1 % (w/w)
    b.    Der Stoff ist in den Erzeugnissen des Herstellers/Importeurs in einer Menge > 1 t/a enthalten (bezogen auf alle Artikel dieses Herstellers)

    Weitere Informationen zu den Pflichten und Fristen finden Sie im Leitfaden "Stoffe in Erzeugnissen"

Pflichten für Stoffe/Zubereitungen

Ab dem 28. Oktober 2008 müssen alle Hersteller oder Importeure von Stoffen der Kandidatenliste ein Sicherheitsdatenblatt bereitstellen.
Gleiches gilt für Zubereitungen die wenigstens einen Stoff der Kandidatenliste in Mengen größer 0,1% (Gewichtsprozent) enthalten. Für gasförmige Zubreitungen gilt ein Anteil von 0,2% bezogen auf das Volumen.

Kandidatenliste (Quelle ECHA)

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2. Das Umweltbundesamt (UBA) veröffentlicht einen Musterbrief für die Abfrage von Verbraucherinformationen gemäß Artikel 33 der REACH Verordnung

Für Anfragen von Verbrauchern nach Artikel 33 (Stoffe der Kandidatenliste in Erzeugnissen) hat das Umweltbundesamt ein Musterschreiben veröffentlicht (http://www.reach-info.de/dokumente/musterbrief.pdf). Hersteller und Importeure von Erzeugnissen, müssen sich in den nächsten Wochen darauf einstellen, solche Schreiben zu erhalten. Die Antwortfrist auf ein solches ersuchen beträgt 45 Tage. Es ist daher zu empfehlen bereits jetzt auf Vorlieferanten zuzugehen und Informationen über Stoffe der Kandidatenliste zu erhalten.
Bereits im vorherigen Newsletter haben wir auf die Standardmusterantworten des BDI auf solche Anfragen verwiesen.

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3. Die ECHA bietet vom 17. November bis zum 01. Dezember 2008 einen Sofort-Antwort Dienst für Vor-Registranten

Die ECHA hat im Zeitraum vom 17. November bis zum 01. Dezember ihren Service  um einen zusätzlichen Dienst erweitert. Um die Beantwortung von Fragen effektiver zu machen, wird die Möglichkeit geboten, innerhalb des elektronischen Standardfrageformulars einen Ansprechpartner zu benennen, der dann von der ECHA kontaktiert wird. Die Kontaktaufnahme ist auf die Zeit zwischen 9:30 und 16:00 begrenzt.

Die ECHA bittet jedoch, vor der Einreichung der Fragen die einschlägigen ECHA Internetseiten zu konsultieren und verweist hier insbesondere auf die Antwortseiten folgender FAQs:

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4. BAuA Helpdesk beantwortet in der Endphase der Vor-Registrierung Fragen nur noch telefonisch

Wegen des sehr hohen Frageaufkommens beantwortet das nationale Helpdesk der BAuA Fragen im Augenblick nur noch telefonisch.
Und so erreichen Sie den REACH-Helpdesk der Bundesbehörden:
0231 9071-2971
(Informationszentrum der BAuA)

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5. cefic veröffentlicht Leitfaden zur Zusammenarbeit im SIEF

Die cefic hat auf einen Leitfaden zur Zusammenarbeit im SIEF veröffentlicht. Schwerpunktthemen dieses Dokumentes sind:

  • SIEF Kooperation
  • Vorbreitung in den Firmen
  • Tonnagebänder und Registrierungsfristen
  • Ermittlung der Informationsanforderungen
  • Praktische Umsetzung der Datenteilung
  • Urheberschaft, Schutz von Daten
  • Kopplung mit den Datenhaltern
  • READ ACROSS und Kommunikation mit anderen SIEFs
  • Datenprüfung und –bewertung
  • Einstufung und Kennzeichnung
  • Kostenteilung
  • Nutzung von Verwendungs- und Expositionsdaten
  • Gemeinsame Dossiereinreichung & Opt out Regeln
  • Rolle des Lead Registranten

Es werden Prozesse und Methoden beschrieben, wie diese Felder in der eigenen Firma oder zwischen Firmen geregelt werden können. Zudem werden Hinweise gegeben, was in den SIEFs geklärt werden kann und was definitiv verboten ist.
Es werden für die praktische Durchführung der Informationssammlung, der Nutzung von Informationen und der Bewertung von Informationen Vorschläge gemacht, wie die Beteiligten (Registranten, Datenhalter) zu Einigungen bezüglich Kostenteilung kommen können und wie einzelne Studien einzuordnen sind.
Den Leitfaden "Zusammenarbeit im SIEF" können Sie hier herunterladen.

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6. 5th International Fresenius Chemicals Policy Conference- REACH in Practice

Prepare your business for the coming steps
after the pre-registration!

09.12.2008 bis 10.12.2008 in Frankfurt am Main/Germany

Themen:
Update from the ECHA

    * How do the Management Board and the differnt Committees work?
    * Latest update on the Guidance Documents

Data Sharing & Consortia - Practical Experiences

    * Company preparation for SIEF participation
    * Legal aspects and cost sharing
    * Consortia and other forms of cooperation

Risk Assessment/Exposure Scenarios/Communication

    * Chemical Safety Assessment and Report
    * eSDS
    * Building REACH dossiers with CSR
    * PBT assessment
    * Occupational exposure assessment
    * Intelligent testing strategies
    * Communication along the value chain

Monika Stratmann
Veranstaltungsorganisation
Telefon  +49 231 75896-48
Telefax  +49 231 75896-53
mstratmann@akademie-fresenius.de

7. Fachworkshop zu den neuen Anforderungen an Erzeugnisse unter REACH und Ansätze zur praktischen Umsetzung

Termin:  
15. Dezember, 10:00 bis 15:00 Uhr; Ort wird noch bekannt gegeben, in Hamburg
Veranstalter:
REACH Hamburg Kompetenznetzwerk
Netzwerk aus Verbänden, Unternehmen und Fachexperten zur Unterstützung der Hamburger Wirtschaft bei der Vorbereitung auf REACH unter Federführung der Behörde für Wirtschaft und Arbeit
Veranstaltungstyp:
Informationsveranstaltung mit Raum für Fragen, Diskussionen und Erfahrungsaustausch
Zielgruppe:     
Entscheidungsträger oder REACH Beauftragte aus Hamburger Unternehmen, die als Importeure oder Hersteller von Erzeugnisse von Registrierungs- Notifizierungs- und Kommunikationspflichten unter REACH betroffen sind
Vorkenntnisse:     
Die Teilnehmer sollten sich nach Möglichkeit bereits mit möglichen REACH Anforderungen für ihr Unternehmen vertraut gemacht haben
Zentrale Themen
Fachexperten und Betriebspraktiker geben Informationen zu:

  • Grundlagen zu Anforderungen an Erzeugnisse unter REACH Artikel 7
  • Pflichten unter Artikel 6 und 7
  • Registrierung und Notifizierung
  • Besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC): Kandidatenliste und Zulassung
  • Pflicht zur Kommunikation
  • Informationen zu Zweifelsfällen und Abgrenzungsfragen
  • Erzeugnisse mit beabsichtigter Freisetzung s. Artikel 7(1)
  • Erzeugnisse ohne beabsichtigte Freisetzung s. Artikel 7(2)
  • Stoffe/Zubereitungen in einem Behälter auf einem Trägermaterial s. Artikel 6 und 7
  • Neue Einordnung von Waren: z. B. Kerzen sind als Zubereitungen zu behandeln
  • Wann ist ein Produkt ein Erzeugnis, welche Teile sind Teil eines Erzeugnisses (Verpackungsmaterial, Einzelteile, die zum Erzeugnis gehören aber nicht fest verbunden sind)?
  • Anforderungen an die Konformität und Kommunikation
  • Wie können Importeure REACH konform handeln und wie kann das dokumentiert und den Behörden gegenüber nachgewiesen werden?
  • Welche Instrumente (Stofflisten, Verträge mit Lieferanten) können genutzt werden, um die Konformität sicher zu stellen?
  • Erfahrungsaustausch
  • Erste Berichte aus der bisherigen Umsetzungspraxis

Anmeldung
Per E-Mail an: reach-hamburg@oekopol.de,
bitte Unternehmen, Namen der Teilnehmer und Kontaktadresse angeben
Für Rückfragen: Heike Lüskow, Silke Detlefs, Ökopol Institut, 040 39 100 20

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