Herzlich Willkommen bei REACH Hamburg

REACH Hamburg – Newsletter, Ausgabe 2009-02

Liebe Leserinnen und Leser des REACH Hamburg Newsletters,

dieser Newsletter ist ein Service des Projektes REACH Hamburg, ein Projekt, das von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg initiiert wird, um die Wirtschaftsakteure die der Umsetzung der neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Projekt und den Beteiligten finden Sie unter www.reach.hamburg.de

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine E-Mail: reach-hamburg@oekopol.de

Der REACH Hamburg Newsletter wurde erstmalig mit der Ausgabe 6/08 im html Format versendet. Sollten sie das Textformat vorziehen, können sie diese Änderung hier einrichten.

Die aktuellen Meldungen im Überblick:

1. Neuerungen bei IUCLID 5

Die ECHA hat zum Ende des Monats Januar ein erstes Service Release für IUCLID 5 (Version 5.1.0) herausgegeben. Dies hat die Aufgabe bekannte Fehler zu beheben. Laut ECHA sind diese die Aktualisierung der Studiennamen der einzelnen Endpunkte, die Darstellung von Tabellen, die Behebung von Fehlern beim Druck von 3.2.
Außerdem liegt nun eine Zertifizierung für Windows Vista vor, was die Anknüpfung an dieses Betriebssystem gewährleisten sollte.
Wichtig ist die bestehende IUCLID 5 Version vor dem Update zu sichern, um nicht versehentlich Daten unwiederbringlich zu überschreiben. Um das Update durchzuführen ist eine etwa 70 MB große Datei von der IUCLID Seite herunter zu laden und eine komplette Installationsprozedur durchzuführen.
Zusätzlich zur neuen IUCLID 5 Version, können Anwender die Hilfsfunktionen jetzt in 22 Landessprachen installieren.
Außerdem wurde ein sogenanntes Query Plug-In entwickelt. Dies ist ein Tool, mit dem eine Suchfunktion in IUCLID 5 etabliert wird. So ist es möglich mittels Schlagwortsuche bestimmte Stellen in den Dossiers zu finden.
Vorraussetzung für die Plug-Ins ist, dass IUCLID in der Version 5.1.0 installiert wurde.

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2. Berichtigung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006, Artikel 3 Nummer 20 Buchstabe c vom 05.02.2009

Die Berichtigung bezieht sich auf die Definition des Begriffs der Phase-in-Stoffe in Artikel 3 Nr. 20 Buchstabe c und dabei auf die so genannten No-longer-Polymere (NLP).
Die Frage ob ein Stoff den Status eines No-longer Polymers hat oder nicht (und so zu einem Phase-In Stoff wird), war vor der Änderung des REACH Textes an folgende Bedingung geknüpft:

•    Der Hersteller/Importeur musste zwischen 1981 und 1993 der Stoff hergestellt oder importiert haben.

Durch die Änderung der REACH Verordnung gelten nun folgende Regeln:

•    Irgendein Hersteller/Importeur hat den Stoff zwischen 1981 und 1993 hergestellt oder importiert.
•    Der Hersteller/Importeur der den Phase-In Status für den Stoff geltend machen will, hat den Stoff vor dem 01.06.2007 (in Kraft treten von REACH) in Verkehr gebracht.

Der genaue Gesetzestext lässt sich im Amtsblatt der EU nachlesen.

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3. REACH & Erzeugnisse

Ergebnisse des Behördenworkshops "Importierte Erzeugnisse" am 14. November 2008 im Umweltbundesamt

Das Umweltbundesamt (UBA) und die für den Vollzug zuständigen Behörden haben im Herbst des letzten Jahres einen Workshop durchgeführt, um sich über Möglichkeiten des Vollzugs von REACH im Bereich der Erzeugnisse auszutauschen.
Es wurde unter anderem Diskutiert welche Daten den Behörden zur Verfügung stehen sollen oder schon jetzt verfügbar sind, wie eine Koordination zwischen Zoll und Fachbehörden der Bundesländer aussehen kann und wie das weiter Vorgehen aussehen soll.
Die wichtigsten Diskussionspunkte und Ergebnisse, sowie die Folien der Fachbeiträge. sind zu finden auf der REACH Seite des Umweltbundesamtes.

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4. Klarstellungen der ECHA zu Rollen und Aufgaben im SIEF

Die Findungsphase nach der Vorregistrierung von den Pre-SIEFs zu den letztendlichen SIEFs hat erneut zu viel Verunsicherung der REACH Akteure geführt. Aus diesem aktuellen Anlass hat die ECHA noch mal darauf hingewiesen, dass die Organisation der SIEFs eine Aufgabe der Mitglieder, sprich der Industrie ist. Dennoch hat man sich genötigt gesehen, einige Klarstellungen insbesondere zur Rolle des SIEF Formation Facilitator (SFF) zu formulieren. Wichtige Punkte sind unter anderen:

•    REACH sieht diese Funktion nicht vor und die Vor-Registranten müssen eine solche Rolle in ihrem SIEF nicht etablieren.
•    Die Hauptaufgabe ist, den Anstoß zu notwendigen Diskussionen zu geben. Dabei kann es sinnvoll sein, dass der SFF Vorschläge zum Vorgehen macht. Dies ist jedoch nicht so zu verstehen, dass eine Richtlinien- oder gar Weisungsbefugnis an diese Rolle geknüpft ist.
•    Ein SFF kann keine finanzielle Erstattung seine Bemühungen einfordern oder erwarten.

Weiter Punkte der Stellungnahme sind die SIEF Bildung, eine Handlungsanleitung für Lead-Registranten bei der Kontaktaufnahme mit ECHA und eine Übersicht zu wichtigen Textstellen zur Arbeit der SIEFs in den Leitfadendokumenten und der Verordnung.
Das entsprechende Dokument kann von der Seite der ECHA heruntergeladen werden.

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5. SIEF, Konsortien und gemeinsame Einreichung von Daten

Workshop des Bundeshelpdesks zum Thema REACH
In den Räumen der BAuA wird im März ein weiterer Wokshop zu einem aktuellen REACH Thema stattfinden. Diesmal wird das Thema der SIEFs und der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure aufgegriffen.

Termin:
26. März 2009, 12:30 bis 17:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
 
Folgende Fragestellungen sollen schwerpunktmäßig behandelt werden:
•    Wie wird der Austausch von Informationen innerhalb eines SIEFs organisiert?
•    Auf welcher Grundlage wird innerhalb eines SIEFS die Identität der Stoffe verifiziert?
•    Wie unterscheidet sich ein Konsortium von einem SIEF?
•    Wie werden Konsortien gebildet und welche rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen müssen beachtet werden?
•    Funktionieren SIEFS auch ohne Konsortien?
•    Wie wird die Kostenteilung organisiert?
•    Wie wird die gemeinsame Einreichung von Daten durchgeführt?

Teilnahmegebühr:
Die Teilnahme an der Informationsveranstaltung ist kostenfrei.
Veranstalter:
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Kontakt (fachlich):
Dr. Raimund Weiß / Dr. Claus Haas
Tel. 0231 9071-2543 / -2541
Fax 0231 9071-2679
reach-info@baua.bund.de
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Anmeldefrist:
19. März 2009

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6. ECHA veröffentlicht ersten Newsletter 2009

Die ECHA hat den ersten Newsletter 2009 veröffentlicht. Darin ist eine umfangreiche Statistik der REACH IT Aktivitäten zu finden. Diese beinhaltet unter anderem eine Übersicht über die Anzahl der SIEFs und ihrer Größe bezogen auf die Mitgliederzahlen.
Eine weitere wichtige Mitteilung ist die Ankündigung des nächsten Stakeholder Day´s für den 27. May 2009.

Den kompletten Newsletter können Sie von der Seite der ECHA herunterladen.

Für den regelmäßigen automatischen Bezug des Newsletter ist eine E-Mail an info@echa.europa.eu zu senden.