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Neue Roadmap der EU-Kommission zu hormonwirksamen Stoffen veröffentlicht

Die EU-Kommission hat einen neuen Plan zur Umsetzung weiterer regulatorischer Maßnahmen für Chemikalien, die "hormonwirksamen" oder auch "endokrin wirksamen" Stoffe, veröffentlicht. Diese Stoffe können unter REACH nach Artikel 57 f zu Kandidatenstoffen werden und damit ggf. auch zu Stoffen, die in den Regelungsbereich der Zulassung kommen. Die besondere Besorgnis der Stoffe mit solchen Eigenschaften besteht darin, dass ihre Wirkung vergleichbar mit körpereigenen Stoffen des Hormonsystems sein kann und somit Menschen oder andere Organismen in der Umwelt (Pflanzen und Tiere) in ihrer normalen Entwicklung gestört werden können.
Was diese Gruppe von Stoffen so schwierig zu bewerten macht, ist ihre Eigenschaft, dass zahlreiche verursachte negative Effekte in diesem Fall nicht einer stringenten Dosis-Wirkungs- Beziehung unterliegen (mehr Stoff – größerer Effekt trifft hier nicht immer zu) oder Effekt und Stoffexposition zeitlich entkopplet auftreten. Zudem ist bei endokrinen Stoffen wichtig, zu welchem Zeitpumkt im Leben ein Organismus dem Stoff gegenüber ausgesetzt ist. Diese Aspekte machen es schwirig, zu einem klaren Urteil bei einer Risikobewertung zu gelangen und führen häufig zu Kontroversen zwischen Wissenschaftlern bei der Bewertung.
Dennoch hat die Kommission sich bereits seit längerer Zeit dem Thema der endokrinen Stoffe gewidmet und beschlossen, die Risiken solcher Stoffe EU-weit anzugehen und zu vermindern. Aber auch hier war es bisher schwierig, das politische Ziel eines höheren Schutzniveaus in der Praxis der Gesetzgebung umzusetzen. So verbietet die Verordnung zu Bioziden z.B. die Nutzung endokriner Stoffe in Biozidprodukten, es gab aber bisher keine klaren Kriterien, nach welchen Regeln Akteure überprüfen konnten, ob ein Stoff endokrine Wirkung hat. Aus dieem Grund hat z.B. Schweden kürzlich eine Klage gegen die EU-Kommission angestrengt, da diese solche Kriterien bereits im Dezember 2013 hätte erarbeitet haben sollen.
Nun haben die beiden Generaldirektionen Umwelt und Gesundheit gemeinsam eine "Roadmap" vorgelegt, die skizzieren soll, wie die Kommission das Thema künftig angehen möchte, um ihren Vorgaben nachzukommen: http://ec.europa.eu/smart-regulation/impact/planned_ia/docs/2014_env_009_endocrine_disruptors_en.pdf.
Das Dokument stellt die verschiedenen möglichen Optionen weiteren poltischen Handelns vor und auf Basis welcher bisherigen Aktivitäten die EU-Kommission ihr Vorgehen künftig weiter entwickeln möchte. Einer Option "den bisherigen Status" weiter festzuschreiben, wird indirekt eine Absage erteilt, da hiermit keine sachgerechte Umsetzung von Biozid und Pflanzenschutzrecht möglich wäre. Inhaltlich lehnt sich die Komission in dem Papier an Aktivitäten der WHO/IPCS an (International Programme on Chemical Safety (IPCS) siehr z.B. http://www.who.int/ipcs/publications/new_issues/endocrine_disruptors/en/). Nichtregierungsorganisationen kritisieren, dass in dem Papier Möglichkeiten für Ausnahmen bei der Nutzung von endokrinen Stoffen in Aussicht gestellt werden, entweder auf Basis von Einzefallbetrachtungen bei "vernachlässigbaren Risiken" oder auch auf Basis einer Darstellung sozioökonomischer Effekte durch ein Stopp einer Verwendung eines Stoffs. Eine Presseerklärung der internationalen Pesticide Action Network (PAN) http://www.pan-germany.org/deu/~news-1296.html kritisiert diese Verfahren stark.

Neue Roadmap der EU-Kommission zu hormonwirksamen Stoffen veröffentlicht

Die EU-Kommission hat einen neuen Plan zur Umsetzung weiterer regulatorischer Maßnahmen für Chemikalien, die "hormonwirksamen" oder auch "endokrin wirksamen" Stoffe, veröffentlicht. Diese Stoffe können unter REACH nach Artikel 57 f zu Kandidatenstoffen werden und damit ggf. auch zu Stoffen, die in den Regelungsbereich der Zulassung kommen. Die besondere Besorgnis der Stoffe mit solchen Eigenschaften besteht darin, dass ihre Wirkung vergleichbar mit körpereigenen Stoffen des Hormonsystems sein kann und somit Menschen oder andere Organismen in der Umwelt (Pflanzen und Tiere) in ihrer normalen Entwicklung gestört werden können.
Was diese Gruppe von Stoffen so schwierig zu bewerten macht, ist ihre Eigenschaft, dass zahlreiche verursachte negative Effekte in diesem Fall nicht einer stringenten Dosis-Wirkungs- Beziehung unterliegen (mehr Stoff – größerer Effekt trifft hier nicht immer zu) oder Effekt und Stoffexposition zeitlich entkopplet auftreten. Zudem ist bei endokrinen Stoffen wichtig, zu welchem Zeitpumkt im Leben ein Organismus dem Stoff gegenüber ausgesetzt ist. Diese Aspekte machen es schwirig, zu einem klaren Urteil bei einer Risikobewertung zu gelangen und führen häufig zu Kontroversen zwischen Wissenschaftlern bei der Bewertung.
Dennoch hat die Kommission sich bereits seit längerer Zeit dem Thema der endokrinen Stoffe gewidmet und beschlossen, die Risiken solcher Stoffe EU-weit anzugehen und zu vermindern. Aber auch hier war es bisher schwierig, das politische Ziel eines höheren Schutzniveaus in der Praxis der Gesetzgebung umzusetzen. So verbietet die Verordnung zu Bioziden z.B. die Nutzung endokriner Stoffe in Biozidprodukten, es gab aber bisher keine klaren Kriterien, nach welchen Regeln Akteure überprüfen konnten, ob ein Stoff endokrine Wirkung hat. Aus dieem Grund hat z.B. Schweden kürzlich eine Klage gegen die EU-Kommission angestrengt, da diese solche Kriterien bereits im Dezember 2013 hätte erarbeitet haben sollen.
Nun haben die beiden Generaldirektionen Umwelt und Gesundheit gemeinsam eine "Roadmap" vorgelegt, die skizzieren soll, wie die Kommission das Thema künftig angehen möchte, um ihren Vorgaben nachzukommen: http://ec.europa.eu/smart-regulation/impact/planned_ia/docs/2014_env_009_endocrine_disruptors_en.pdf.
Das Dokument stellt die verschiedenen möglichen Optionen weiteren poltischen Handelns vor und auf Basis welcher bisherigen Aktivitäten die EU-Kommission ihr Vorgehen künftig weiter entwickeln möchte. Einer Option "den bisherigen Status" weiter festzuschreiben, wird indirekt eine Absage erteilt, da hiermit keine sachgerechte Umsetzung von Biozid und Pflanzenschutzrecht möglich wäre. Inhaltlich lehnt sich die Komission in dem Papier an Aktivitäten der WHO/IPCS an (International Programme on Chemical Safety (IPCS) siehr z.B. http://www.who.int/ipcs/publications/new_issues/endocrine_disruptors/en/). Nichtregierungsorganisationen kritisieren, dass in dem Papier Möglichkeiten für Ausnahmen bei der Nutzung von endokrinen Stoffen in Aussicht gestellt werden, entweder auf Basis von Einzefallbetrachtungen bei "vernachlässigbaren Risiken" oder auch auf Basis einer Darstellung sozioökonomischer Effekte durch ein Stopp einer Verwendung eines Stoffs. Eine Presseerklärung der internationalen Pesticide Action Network (PAN) http://www.pan-germany.org/deu/~news-1296.html kritisiert diese Verfahren stark.

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