Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg – Newsletter, Ausgabe 2009-01

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg, ein Projekt, das von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg initiiert wird, um die Wirtschaftsakteure die der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach.hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:

1. Cefic veröffentlicht Fragebogen zur ersten Strukturierung von SIEFs

Nach dem Abschluss der Vorregistrierung wurde klar, dass deutlich mehr Akteure ihre Stoffe bei der ECHA angemeldet hatten als angenommen. Es gab in den einzelnen Pre-SIEFs wesentlich mehr Teilnehmer mit zum Teil sehr unterschiedlichen Interessen, z. B. nachgeschaltete Anwender, die wichtige Stoffe vorregistriert haben, um kurzfristig selbst importieren zu können oder Re-Importeure, die aus formalen Gründen bis zur Registrierung des Stoffes durch den Hersteller vorzuregistrieren hatten. Um eine erste Strukturierung der Pre-SIEFs vorzunehmen und diese Interessen abzubilden, hat die Cefic einen kurzen Fragebogen entworfen, in der sich die Pre-SIEF Teilnehmer einer von vier Kategorien zuordnen sollen. Diese Kategorien richten sich nach dem Interesse, den Stoff wirklich zu registrieren und dem Maß einen entsprechenden Beitrag bei der Datensammlung zu leisten. Die nachfolgende Aufstellung zeigt die vier Teilnehmerkategorien und die Bedingungen für eine Zuordnung.

1  Leading
This is a substance of high strategic importance for my company and I have available resource to (co) lead and drive registration to completion

2  Involved
My company is registering and may be actively involved. My company will receive a SIEF progress report, an invoice and an invitation to comment

3  Passive
My company has the intention to register this substance. My company will receive a SIEF progress report and an invoice

4  Dormant
My company has no intention to register nor to spend money. My company will receive no communications and no invoice (besides mandatory data sharing).

Quelle: Cefic, 2009

Das gesamte Dokument können Sie hier herunterladen.

 

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2. CLP Verordnung (VO (EG) Nr. 1272/2008) tritt am 20.01. in Kraft

Mit der Veröffentlichung der europäischen Version des „Globally Harmonised System“ (GHS) zur Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen ist der zweite große Baustein in der Reform des Chemikalienrechts in Europa gesetzt worden.
Der offizielle Titel lautet: "VERORDNUNG (EG) Nr. 1272/2008 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 16. Dezember 2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, zur Änderung und Aufhebung der Richtlinien 67/548/EWG und 1999/45/EG und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 ", kurz CLP, von Classification, Labelling and Packaging. Diese wird am 20. Januar 2009 in Kraft treten und mit Übergangszeiten, nach und nach die Stoffrichtlinie (67/548/EWG) und die Zubereitungsrichtlinie (1999/45/EWG) ablösen.
In diesem Kontext beabsichtigt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, in der Gefahrstoffverordnung übergangsweise die Bezüge zur Einstufung nach den Richtlinien 67/548/EWG und 1999/45/EWG, die erst zum 01. Juni 2015 außer Kraft treten, beizubehalten. Mit diesem Vorgehen bleibt das bisherige Schutzniveau im Arbeitnehmerschutz zunächst unverändert. Dies gilt auch für die bestehenden Technischen Regeln, die unabhängig von kurzfristig erforderlichen formalen Anpassungen zunächst unverändert Anwendung finden.

Die Verordnung steht zum herunterladen zur Verfügung.

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3. BDI veröffentlicht neue Version des Standardsatzkatalogs für die Erstellung von Sicherheitsdatenblättern

Der BDI stellt hier die aktuelle Fassung seines Kataloges "Standardsätze für die Erstellung von Sicherheitsdatenblättern" zur Verfügung, der vom BDI-Arbeitskreis Standardsätze im Herbst 1999 fertig gestellt wurde und seither fortlaufend aktualisiert wird: aktuelle Version: 10.1 vom 15.01.2009. Als hilfreiche Information zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern empfiehlt der BDI den VCI-Leitfaden zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern.
Der BDI-Standardsatzkatalog für die Erstellung von EG-Sicherheitsdatenblättern gewinnt unter REACH und GHS weiter an Bedeutung. Derzeit wird der Katalog sukzessive an die neuen Anforderungen angepasst. Die aktuelle Version ist bereits in 30 Sprachen verfügbar.

BDI-Standardsatzkatalog - Deutsche Fassung

BDI standard phrases catalogue - English version


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4. ECHA veröffentlicht Liste von priorisierten Stoffen der Kandidatenliste zur Aufnahme in Anhang XIV von REACH

Nach der Veröffentlichung der Kandidatenliste im Oktober 2008, hat die ECHA nun die nächste Stufe zur Identifizierung von Stoffen, die der Zulassung unterworfen werden sollen, erreicht. Sie veröffentlichte sieben priorisierte Stoffe der Kandidatenliste zur Aufnahme in Anhang XIV von REACH. Diese Stoffe sind:

•    5-tert-butyl-2,4,6-trinitro-m-xylen (musk xylene)
•    Alkanes,C10-13,chloro (short chain chlorinated paraffins; SCCPs)
•    Hexabromocyclododecan (HBCDD) und alle hauptsächlich vorkommenden diastereoisomers
•    4,4’-Diamino diphenyl methane(MDA)
•    Bis (2-ethylhexyl) phthalat (DEHP)
•    Benzyl butyl phthalat (BBP)
•    Dibutyl phthalat (DBP)

Bis zum 14. April 2009 können interessierte Kreise Kommentare zu Gründen der ECHA bezüglich Aufnahme dieser Stoffe in Anhang XIV und der Priorisierung der sieben Stoffe an die ECHA richten. Die entsprechenden Begründungen der ECHA können auf ihrer Internetseite eingesehen werden.

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5. Workshop: REACH nach der Vorregistrierung

Konkrete Umsetzungsfragen und Instrumente unter REACH für Fortgeschrittene
Hamburg, 11.02.2009 bei der Firma Umco

Zielgruppe:
Mitarbeitende von Unternehmen, die Stoffe herstellen, importieren und / oder anwenden. Grundkenntnisse über die REACH-Verordnung sollten vorhanden sein.

Inhalte:
•    Stand der offiziellen Umsetzungshilfen der Agentur und der Verbände
•    Vorbereitung auf die Registrierung
•    Arbeiten im SIEF und in Konsortien
•    Aktueller Stand hinsichtlich der Kommunikation über Verwendung und Exposition
•    Erfahrungen mit Kommunikationshilfen
•    besonders besorgniserregende Stoffe und das Zulassungsverfahren – aktueller Stand, mögliche Folgen und Einflussmöglichkeiten

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der UMCO Internetseite.

 

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